
Am Sonntagnachmittag gastierte der SV Neubörger bei bestem Wetter, vollen Rängen und schwierigen Platzverhältnissen in Herbrum.
Schon in der 6. Minute verhinderte Keeper Bernd Horstmann den frühen Rückstand, als er im Eins-gegen-Eins stark parierte. Insgesamt hatte jedoch Neubörger die Spielkontrolle und verbuchte bereits nach wenigen Minuten vier Eckbälle. In der 12. Minute setzte Paul Hermes mit einem langen Ball Matthias Wessels Fischer in Szene. Der drehte sich geschickt im Strafraum und vollendete zur verdienten Führung. Kurz darauf hatte Jonas Korte zweimal die Chance zum 2:0: Erst scheiterte er an der Latte (17.), dann am glänzend reagierenden Torhüter (27.).
Herbrum meldete sich in der 32. Minute zurück, als ein Freistoß erst im Nachfassen von Horstmann entschärft wurde – ein kurzer Schreckmoment für die zahlreichen mitgereisten Fans. Die größte Chance zum Ausgleich bot sich den Gastgebern in der 41. Minute: Nach einem Foul von Tim van den Berg gab es Strafstoß. Doch Horstmann bestätigte einmal mehr seinen Ruf als Elfmeterkiller und parierte gegen Dominik Ahlers. Der Nachschuss knallte an die Latte.
Nach der Pause traf zunächst Herbrum selbst die Latte (49.), ehe Neubörger wieder das Kommando übernahm. In der 52. Minute erhöhte Wessels Fischer nach starker Vorarbeit von Kouassi auf 2:0. Nur acht Minuten später folgte die Vorentscheidung: Torwart Florian Ahlers sah nach einem Foul an Wessels Fischer als letzter Mann die Rote Karte. Dass die verwirrenden Platzmarkierungen dabei wohl eine Rolle spielten, wie Herbrums Trainer Kempf später erklärte, machte die Situation nicht weniger bitter für die Gastgeber.
Neubörger nutzte die Überzahl sofort: Moritz Kerßens traf in der 66. Minute zum 3:0 nach Zuspiel von Wessels Fischer. In der Nachspielzeit hatte Kerßens noch die Möglichkeit zum vierten Treffer, verfehlte das Tor jedoch knapp.
Mit dem souveränen Auswärtssieg bleibt der SV Neubörger Tabellenführer. Schon am Freitag (19:30 Uhr) wartet mit Eisten-Hüven das nächste Topspiel.