
Die rettenden Punkte zum Klassenerhalt wollen einfach nicht gelingen. Im Nachholspiel am Mittwochabend gegen den FSV Pfaffenhofen zeigte der SC Oberweikertshofen vor 100 Zuschauern erneut zwei Gesichter. Eine Halbzeit lang bot die Mannschaft nach dem Rücktritt von Trainer Florian Hönisch und unter der Führung von Trainer Dominik Widemann eine passable Leistung. Im zweiten Durchgang jedoch präsentierte sich das Team wie ein Absteiger. Am Ende stand im heimischen Waldstadion eine 1:4 Pleite zu Buche.
Zeigte sich Widemann mit den ersten 45 Minuten aber noch zufrieden, als die Seiten beim Stande von 1:1 gewechselt wurden, so konnte auch er sich nach den 90 Minuten nicht erklären, wieso die Mannschaft in der zweiten Halbzeit komplett auseinander fiel. „Dabei hatten wir uns in der Pause noch eingeschworen und uns gegenseitig heiß gemacht: Da geht noch was. Ich wäre ja schon mit einem Punkt zufrieden gewesen. So haben wir jetzt noch drei echte Endspiele vor uns.“
Auch im Umfeld der Mannschaft rumort es gewaltig. Im Waldstadion sprach sich herum, dass mit Matija Radonjic und Antonios Masmanidis zwei Spieler aus disziplinarischen Gründen vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen wurden. Torwart Robin Scheurer, der kurzfristig aus Aindling geholt wurde, um mit seiner Erfahrung der Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt den nötigen Rückhalt zu geben, erwies sich als nicht so wirkliche Verstärkung. Gegen Pfaffenhofen durfte wieder Marco Dzwonik zwischen die Pfosten. Doch auch er erwischte nicht seinen besten Tag.
Bis zum mit 0:1 durch Maximilian Siebald in der 34. bot der SCO nicht nur ein Spiel auf Augenhöhe, sondern hatte auch mehr Spielanteile. So gesehen stellte der Rückstand den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf. Zum Glück für den SCO gelang Bohdan Andrusyk mit einem Kopfball nach einem Freistoß von Javin Bolte der zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:1 Ausgleich.
Doch was sich dann in den zweiten 45 Minuten auf dem Platz abspielte, erzeugte bei den Anhängern ungläubiges Kopfschütteln. Durch eklatante Fehler der SCO-Hintermannschaft gelang Pfaffenhofen mit einem Doppelschlag von Gabriel Hasenbichler und zwei Minuten später von Michael Senger die Entscheidung.
Von den beiden Gegentoren erholte sich die Widemann-Elf nicht mehr. Planlos und konfus wehrte man sich zwar, aber nach vorne ging nichts wirklich mehr. Im Gegenteil: Nach dem vierten Gegentor durch Luka Brudtloff stand schon nach knapp 70 die nächste Heimpleite des SC Oberweikertshofen fest.