
Der 1. FC Wunstorf ist im Viertelfinale des Bezirkspokals Hannover ausgeschieden. Beim FC Bad Pyrmont Hagen unterlag der Landesligist nach einem 2:2 in der regulären Spielzeit mit 5:7 im Elfmeterschießen. Der Bezirksligist warf damit nach dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide den nächsten Landesligisten aus dem Wettbewerb.
Wunstorf startete stark in die Partie und ging früh in Führung. Bereits in der vierten Minute traf Halil Aydemir zum 1:0. Auch danach blieb die Mannschaft spielbestimmend und kontrollierte das Geschehen.
„Mit zunehmender Spieldauer wurde Bad Pyrmont jedoch immer stärker. Sie haben uns mutig angelaufen, mit hoher Intensität und großer Leidenschaft agiert, genau die Tugenden, die man in einem Pokalspiel erwarten muss, als die im Vorfeld favorisierte Mannschaft“, erklärte Trainer Naim Gasmi. „In dieser Phase haben wir es verpasst, unser Spiel anzupassen. Statt in bestimmten Situationen pragmatisch zu agieren und den Ball auch einmal konsequent aus der Gefahrenzone zu bringen, wollten wir zu oft spielerische Lösungen finden. So entstand dann auch der 1:1-Ausgleich in der 31. Minute nach einem Fehler im Aufbauspiel.“
Kurz vor der Pause geriet Wunstorf nach einem Standard in Rückstand. „Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir lieber in Schönheit sterben, als situativ das Ding einfach mal zu klären, um sich neu zu organisieren bzw. zu sortieren“, sagte Gasmi, der aus familiären Gründen von Co-Trainer Maik Seizinger vertreten wurde und während der Partie im Austausch mit dem Team stand. Nach dem Seitenwechsel kam Wunstorf in der 76. Minute durch Kris-Lennart Müller zum Ausgleich. Weitere Chancen blieben ungenutzt.
Im Elfmeterschießen zeigte sich Bad Pyrmont nervenstark. Während die Gastgeber alle Versuche verwandelten, scheiterte Wunstorf direkt zu Beginn. Torhüter Justus Repschlaeger setzte schließlich selbst den entscheidenden Treffer zum 7:5 und sicherte seinem Team den Einzug ins Halbfinale.
Gasmi beschrieb die Gefühlslage nach dem Spiel. „Natürlich ist die Enttäuschung brutal groß, da wir gerne den Einzug ins Halbfinale geschafft hätten. Dennoch gilt es jetzt, das Spiel sauber zu analysieren, die richtigen Schlüsse zu ziehen und aus den Fehlern zu lernen.“
Auch auf Seiten der Gastgeber wurde die Leistung eingeordnet. Trainer Philipp Gasde erklärte auf der Webseite des FC Bad Pyrmont Hagen: „Das war heute genau die Leistung, die wir sehen wollen. Wir haben gegen einen sehr starken Gegner gespielt und über 90 Minuten absolut auf Augenhöhe agiert.“ Zudem betonte er: „Jeder hat für den anderen gearbeitet, wir waren präsent, mutig und haben uns den Einzug ins Halbfinale absolut verdient.“