
Viel wichtiger war es, wieder Wettkampfrhythmus aufzunehmen, Abläufe zu testen und Spielminuten auf großem Platz zu sammeln.
BERICHT von M. Apel // 1. SC 1911 Heiligenstadt
Ein besonderer Dank gilt den Gastgebern aus Bad Frankenhausen. Trotz eigener Anreise aus dem Trainingslager in Heiligenstadt und großer Mühen rund um die Platzfreigabe machten sie diesen Test möglich. Fleißige Helfer befreiten den Kunstrasen vom Schnee – ein starkes Zeichen für gelebte Fußballgemeinschaft.
Von Beginn an übernahm der SCH das Kommando. Mit gleich vier Winterneuzugängen in der Startelf – Artur Voilenko, Viktor Stashenko, Johann von Breitenbuch und Moritz Ruprecht – zeigte die Mannschaft von Trainer Benedikt Seipel ein mutiges und aktives Auftreten. Bereits nach zehn Minuten brachte Fabian Schnellhardt die Farben des SCH in Führung. Nur wenig später legte Neuzugang Moritz Ruprecht nach einer Ecke per Kopf nach – 2:0 nach 20 Minuten. In dieser Phase war deutlich mehr möglich. „Wir hatten eine Phase, in der wir mehr als zwei Tore hätten machen müssen“, ordnete Trainer Benedikt Seipel die Anfangsphase nach dem Spiel ein. Man merkte beiden Teams jedoch an, dass große Plätze zuletzt rar gewesen waren. Kurz vor der Pause verkürzte Bad Frankenhausen durch Erik Schneider (45.), nachdem die Gastgeber zuvor noch einen Elfmeter vergeben hatten. Nach dem Seitenwechsel glich ein Distanzschuss von Lennart Liese (75.) zum 2:2 aus.
Für den SCH ging es vor allem darum, wieder in den Spielmodus zu kommen, die neuen Gesichter zu integrieren und wertvolle Eindrücke für den Rückrundenstart am kommenden Samstag gegen die SG Union Sandersdorf zu sammeln.
Ein besonderes Augenmerk lag auf Debütant Artur Voilenko, den die Blau-Weißen unter der Woche verpflichtet hatten. Der zuletzt bei Rot-Weiß Erfurt aktive Innenverteidiger zeigte eine ordentliche Leistung, auch wenn ihm die fehlenden Trainingswochen noch anzumerken waren. „Das war in Ordnung – man sieht aber, dass noch Rhythmus fehlt“, so Seipel.
Fazit: Am Ende blieb ein guter, intensiver Test, der beiden Mannschaften wichtige Aufschlüsse lieferte. Für die SCH-Akteure war es ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Pflichtspielauftakt – mit vielen positiven Ansätzen.