2026-01-09T09:36:09.492Z

Allgemeines
Florian Baumgartl wurde mit überwältigender Mehrheit zum Trainer des Jahres gewählt.
Florian Baumgartl wurde mit überwältigender Mehrheit zum Trainer des Jahres gewählt. – Foto: Charly Becherer

Elf des Jahres: Teisbach meisterlich, Baumgartl und Meindl überragen

Elf des Jahres der Bezirksliga West: Champion stellt drei Spieler und den Trainer

Traditionell haben die Verantwortlichen der Vereine in der Bezirksliga West auch am Ende der abgelaufenen Saison die FuPa-Elf des Jahres gewählt. Wenig überraschend dominiert dabei dieses Mal der FC Teisbach das Bild: mit Goalgetter Lukas Meindl und Trainer Florian Baumgartl, die jeweils herausragende 13 Stimmen sammeln konnten, sowie Torwart-Routinier Markus Vesely und Kapitän Franz Gruber haben es gleich vier Vertreter des Meisters in die erlesene Auswahl geschafft. Von den restlichen zehn Akteuren schaffte überraschenderweise keiner ein zweistelliges Ergebnis.

Tor

Markus Vesely (FC Teisbach): Wenn dem damals noch 37-Jährigen im vergangenen Sommer jemand gesagt hätte, dass er auf seine alten Tage noch einmal Bezirksliga-Meister wird und in die Landesliga aufsteigt, dann wäre er von Markus Vesely wohl für verrückt erklärt worden. Die Nominierung in die FuPa-Elf des Jahres ist nun die Kirsche auf der Sahnetorte, aber auch mehr als verdient. Unter anderem mit zwei gehaltenen Elfmetern und sogar einer Torvorlage hatte der vor der Saison reaktivierte Oldie großen Anteil am Teisbacher Titelgewinn. Die Rückkehr aus der Fußball-Rente hat sich für ihn also in jeder Hinsicht ausgezahlt.


Markus Vesely erlebt beim FC Teisbach seinen x-ten Frühling.
Markus Vesely erlebt beim FC Teisbach seinen x-ten Frühling. – Foto: Charly Becherer

Abwehr

Christoph Blabl (TSV Langquaid): Zum zweiten Mal in Folge schaffte der Abwehrhüne des TSV Langquaid den Sprung in die FuPa-Elf des Jahres. In der ansonsten von vielen Verletzungen geplagten Saison des Tabellenvierten absolvierte er 28 von 30 möglichen Partien und war der gewohnte Fels in der Langquaider Brandung.


David Löffler (TV Schierling):
Nach einem Ende 2023 erlittenen Kreuzbandriss brauchte David Löffler keine lange Anlaufzeit und avancierte nach seinem Wechsel von der SpVgg Landshut auf Anhieb zum Abwehrchef beim TV Schierling, der in der abgelaufenen Runde die zweitbeste Defensive der Liga stellte. Zudem strahlte der ehemalige Nachwuchskicker des SSV Jahn Regensburg auch offensiv viel Gefahr aus und trug sich acht Mal in die Torschützenliste ein. In der kommenden Saison wagt der 22-Jährige den Sprung in die Regionalliga Bayern zur SpVgg Hankofen-Hailing.


David Eichinger (SV Neufraunhofen):
Lediglich 37 Minuten verpasste der Dauerbrenner des SV Neufraunhofen in der vergangenen Saison und konnte dabei durchwegs überzeugen. Nicht nur, weil der Tabellendritte mit 36 Gegentreffern die beste Abwehr der Liga stellte, sondern auch weil der groß gewachsene Verteidiger selbst auch fünf Mal einnetzen konnte. An ihm lag es wahrlich nicht, dass die Rückkehr in die Landesliga letztlich nur ein Traum blieb.



Mittelfeld

Felix Heudecker (TuS Pfarrkirchen): Nach der überragenden Saison 2023/24 konnte Felix Heudecker die hohen Erwartungen in dieser Spielzeit erneut erfüllen. Der extrem dynamische Flügelspieler konnte seine Torausbeute sogar um einen Treffer steigern und war mit 15 Einschüssen und sechs Vorlagen mit Abstand der Topscorer seines Teams. Der Lohn dafür ist die zweite Nominierung in Folge für die FuPa-Elf des Jahres.



