2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

Emotionaler Abschied

Oliver Eisenmann und Sebastian Bock verabschieden sich beim TSV Vöhl

von red · Heute, 15:45 Uhr · 0 Leser
– Foto: IMAGO IMAGES

Es sind Worte, die weit über eine gewöhnliche Trainerverabschiedung hinausgehen. Der TSV Schwarz-Weiß Vöhl hat Oliver Eisenmann und Sebastian Bock in seinen sozialen Medien mit großer Dankbarkeit verabschiedet – und dabei noch einmal deutlich gemacht, welche Spuren das Duo im Verein hinterlassen hat.

Als Eisenmann und Bock im Jahr 2024 die Verantwortung übernahmen, stand der TSV vor einer ungewissen Zukunft. Nach dem Austritt aus der Spielgemeinschaft war vieles offen, sportlich wie organisatorisch. Der Verein musste sich neu sortieren, die Mannschaft musste sich finden. Aus einzelnen Spielern wieder ein Team zu formen, war die große Aufgabe. Rückblickend darf man sagen: Sie ist gelungen.

Zusammenhalt im Fokus

Unter der Führung der beiden Trainer entwickelte sich in Vöhl nicht nur eine funktionierende Mannschaft, sondern eine Einheit mit besonderem Zusammenhalt. Der Verein selbst beschreibt diesen Weg mit bemerkenswert warmen Worten: Aus einer Mannschaft sei eine Familie geworden.

Auch sportlich setzte das Trainerduo deutliche Zeichen. Bereits im ersten Jahr wurde der TSV Herbstmeister und schaffte anschließend den Aufstieg in die Kreisliga A Waldeck. Dort behaupteten sich die Schwarz-Weißen in der folgenden Spielzeit mit einem soliden achten Platz. Für einen Verein, der sich kurz zuvor erst neu aufgestellt hatte, war das ein beachtlicher Beleg für Stabilität.

„Für immer Vöhler Jungs.“

Doch in Vöhl wird der Wert dieser Ära nicht allein an Tabellenplätzen gemessen. Der Klub verweist vielmehr auf das, was Eisenmann und Bock hinterlassen: Leidenschaft, Zusammenhalt und eine Mannschaft, die inzwischen auf eigenen Beinen steht. Insgesamt 32 Siege feierte der TSV unter dem Duo. Hinzu kommt ein Prestigeaspekt, der im Dorf- und Amateurfußball nicht unterschätzt werden darf: Unter Eisenmann und Bock blieb Vöhl unangefochtener Derbysieger.

Der Abschied fällt entsprechend emotional aus. „Danke für zwei unglaublich schöne Jahre und alles, was ihr für uns, den Verein und den Ort getan habt“, schreibt der TSV. Es ist ein Dank an zwei Trainer, die weit mehr waren als sportliche Verantwortliche. Sie waren Begleiter eines Neustarts, Moderatoren eines Umbruchs und Identifikationsfiguren in einer Phase, in der der Verein Halt und Richtung brauchte.

Für Oliver Eisenmann und Sebastian Bock endet damit ein Kapitel, das beim TSV Vöhl in Erinnerung bleiben dürfte. Nicht nur wegen des Aufstiegs, nicht nur wegen der Siege, sondern wegen des Gefühls, das sie in der Mannschaft hinterlassen haben. Der Verein fasst es in einem Satz zusammen, der nach Abschied klingt – aber auch nach Zugehörigkeit: „Für immer Vöhler Jungs.“