
Gegen den Vorjahres-Vizemeister der Thüringenliga unterlag die Eintracht knapp mit 2:3. Dabei zeigte Hildburghausen über weite Strecken eine ordentliche Leistung. Zwei Unachtsamkeiten und fehlende Abstimmung auf dem Platz machten letztlich den Unterschied.
Die erste richtig gefährliche Aktion gehörte anschließend dennoch den Gastgebern – und brachte gleich die Führung. Ali Imedashvili setzte sich im Strafraum stark durch und behauptete den Ball an der Außenlinie. Maxi Schneider blieb ebenfalls in Ballbesitz und legte für Kevin Roth auf. Der Hildburghäuser nahm aus rund 16 Metern Maß und zirkelte den Ball sehenswert ins obere linke Eck. 1:0 – ein Auftakt nach Maß.
Arnstadt zeigte sich davon allerdings wenig beeindruckt. Felix Schwerdt verpasste den schnellen Ausgleich zunächst per Kopf nur knapp. Wenig später machte es der Angreifer besser. Nach einem Fehlpass im Hildburghäuser Spielaufbau zog Schwerdt ab. Julius Geyling konnte den Aufsetzer zwar noch abwehren, gegen Patrick Hädrichs Nachschuss ins leere Tor war der Eintracht-Keeper jedoch machtlos.
Nach dem 1:1 übernahm Arnstadt zunehmend die Kontrolle. Nach einer halben Stunde hatte Hildburghausen Glück, als ein Freistoß der Gäste nicht konsequent geklärt wurde und ein Arnstädter plötzlich völlig frei vor dem Eintracht-Tor auftauchte. Nur wenig später wurde es erneut brenzlig. Ben-Luca Kunz kam frei vor Geyling zum Abschluss, setzte das Leder allerdings über die Querlatte. Hildburghausen hatte zu diesem Zeitpunkt kaum noch Entlastung und kam bis zur Pause zu keiner nennenswerten weiteren Torannäherung. So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen, obwohl Arnstadt nach dem Ausgleich das bessere und strukturiertere Spiel zeigte.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. Einen gut ausgespielten Angriff verlagerte Arnstadt auf die linke Seite. Die anschließende Hereingabe konnte Hildburghausen nicht verhindern. Ein Arnstädter ließ den Ball geschickt passieren, dahinter lauerte Felix Schwerdt und vollendete freistehend zur 2:1-Führung.
Der gleiche Spieler sorgte wenig später für die nächste kalte Dusche. Ein Missverständnis zwischen Jonas Treubig und Torwart Julius Geyling nutzte Schwerdt eiskalt aus. Der Arnstädter schnappte sich den Ball, steuerte auf das leere Tor zu und schob zum 3:1 ein.
Die Eintracht musste nun zwei Treffer aufholen, gab sich aber noch nicht geschlagen.
Nach einem Handspiel von Luka Scheuring im eigenen Strafraum zeigte Schiedsrichter Bohlig folgerichtig auf den Punkt. William Simon übernahm die Verantwortung und verwandelte den Handelfmeter sicher zum 2:3-Anschlusstreffer.
Damit war die Eintracht wieder im Spiel. Arnstadt zog sich jedoch nicht völlig zurück, sondern versuchte, den Ball möglichst weit vom eigenen Tor fernzuhalten. Das gelang den Gästen über weite Strecken gut. Hildburghausen fehlte in der Schlussphase die entscheidende Idee und der nötige Zug zum Tor.
Die letzte Möglichkeit bot sich dennoch in der siebten Minute der Nachspielzeit. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld rückten sämtliche Hildburghäuser Spieler nach vorne – inklusive Torwart Geyling. Sandro Eichhorn trat an, setzte den Ball jedoch über das Arnstädter Tor. Es war die letzte Chance auf den Ausgleich.
Kurz darauf war Schluss. Die Eintracht musste sich dem Thüringenligisten mit 2:3 geschlagen geben und verpasste damit die Wiederholung des Pokalerfolgs von vor zwei Jahren.
Noch bitterer als das Ausscheiden sind allerdings die Verletzungen von William Simon (Fuß), Tristan Rüffer (Knöchel) und Leandro Florschütz (Kopf), die den Pokalabend zusätzlich überschatten.