Franz Gruber (FC Teisbach):
Das Urgestein ist unbestritten der Anführer schlechthin beim FC Teisbach. Als Vize-Kapitän rackert der mittlerweile 28-Jährige wie eh und je und führte seine Truppe mit acht Toren und ebenso vielen Assists zur Meisterschaft. Auch er wurde zum zweiten Mal in Serie in die Elf des Jahres gewählt.


Haris Sistek (ASCK Simbach):
Der Dritte im Bunde, der auch schon im Vorjahr in der Auswahl stand, ist Haris Sistek. Der Edeltechniker mit dem feinen linken Füßchen kämpfte mit dem ASCK Simbach bis zum Schluss gegen den Abstieg. Umso beeindruckender ist seine Bilanz mit 15 Toren und elf Assists. Zudem feierte der 31-Jährige in der Halle mit den Young Boys Balkan den Aufstieg in die Futsal-Bundesliga.


Nico Pollmann (ATSV Kelheim):
Das einzige "frische" Gesicht im Mittelfeld der Elf des Jahres, allerdings nur im Vergleich zum Vorjahr. Denn 2023 wurde Nico Pollmann schon einmal nominiert. Beim Tabellenfünften war er mit 13 Treffern neben Kamil Hein der überragende Mann in der Offensive.


Angriff

Stefan Haas (SV Neufraunhofen): In der Chronik des SV Neufraunhofen hat Stefan Haas seit dem 22. Juli 2023 einen Platz für die Ewigkeit sicher, denn damals erzielte er das erste Landesligator der Vereinsgeschichte. Aber auch in dieser Spielzeit stellte der sympathische Glatzkopf seine Bedeutung unter Beweis und war mit 17 Treffern der Toptorjäger beim SVN.


Lukas Meindl (FC Teisbach):
Der tragische Held in der Teisbacher Erfolgsgeschichte. Mit 24 Treffern und elf Vorlagen der überragende Mann in der Offensive des Meisters. Mitte April zog sich der 22-Jährige allerdings einen Kreuzbandriss zu und war daher im Saisonendspurt zum Zuschauen verdammt. Die Nominierung in die FuPa-Elf des Jahres dürfte ihm die Leidenszeit aber vielleicht etwas versüßen und den nötigen Schub für die Rekonvaleszenz geben. Schließlich wartet auf den FCT die erste Landesliga-Saison der Vereinsgeschichte.


Tobias Lieb (FC-DJK Simbach):
Im Schatten von so namhaften Torjägern wie Manfred Gröber oder Christian Brandl hat sich Tobias Lieb in der abgelaufenen Spielzeit in den Vordergrund gespielt. Seit Jahren ist der bullige Angreifer der Torgarant schlechthin beim FC-DJK Simbach. Im Vergleich zu seiner ersten Bezirksliga-Saison 2022/23 konnte der 25-Jährige seine Ausbeute nun sogar verdoppeln und hatte mit 15 Einschüssen und ebenso vielen Assists entscheidenden Anteil am Klassenerhalt.



Trainer

Florian Baumgartl (FC Teisbach, 13): Zweifellos der Vater des Teisbacher Erfolgs. Mit seiner bodenständigen und sachlichen Art passt Florian Baumgartl perfekt zum Klub und hat aus einer Mannschaft, die im Vorjahr noch gegen den Abstieg gekämpft hatte, eine absolute Topmannschaft geformt. 2022 und 2023 hat der frühere Bayernliga-Coach der SpVgg Landshut mit dem FC Dingolfing zweimal in der Relegation den Aufstieg in die Landesliga denkbar knapp verpasst. Dafür hat er nun den Stadtrivalen erstmals in selbige geführt und sich damit selbst ein Denkmal gesetzt.

Aufrufe: 012.6.2025, 17:30 Uhr
Tobias WittenzellnerAutor