2026-03-05T07:49:35.839Z

Allgemeines

Eiskalte Kilianer entführen verdient drei Punkte beim PSV

von Olaf Wegerich · Heute, 20:48 Uhr · 0 Leser
Marc Schwabe (Kilia Kiel), hier von geart Latifi (PSV Neumünster) gestellt, gelang das wichtige Führungstor.
Marc Schwabe (Kilia Kiel), hier von geart Latifi (PSV Neumünster) gestellt, gelang das wichtige Führungstor. – Foto: © 2026 Olaf Wegerich

Bitterer Rückschlag für den PSV Neumünster. Im Heimspiel gegen den amtierenden Meister FC Kilia Kiel mussten die Schwalestädter vor 280 Zuschauern eine verdiente 0:2 (0:1)-Heimniederlage hinnehmen.

Für die Mannschaft von Trainer Nicola Soranno, die im dritten Spiel des neuen Jahres ihren ersten Sieg einfahren konnte, trafen Marc Schwabe (30.) und Joshua Nwokoma (75.).
Die Gastgeber kassieren damit ihre vierte Heimpleite, bleiben jedoch weiterhin auf Platz acht. Kilia bleibt Fünfter, konnte durch den dritten Auswärtssieg aber den Rückstand auf den Heider SV auf fünf Punkte verkürzen – zudem stehen noch zwei Nachholspiele aus.

Personalsituation

Die Gastgeber mussten auf die angeschlagenen Tom Zarpe, Marvin Ehlert, Fyn Claasen und Grady Zinkondo verzichten. Bei Kilia fehlte Drilon Trepca, dem nach seiner Roten Karte aus dem Spiel gegen den SV Eichede vom Verband eine Sperre von drei Spielen auferlegt wurde.

Gute Chancen für den PSV zu Beginn

Bei besten äußeren Bedingungen wirkten die Gastgeber zunächst sehr entschlossen. Nach einem Eckball von Nils Drauschke setzte Jesper Tiedemann den Ball an die Latte – die erste große Gelegenheit der Partie.

Kurz darauf musste Kilia-Torhüter Tom Pachulski bei einem platzierten Flachschuss von Drauschke abtauchen, um die mögliche Führung der Gastgeber zu verhindern.

Meico Werner (PSV Neumünster) bedrängt  Luca Senger (Kilia Kiel).
Meico Werner (PSV Neumünster) bedrängt Luca Senger (Kilia Kiel). – Foto: © 2026 Olaf Wegerich

Nach den stürmischen Anfangsminuten beruhigte sich das Spiel zunehmend. Beiden Mannschaften war die fehlende Spielpraxis anzumerken. Durchdachte Angriffe waren selten, vieles spielte sich im Mittelfeld ab.

Kilia schlägt eiskalt zu

Die Gäste überzeugten in dieser Phase vor allem durch kompakte Abwehrarbeit. Zwar hatten sie viel Ballbesitz, schafften es aber zunächst ebenso selten wie der PSV, gefährlich vor das Tor zu kommen.

Dann schlugen die Kilianer plötzlich eiskalt zu: Jeppe Waschko setzte sich auf dem linken Flügel durch und passte flach ins Zentrum, wo Schwabe (30.) sich gegen Geart Latifi behauptete und aus wenigen Metern zur Führung einschob.

PSV bemüht, aber zu ungenau

Nach dem Rückstand intensivierten die Gastgeber ihre Bemühungen, agierten jedoch häufig zu unsauber. Die beste Möglichkeit blieb ein halbhoher Schuss von Drauschke (38.), den Pachulski problemlos parieren konnte.

In der Pause mussten die Gastgeber umstellen, nachdem Innenverteidiger Marvin Ehlert, der bereits vor der Partie über muskuläre Probleme geklagt hatte, nicht weiterspielen konnte.

Entscheidung in der Schlussphase

Außer einem zu zentral angesetzten Flachschuss von Timo Barendt kurz nach der Pause, den Pachulski im Nachfassen entschärfte, kamen die engagierten Gastgeber kaum noch gefährlich vor das Tor.

Philipp Spohn (Kilia Kiel) klärt vor Youssef Bouzoumita (PSV Neumünster.
Philipp Spohn (Kilia Kiel) klärt vor Youssef Bouzoumita (PSV Neumünster. – Foto: © 2026 Olaf Wegerich

Der amtierende Meister kontrollierte weiterhin das Spielgeschehen und ließ Ball und Gegner laufen. Ohne große Glanzpunkte setzte Kilia auf eine clevere Spielweise.

Nachdem Devran Boztepe (71.) frei vor dem Tor noch die Vorentscheidung vergab, machte es Joshua Nwokoma (75.) vier Minuten später besser: Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld tauchte er frei vor PSV-Torhüter Tilman Körtzinger auf und vollendete eiskalt zum 0:2. Mit viel Routine brachte Kilia den verdienten Auswärtssieg schließlich ungefährdet über die Zeit.

Stimmen zum Spiel


Nicola Soranno (Trainer Kilia Kiel)
Dennis Buthmann (Trainer PSV Neumünster)