
Die SG Türkischer SV Düren hat es geschafft. Mit einem 4:2-Sieg über den SC Kreuzau wurde der Meistertitel in der Fußball-Bezirksliga 3 und damit der Aufstieg in die Landesliga sichergestellt. Nach 57 Jahren ist dies dem TSV zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gelungen. Die Freude war nach Abpfiff groß.
Ein Erfolg über Kreuzau war notwendig, da zur gleichen Zeit der Verfolger, der SV Lövenich/Widdersdorf, seine Partie gegen den SV Weiden siegreich gestalten konnte (5:1). Kreuzau war für den TSV eine harte Nuss. Das Team von Olaf Ramm kämpfte wie die Löwen, als ginge es selbst um den Meistertitel.
In den vergangenen Spielen kassierte der Spitzenreiter meist ein frühes Gegentor. Diesmal half den Hausherren die Latte. Nach einer Ecke köpfte Kreuzaus Jannis Becker den Ball gegen das Aluminium. Viele Torchancen gab es in Abschnitt eins nicht zu verzeichnen. Der TSV versuchte es zweimal, die Schüsse gingen aber links am Tor vorbei.
Auf der anderen Seite machten es die Gäste besser. Nach einem Freistoß köpfte Becker die Gäste im Fallen in Führung (40.). Mit dem 0:1 ging es in die Kabinen, da Kreuzaus Keeper Steffen Wirtz aus Nahdistanz einen starken Reflex gegen Tugay Temel zeigte. „Ich habe meinen Jungs gesagt, dass wir unseren Plan nicht verlieren und die Ordnung behalten sollen“, mahnte TSV-Coach Yunus Kocak zu geduldigem Fußball.
Auf der anderen Seite gab Coach Ramm mit auf den Weg, alles beizubehalten: „Wir haben leider in der zweiten Hälfte zu viel reagiert. Es ist richtig ärgerlich, denn die Gegentore sind zu billig gefallen. Glückwunsch an den TSV, es war verdient.“
Nach einer Ecke kam Daniel Bleja vor Keeper Wirtz an den Ball, Mahmut Temür konnte im Nachsetzen den Ausgleich erzielen (53.). Vier glückliche Minuten ebneten in der Folge dem TSV Düren den Weg zum Meistertitel.
Nach einem Pass der Hausherren bugsierte Andreas Fuchs aus rund 20 Metern den Ball unhaltbar ins eigene Netz (58.). Wenige Zeigerumdrehungen später überlupfte Marco Leisten TSV-Keeper Kaan Gökcesin. Der Ball wäre ohne weitere Berührung ins Tor gegangen. Amsal Kartalovic gab ihm aber mit dem Fuß noch einen letzten Schubser. Da er aber im Abseits positioniert war, zählte der Treffer nicht.
„Das Glück, was die Saison über nicht da war, hatten wir heute“, wusste Kocak die Situationen einzuordnen. Mit dem dritten und vierten Tor – Temel und Koray Örgün trafen kurz hintereinander (69., 70.) – war die Entscheidung gefallen. Becker verwandelte für Kreuzau noch einen Foulelfmeter zum 4:2-Endstand (77.).
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