
Der Dreikampf an der Spitze der Kreisliga Harburg bleibt ein Fernduell, weil die Kontrahenten teilweise vier bestrittene Spiele trennt. Der VfL Maschen setzt am Sonntagabend ein Ausrufezeichen, steht aber vor einem Mammutprogramm. Während der FC Este 2012 im Derby vom TSV Elstorf II geärgert wird, trotzt Luhdorf-Roydorf einem Horror-Start.
Der TV Welle packt sich einen Punkt auf das Konto, um die Abstiegsränge auf Distanz zu halten. Nachdem Marcel Albert die Gastgeber in Führung beförderte (22.), hätte der TVW vermutlich gerne die volle Punktausbeute zu Hause behalten. Schließlich gelang es Holvede durch Malte Weitendorf auszugleichen (65.).
Zweiter Sieg am Stück - und wieder ist Samuel Demir Salzhausens Matchwinner. Nachdem das Publikum lange keine Treffer geboten bekam, legte zunächst noch der TSV Auetal durch Leon Ahrens vor (60.). Anschließend gelang es dem Tabellenletzten die Partie aber noch zu drehen: Demir glich erst aus (79.) und markierte in der Nachspielzeit noch den 2:1-Siegtreffer (90.+4). SaGa verkürzt damit den Rückstand auf das rettende Ufer und verschärft die Abstiegssorgen der Konkurrenz.
Der VfL Maschen setzt ein Ausrufezeichen und weist Winsen/Luhe in die Schranken. Die Hausherren legten durch Philip Hermsdorf vor (36.) und machten nach dem Seitenwechsel mit drei schnellen Treffern alles klar. Maschen hat damit die Tabellenführung bei vier ausstehenden Nachholspielen gegenüber dem FC Este 2012 in der eigenen Hand. Allerdings muss der VfL dafür auch das Mammutprogramm von neun Pflichtspielen in nur vier Wochen meistern.
Dass der FC Rosengarten die drei Punkte vom Sieg gegen den TSV Heidenau aberkannt bekommen hat, verbesserte die Ausgangslage des FCR im Tabellenkeller nicht zwingend. Umso wichtiger war es, dass die Gastgeber am Lerchenweg ihr Heimspiel gegen den Buchholzer FC II für sich entschieden. Moritz Haase erzielte den entscheidenden Treffer des Nachmittags (22.), eine Ampelkarte gegen Oliver Baumann half Rosengarten zusätzlich (63.).
Eigentlich hätte die Partie schon nach wenigen Minuten zu Gunsten der Nenndorfer entschieden sein müssen. Denn nachdem die Luhdorfer zu einer Notbremse griffen (4.), verwandelte Steffen Albers den fälligen Elfmeter (6.). Stattdessen arbeiteten sich die Hausherren mühevoll in die Partie und glichen durch Cedric Schulenburg kurz vor der Pause aus (40.).
Das Blatt wendete sich dann komplett, als sich die Nenndorfer selbst einen Platzverweis einhandelten (54.) und Kjell Meyer den Tabellenzweiten wenig später in Führung beförderte (60.). In der Schlussphase schraubte der MTV den Vorsprung durch Leonard Clauer (74.), und Dreierpacker Meyer (81., 89.) noch in die Höhe.
MTV-Trainer Michael Arndt: "Ein Spiel kann wirklich kaum schlechter beginnen: Zunächst müssen wir gleich zehn (!) Spieler ersetzen und dann liegen wir nach wenigen Minuten per Elfmeter samt Platzverweis mit 0:1 zurück Nenndorf versuchte uns mit viel Lautstärke, Hektik und langen Bällen weiter zu verunsichern. Man muss unsere Mannschaft aber loben, dass sie trotz Unterzahl die eigene Marschroute beibehielt. Die Gäste wurden in intensive Laufarbeit gezwungen. Nach einer halben Stunde hatte sich dies ausgezahlt. Es war kein personeller Unterschied mehr erkennbar. Ein herrlicher Spielzug, der Volley abgeschlossen wurde, führte zum Ausgleich. Dies kam sowohl in der Art und Weise als auch zeitlich für uns ideal. Ein erkennbarer Wirkungstreffer. Unserer Mannschaft gab das für die zweite Hälfte richtig Wind unter die Flügel. Die Führung lag schnell in der Luft. Als sich dann die Gäste auch einen Platzverweis einhandelten, konnten wir zulegen und uns im Ergebnis verdient absetzen."
Die SG Scharmbeck-Pattensen/Ashausen erarbeitete sich zwei Zwei-Tore-Führungen, muss sich am Ende aber doch mit einer Punkteteilung begnügen. Denn der TSV Heidenau bewies in der Schlussphase Moral und kam in der letzten Minute durch Tjark Oelkers noch zum Ausgleich (90.). Damit bleiben die Heidenauer in der Tabelle Punk
Der Tabellenführer legte nach einem ruhenden Ball durch Felix Vomhof vor (16.), im zweiten Durchgang kamen die Elstorfer durch einen Treffer von Kevin Machado aus dem Gewühl zurück (59.). Daraufhin entfachte ein umkämpfter zweiter Durchgang, bei dem Ali Hamze an der Führung schnupperte, Torhüter Özgür Kiziltas aber auch einen TSV-Hochkaräter entschärfte.
FCE-Teammanager Sven Timmermann: „Wir haben zehn Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Nach dem Ausgleich war viel Derbycharakter dabei, aber kein fußballerisch schönes Spiel. Beide hatten die Möglichkeiten, auch den Dreier mitzunehmen. Deswegen ist es am Ende ein gerechtes Unentschieden, mit dem wir leben müssen.“