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Ligabericht

Eintracht mit 0:3 in die Wochen der Wahrheit

Bad Kreuznacher unterliegen nicht unerwartet beim TuS Mechtersheim +++ Gelb-rot gegen Blenske +++ Jetzt geht es hintereinander gegen die letzten Fünf

von Mario Luge · 04.04.2026, 18:35 Uhr · 0 Leser
Leo Blenske war der Eintracht-Pechvogel: Erst verursachte er den Strafstoß zum 0:3, dann flog er mit Gelb-rot vom Platz.
Leo Blenske war der Eintracht-Pechvogel: Erst verursachte er den Strafstoß zum 0:3, dann flog er mit Gelb-rot vom Platz. – Foto: Mario Luge

MECHTERSHEIM / BAD KREUZNACH. Nichts zu holen war für die Sportgemeinde Eintracht am Osterwochenende. Im Nachholspiel der Verbandsliga Südwest unterlagen die Bad Kreuznacher Fußballer beim TuS Mechtersheim mit 0:3 (0:2) Toren. Während der Spitzenreiter aus der Pfalz seinen Vorsprung auf Verfolger TB Jahn Zeiskam auf sieben Zähler schraubte, bleibt die SGE auf dem zehnten Tabellenplatz – zwei Punkte vor einem ersten möglichen Abstiegsrang. Neben den Punkten verloren die Gäste von der Nahe auch Leo Blenske, dem Schiedsrichter David Scherer (Mainz) nach 68 Minuten die Gelb-rote Karte zeigte. Es war bereits die zweite in dieser Saison für den SGE-Innenverteidiger.

Nach dem vorangegangen 2:1-Erfolg an der Marienborner Kirschhecke ging die Eintracht mit leeren Händen vom Platz an der Kirschenallee. Im Spiel beim Topfavoriten hingen die Trauben einfach zu hoch, um im Obst-Bild zu bleiben. „Es wären aber ehedem nur Bonuspunkte gewesen“, hatte Mario Spreitzer schon vor Anpfiff eingeordnet. Auch der Bad Kreuznacher Interimscoach weiß, dass die nötigen Punkte für den Klassenverbleib woanders geholt werden müssen. Und zwar schon in den nächsten fünf Wochen: In denen hat es der Traditionsklub von der Nahe mit dem SV Steinwenden (12., Heimspiel), SV Morlautern (14., Auswärtsspiel), VfB Bodenheim (16., A), FK Pirmasens (13., H) und TuS Steinbach (15., A) zu tun – und damit hintereinander mit den letzten fünf Mannschaften der Tabelle. Bevor es dann erneut gegen den TuS Mechtersheim geht, sollten die nötigen Voraussetzungen für den erneuten Verbandsliga-Verbleib geschaffen sein. „Eine Niederlage in Mechtersheim ist nicht schlimm.“ Mario Spreitzer machte seinen Jungs schon direkt nach Abpfiff in der Kabine viel mehr klar: „Jetzt erst kommen die big points.“

Der Primus stellt schnell die Weichen auf Sieg

In Mechtersheim nahm die Partie den erwarteten Verlauf. Mit zwei relativ schnellen Toren setzten die Aufstiegsfavoriten, bei denen Ex-Eintrachtler Berkan Celebi erstmals dieses Jahr in der Startaufstellung gestanden hatte, die Weichen Richtung Erfolg. Spreitzer hatte bereits nach 15 Minuten und den Treffern von Leotrim Berisha (13.) und Talha Baylan (15.) gewusst, was die Stunde geschlagen hatte. „Spätestens jetzt musstest du schauen, dass du nicht komplett weggeschossen wirst“, kommentierte der Coach den Mechtersheimer Blitzstart. Gegen eine TuS-Mannschaft, die aber auch gar nichts zuließ und eine von Beginn an defensiv ausgerichtete Eintracht gehörig unter Druck setzte, kamen die Bad Kreuznacher offensiv kaum zur Entfaltung.

Spätestens mit dem dritten Gegentreffer (Marcel Bormeth per Foulelfmeter, 67.) war die Partie entschieden. Ärgerlich war’s vor allem für Leo Blenske, dass sich der lange Blondschopf aus der Eintracht-Abwehr in einer Aktion gleich zwei Gelbe Karten abholte: die erste für das Foul, das zum Strafstoß führte; die zweite, weil er den Unparteiischen angefasst haben sollte. „Wenigstens keine Rote“, konnte der SGE-Trainer dem Unglück noch einen glücklichen Aspekt abgewinnen. Und auch keine zusätzlichen Verletzten. „In der kommenden Woche können sich jetzt 25 Akteure für das nächste Duell anbieten. Mal schauen, was sie im Training abliefern.“

SG Eintracht: Basting – Drees, Blenske, Heinrich (69. Kreuznacht), Mukamba (66. Kaan Wolf), Cinar (65. Rieß), Langer, Strunk (25. Flühr), Schäfer, Sinanovic (70. Rastiello), Darcan.