2026-04-15T12:16:22.084Z

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Emre Boz lebt seinen Traum: Von Teutonia Ottensen zum Vollzeit-Profi

Erst im Sommer wechselte Emre Boz zu Teutonia 05 Ottensen in die Oberliga Hamburg, doch im Winter folgte der nächste Schritt. Der Torhüter hat einen Profi-Vertrag in der Türkei unterschrieben. Im FuPa-Gespräch hat Boz die Einzelheiten verraten.

von red · 05.03.2026, 22:10 Uhr · 0 Leser
Emre Boz lebt seinen Traum.
Emre Boz lebt seinen Traum. – Foto: Emre Boz

So schnell kann ein Traum wahr werden: Emre Boz wechselte im Januar von Teutonia Ottensen aus der Oberliga Hamburg in die 3. türkische Liga zu Beykoz Anadolu. Wie für ihn die ersten Wochen gelaufen sind und welche Perspektive er hat.

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Boz hat vom Türkei-Wechsel geträumt

Der gebürtige Hamburger durchlief die Jugendabteilung des FC St. Pauli, spielte unter anderem in der Saison 2021/22 in 15 U19-Bundesliga-Spielen. Sein erstes Seniorenjahr verbrachte er als Ersatztorhüter von Ottensen in der Regionalliga Nord, ging dann 2024/25 zu Concordia Hamburg und wechselte 2025 zurück zur Teutonia. In der Oberliga kam er in der Hinrunde nur dreimal zum Einsatz - wie sieht jetzt die Perspektive aus? "Das Niveau ist hier wirklich sehr gut, ich gebe mein Bestes, um Spielzeit zu bekommen", sagt der Keeper. "Ob die Chance realistisch ist oder nicht, weiß ich nicht. Es hängt ganz allein von mir ab, denn ich muss meine Leistung zeigen."

Beykoz Anadolu kämpft um den Klassenerhalt, aber das spielt für Boz keine Rolle, denn für ihn "ist es eine große Möglichkeit, im Profibereich anzukommen". Der 22-Jährige hat schon länger mit einem Wechsel in die Türkei geliebäugelt, der Kontakt "kam über meinen Manager zustande, der in der Türkei tätig ist". Er hat seine gewohnte Umgebung für diese Chance verlassen, was für ihn in den ersten Wochen eine Herausforderung war. Ist er denn auch Voll-Profi? "Ja, ich habe für anderthalb Jahre unterschrieben und bin Voll-Profi. Wir haben jeden Tag Training, ich hätte nicht mal die Zeit, um noch anderweitig arbeiten zu gehen."

Boz: "Erst Profi, wenn ich spiele"

Auch wenn es noch nicht für einen Pflichtspieleinsatz gereicht hat, stand Boz schon im Kader. Deshalb ordnet er seinen Profi-Status auch entsprechend ein, seine Antwort ist verständlich: "Es fühlt sich ganz komisch an, für mich ist es ein riesen Schritt. Trotzdem sehe ich mich erst als Profi, wenn ich dann auch meine ersten Einsatzzeiten bekomme, deswegen muss ich jeden Tag hart arbeiten und weiter für mein Ziel kämpfen." Der ganze Klub ackert intensiv für den Klassenerhalt, das ist bis zum Saisonende auch das einzige Ziel - verständlich.