2024-05-24T11:28:31.627Z

Spielbericht

"El Gordo" trifft dreifach

Zum Auftakt der Rückrunde gibt der SV „Benningerberg“ eine deutliche Führung in letzter Minute noch aus der Hand. Ein Dreierpack von Christopher Gordy reicht nach umkämpfter Partie nicht zum Sieg.

Nach einer Vorbereitung, die zur vollsten Zufriedenheit von Coach Marco Weber stets mit hoher Intensität absolviert wurde, war der SVM gewillt, direkt mit einem Sieg in die zweite Halbserie zu starten.

So ging man mit hohem Pressing in die Partie und von Beginn an keinem Zweikampf aus dem Weg. Nachdem eine starke Parade von Torhüter Christoph Nadler zu einem Eckball geführt hatte, verletzte sich Torjäger Florian Schuster am Kopf und agierte fortan mit einem Turban im eleganten Benningen-Blau. Die Sorge der Fans ob der Verletzung wich nur wenig später dem Staunen, denn nach einer Viertelstunde begann die große Gordy-Show.

Als dem Mittelfeldregisseur im rechten Halbfeld zu viel Platz gewährt wurde, schlenzte er den Ball überlegt an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Nur wenige Zeigerumdrehungen später trat „El Gordo“ zum Eckstoß an: mit viel Effet getreten schlug das Spielgerät unhaltbar im Kreuzeck ein. Und als man schon dachte, es könne kaum noch schöner werden, fasste er sich bei einem Freistoß aus rund 25 Metern ein Herz und platzierte den Ball unhaltbar unter der Latte. Innerhalb von 14 Minuten hatte Christopher Gordy damit nicht nur sein Team mit drei Toren in Front gebracht, sondern auch seinen persönlichen Trefferrekord in einer Saison egalisiert.

Doch nach dieser rauschhaften Phase im Spiel kam die Ernüchterung. Ein Treffer von Florian Schuster fand auf Grund einer vermeintlichen Abseitsstellung keine Anerkennung, Matthias Müller versagten frei vor dem Tor die Nerven. Kurz darauf traf der Gast nach einem schnellen Konter zum Anschlusstreffer, und der Memmingerberger Hattrick-Hero musste verletzt das Spielfeld verlassen. Mit dem Halbzeitpfiff dann erneut eine Unachtsamkeit in der Abwehr der Heimelf, und die Gäste verkürzten den Rückstand.

So war der Vorsprung zur Pause bereits bis auf einen Treffer geschmolzen. Die zweite Halbzeit mutierte dann zur Abwehrschlacht – mit allen Mitteln verteidigte man das Tor vor den wütenden Legauer Angriffen. Auch die eingewechselten Michael Schulz und Debütant Babucarr Cham konnten in der Offensive nicht mehr für nennenswerte Entlastung sorgen. So kam es, wie es kommen musste. Es lief bereits die Nachspielzeit, als nach einem Gestocher im heimischen Strafraum ein Gegner an den Ball kam und diesen ins Netz bugsierte.

Ein bitteres Ende für eine Partie, die so schön gestartet war. Auf die Leistung in der ersten Halbzeit lässt sich aber durchaus aufbauen: und schon nächste Woche kann das Team beweisen, dass es auch zum Siegen in der Lage ist.

Aufrufe: 026.3.2024, 08:21 Uhr
Matthias MüllerAutor