
Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag ist klar definiert: Eintracht Braunschweig II geht als Tabellenzwölfter mit 35 Punkten in das Heimspiel gegen Lupo Martini Wolfsburg und hält damit aktuell den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Weil das Torverhältnis gegenüber dem punktgleichen MTV Wolfenbüttel leicht besser ist, haben die Braunschweiger den Klassenerhalt in eigener Hand.
Nach dem deutlichen Auswärtssieg beim MTV in der Vorwoche wollen die Gastgeber nun den letzten Schritt gehen. Allerdings wartet mit Lupo trotz des bereits feststehenden Abstiegs kein Gegner, der die Partie abschenken möchte. Das Hinspiel endete immerhin 1:1.
Lupos Teammanager Tahar Gritli kündigte jedenfalls einen engagierten Auftritt seiner Mannschaft an. „Wir können befreit aufspielen und haben einen klaren Plan, wie wir Eintracht bespielen wollen“, sagte er vor der Partie. Gleichzeitig machte er deutlich, dass sich die Wolfsburger trotz des feststehenden Abstiegs nicht kampflos verabschieden wollen: „Um uns vernünftig aus der Liga zu verabschieden, werden wir keine Geschenke verteilen.“
Dabei sieht Gritli den Druck klar auf Seiten der Gastgeber. „Braunschweig muss gewinnen – wir können gewinnen. Das ist der Unterschied in der Ausgangslage“, erklärte der Teammanager. Dennoch erwartet er keine überhastete Vorstellung der Eintracht: „Sie werden sicherlich nicht kopflos agieren.“
Personell reist Lupo mit einem großen Aufgebot an. „Wir werden mit einem 18-Mann-Kader anreisen. Alles, was bei uns noch laufen kann, ist dabei“, sagte Gritli.
Für Eintracht Braunschweig II geht es derweil um den Verbleib in der Oberliga Niedersachsen. Schon ein eigener Sieg würde unabhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz reichen. Entsprechend dürfte der Druck im Eintracht-Stadion spürbar sein – auch gegen einen Gegner, der sportlich nichts mehr zu verlieren hat.