
Der TSV Emmering verspielt erneut zahlreiche Torchancen gegen Ostermünchen. Die Niederlage verschärft die Abstiegsnot des Schlusslichts drastisch.
Woche für Woche laufen die Spiele für den TSV Emmering in dieser Spielzeit fast gleich ab. Die Kreisliga-Mannschaft von Trainer Elvis Nurikic erspielt sich viele Torchancen, nutzt diese nicht und wird am Ende dafür bestraft. Dadurch ähnelt Emmering im übertragenen Sinne Bill Murray, der im Film „Groundhog Day“ („Täglich grüßt das Murmeltier“) denselben Tag immer wieder von vorn erlebt.
Es ist brutal ärgerlich. Heute hat es am Chancenwucher gelegen.
Emmerings Coach Elvis Nurikic
Im Nachgespräch ist Nurikic der Unglaube über den Spielverlauf und das Derby-Ergebnis von 0:2 vor gut 300 Zuschauern gegen den SV Ostermünchen deutlich anzuhören: „Es ist brutal ärgerlich. Wir müssen nach 30 Sekunden das 1:0 machen. Wir müssen nach fünf Minuten das 2:0 machen. Zweimal stehen wir frei im Fünfmeterraum, stoppen aber den Ball und machen nicht mit dem ersten Kontakt das Tor.“
Die größte Möglichkeit zum Führungstreffer hatte Emmering nach dem Seitenwechsel. In der 50. Minute verschoss Michael Niedermaier aber einen Strafstoß. „Wir haben trotzdem weitergemacht und hatten weitere gute Chancen“, so Nurikic. Als Emmering tatsächlich ein Tor schoss, wurde es aufgrund einer Abseitsposition aberkannt, was an Ironie des Schicksals grenzt. „Heute hat es am Chancenwucher gelegen“, weiß der Coach.
Das Abstiegsgespenst kroch im Pfarrbachstadion langsam näher und packte Emmering in der 80. Minute fest in seinen Würgegriff. Bei einer Rettungsaktion fällte Torhüter Andreas Kleingütl den aus abseitsverdächtiger Position durchgebrochenen SVO-Stürmer, woraufhin Schiedsrichter Thomas Wagner sofort auf den Punkt zeigte. Jonas Hintermayer verwandelte eiskalt. Nur eine Zeigerumdrehung später schlug Hintermayer erneut zu und konnte nach Querpass ins leere Tor einschieben (81.).
Ostermünchen vergrößerte mit nun 18 Punkten den Abstand zu Emmering, das mittlerweile leicht abgeschlagen Letzter ist, auf zehn Zähler. „Es ist ärgerlich. Dennoch müssen wir uns aufrappeln und im Training Gas geben. Ich weiß, dass es sich von Woche zu Woche gleich anhört. Aber im Fußball ist es so: Irgendwann wird der belohnt, der arbeitet und Gas gibt. Ich bin mir sicher, dass wir den Hebel umlegen können, wenn die Mannschaft ein Erfolgserlebnis hat“, so Nurikic, der alles dafür tut, um das Murmeltier aus Emmering zu vertreiben.