„Aggressiv Leader“: Beim Derby in Hackenheim geraten Eintrachtler Niclas Mörbel (blaues Trikot) und Arash Sadeghi aneinander.
„Aggressiv Leader“: Beim Derby in Hackenheim geraten Eintrachtler Niclas Mörbel (blaues Trikot) und Arash Sadeghi aneinander. – Foto: Mario Luge

Eintracht wieder im Auswärtsmodus

Landesliga: Bad Kreuznacher reisen am Sonntag zum Vorletzten SG Rieschweiler +++ Personal-Puzzle

BAD KREUZNACH. Das jüngste 1:1 gegen den SV Hinterweidenthal war ein kleiner Rückschlag für die SG Eintracht. Mit einem Unentschieden daheim gegen den Tabellenzehnten kann der Spitzenreiter der Fußball-Landesliga West nicht zufrieden sein, auch wenn Coach Thorsten Effgen immer wieder betont, das so etwas „schon einmal passieren kann“. Stellt sich aber dennoch die Frage, warum seine junge Mannschaft sich daheim scheinbar so viel schwerer tut als auf fremdem Geläuf. „Sobald ich eine Antwort darauf habe, werde ich sie kundtun“, schmunzelt der Coach, der sich diese Tendenz nicht wirklich erklären kann.

Auf fremden Plätzen immer noch unbesiegt

Die Tabelle lügt nicht. Und in der Abrechnung zeigt sich nun mal, dass der „LaLiga“-Primus in der Heimwertung lediglich den siebten Platz einnimmt. 14 Punkte aus sieben Spielen: Das ist sicher nicht schlecht, aber ausbaufähig für ein echtes Spitzenteam. „Nach wenigen Partien ist das für mich aber auch gar nicht so aussagekräftig“, sagt Effgen. Eher ein Glücksfall ist dann allerdings der nächste Pflichtspieltermin für die Blau-Weißen. Am Sonntag geht es zur SG Rieschweiler (Anstoß um 15.15 Uhr) und damit (zum Glück) wieder auf einen fremden Rasen. Auswärts macht den Bad Kreuznachern schließlich so schnell keiner etwas vor, um dann mal die andere, glänzendere Seite der Medaille zu betrachten. Sieben Spiele ohne Niederlage, 17 Punkte – und damit drei mehr als im gleichen Zeitraum daheim. Punkt.

Thorsten Effgen wird nicht müde, sein Credo zu betonen: „Du kannst in dieser Landesliga-Saison wirklich gegen jeden verlieren.“ Auch gegen den Tabellenvorletzten? „Natürlich. Selbst bei der SG Rieschweiler wird Landesliga-Fußball gespielt.“ Auch wenn die letzten Ergebnisse bei 5:39 Treffern in den vorangegangenen sechs Niederlagen zumeist deutlich ausfielen. „Beim jüngsten 3:5 haben die Rieschweilerer doch gezeigt, dass sie noch Tore schießen können.“ Auf eigenem Platz spielte der Ex-Verbandsligist aus der Pfalz dennoch nicht gerade die Butter vom Brot, gewann in sieben Partien lediglich gegen den VfL Simmertal (2:0).

Die Personalplanung treibt Thorsten Effgen ein wenig Sorgenfalten auf die Stirn. Die Kreidler-Brothers werden nach dem intensiven vergangenen Wochenende ebenso ausfallen wie Berkan Celebi. Hinter dem Einsatz von Marc Nauth steht ein Fragezeichen, dazu kommen die Langzeitverletzten. Die Kaderplanung als Puzzlespiel. Effgen kommentiert‘s wie immer nüchtern: „Das kennen wir ja schon.“



Aufrufe: 018.11.2022, 14:30 Uhr
Mario LugeAutor