Gegen den 1. FC Nürnberg (in weiß) hatte die Viktoria nur knapp das Nachsehen. Mit dem Testkick gegen Europa League-Sieger Eintracht Frankfurt wartet das nächste Highlight.
Gegen den 1. FC Nürnberg (in weiß) hatte die Viktoria nur knapp das Nachsehen. Mit dem Testkick gegen Europa League-Sieger Eintracht Frankfurt wartet das nächste Highlight. – Foto: Imago Images

Partystimmung am Schönbusch: Der Club war da, nun kommt die Eintracht

Viktoria Aschaffenburg feiert sein 120-jähriges Bestehen und bereitet sich gegen hochkarätige Gegner auf die neue Saison vor

Mit einem Jahr Verspätung feiert der SV Viktoria Aschaffenburg (gegründet im Jahr 1901) in diesem Sommer sein 120-jähriges Bestehen. Und die Partygäste können sich durchaus sehen lassen: Erst schaute am vergangenen Wochenende der 1. FC Nürnberg im Stadion am Schönbusch zu einem Testspiel vorbei, nächste Woche findet dann das absolute Highlight der Vorbereitung statt, wenn Europa League-Sieger Eintracht Frankfurt seine Visitenkarte in Aschaffenburg abgibt. Was hat sich sonst noch in der Sommerpause bei der Viktoria getan, wie läuft die Saisonvorbereitung und wie lautet die Zielsetzung für die kommenden Spielzeit? FuPa hat mit Chefcoach Jochen Seitz gesprochen.

Der erste große Höhepunkt der Vorbereitung liegt hinter der Viktoria. Am vergangenen Samstag waren die Profis des 1. FC Nürnberg zu Gast. Aschaffenburg verkaufte sich teuer, am Ende setzte sich der Club mit 2:0 durch. "Bei den extremen Temperaturen von fast 40 Grad war das nicht einfach, das hat den Spielern alles abverlangt. Defensiv haben wir das gut gemacht und hatten auch nach vorne die ein oder andere Aktion", resümiert Jochen Seitz zufrieden. Was im Speziellen für das Match gegen den 1. FC Nürnberg gilt, das kann man im Allgemeinen auf die bisherige Vorbereitung ummünzen: "Wir sind bisher sehr zufrieden. Die Jungs ziehen super mit, manch einer hat mir kleineren Blessuren zu kämpfen, was aber aufgrund der großen Belastung ganz normal ist. Von größeren Verletzungen sind wir bislang verschont geblieben."

Rückkehrer Florian Pieper (re.) soll für Schwung in der Offensive sorgen.
Rückkehrer Florian Pieper (re.) soll für Schwung in der Offensive sorgen. – Foto: Imago Images


Im Großen und Ganzen kann Seitz auf eine sehr eingespielte Mannschaft bauen. Im Kader gab`s in der Sommerpause relativ wenig Bewegung. Die Innenverteidiger Marco Raimondo-Metzger und Elmir Muhic haben den Verein verlassen, weshalb Seitz betont: "Wenn sich noch die Möglichkeit ergibt, einen Innenverteidiger zu verpflichten, werden wir das auch tun." Der Vertrag des langzeitverletzten Nick Förster wurde nicht verlängert. Neu dabei sind hingegen Rückkehrer Florian Pieper, Stürmer Alexandru Paraschiv (zuletzt beim SC Viktoria Griesheim in der Hessenliga aktiv) und mit Kai Philipp, William Herbert und Benedict Mbuku stoßen drei Youngsters aus dem eigenen Nachwuchs zum Kader der ersten Mannschaft. "Die Planungen sind größtenteils abgeschlossen", verrät Seitz. Viel wird sich also nicht mehr tun.

Highlight: Eintracht Frankfurt kommt zu einem Testspiel nach Aschaffenburg.
Highlight: Eintracht Frankfurt kommt zu einem Testspiel nach Aschaffenburg. – Foto: Screenshot Facebook SVA01


Nun fiebern Spieler und Fans schon dem 5. Juli entgegen, wenn die Eintracht aus Frankfurt nach Aschaffenburg kommt. "Für uns ist das ein Riesenhighlight. Das Frankfurter Kartenkontingent ist schon ausgeschöpft, 4.000 Eintracht-Fans werden kommen. Mit dabei sein wird dann eventuell auch schon Mario Götze. So viele Möglichkeiten werden unsere Jungs wahrscheinlich nicht mehr kriegen, sich mit einem Akteur zu messen, der das entscheidende Tor in einem WM-Finale geschossen hat", schmunzelt Seitz.

Nach einer Spielzeit 2021/22 mit vielen Aufs und Abs, die auf Rang acht ein versöhnliches Ende fand, vermeidet es Seitz, bezüglich der Zielsetzung für die neue Runde große Töne zu spucken: "In erster Linie wollen wir nicht hinten reinrutschen. Es werden vier Mannschaften direkt absteigen, zwei weitere müssen in die Relegation. Das ist schon happig und ich denke, die halbe Liga wird deshalb um den Klassenerhalt kämpfen. Wir wollen schnell einen Abstand zu dieser Zone gewinnen und die Mannschaft weiterentwickeln. Hoffentlich werden wir dieses Mal von großem Verletzungspech verschont. In der vergangenen Saison hatten wir doch mit enormen Ausfällen zu kämpfen."
Aufrufe: 022.6.2022, 16:50 Uhr
Mathias WillmerdingerAutor