Strahlender Sieger des 28. Liliencups.
Strahlender Sieger des 28. Liliencups. – Foto: Dominik Claus

Eintracht Frankfurt gewinnt den Wiesbadener Liliencup

Jung-Adler setzen sich im Finale gegen Rapid Wien durch ++++ Slavia Prag holt sich den dritten Platz +++ Stuttgart wird Fünfter

Wiesbaden. Eine ereignisreiche 28. Auflage des Wiesbadener Liliencups ist zu Ende. Mit einem strahlenden Sieger: Nach einem nervenaufreibenden Finale setzte sich Eintracht Frankfurt gegen Rapid Wien durch und sicherte sich den Titel beim internationalen B-Junioren-Hallenturnier. Platz drei holte sich Slavia Prag gegen den FSV Mainz 05, der fünfte Rang ging an den VfB Stuttgart.

Eine kleine Motivationsspritze gab es vor dem Spiel für die SGE, aus den Boxen tönte das 069-Lied von "Haftbefehl". Rapid trat sicher mit dem Willen an, das Ergebnis aus dem Gruppenspiel zu wiederholen, damals siegte die Österreicher mit 4:1 nach einem vorigen 0:1-Rückstand. Und den galt es auch im Finale wettzumachen. Denn Ayoub Chaikhoun brachte die SGE früh in Front. Doch der Ausgleich folgte nur eine Minute später, durch Jovan Zivkovic (10. Turniertor). Und der nächste Treffer folgte sogleich, diesmal wieder für Frankfurt. Kapitän Noah Fenyö stellte auf 2:1. Und die Eintracht legte nach: Maurice Spahn war nach feinem Querpass von links zur Stelle, jagte das Leder in den Winkel zum 3:1 - es war Frankfurts bestes Turnierspiel bislang. Und dann unterlief auch noch Rapid Kapitän ein bitteres Eigentor, einen hohen Ball wollte Kapitän Lorenz Seladits zum eigenen Keeper köpfen. Doch der stand im anderen Eck, der Ball trudelte zum 1:4 aus Rapid-Sicht ins Netz. Die Wiener versuchten alles, doch das Frankfurter Tor war wie zugenagelt. Dazu zeigte SGE-Rückhalt Amil Siljevic einige spektakuläre Paraden.

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Spiel um Platz 3

Dieses Spiel gab es bereits wenige Stunden zuvor in der Gruppenphase, da hatte Mainz 05 mit einem 2:1 noch den Grundstein fürs Weiterkommen gelegt. Maxim Dal brachte wie schon im Halbfinale die Nullfünfer in Front. Dennis Zamazal glich postwendend aus. Wenige Minuten später traf Adam Sosna zur Führung für die Tschechen. Diese hatte auch bis zum Ende Bestand: Slavia Prag holt sich den Bronzerang.

Welche Spieler haben beim Liliencup überzeugt? Das könnt ihr in diesem Text nachlesen.

Spiel um Platz 5

Je länger dieses Turnier dauerte, desto besser wurde der VfB. Am ersten Turniertag waren die Schwaben noch sieglos geblieben. Anschließend steigerte sich das Team, machte den dritten Platz in der Gruppe A klar. Und ließ Bayer Leverkusen lange Zeit ganz alt aussehen. Mit klasse herausgespielten Treffern kombinierten sich die Süddeutschen zu einigen sehenswerten Treffern.

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Halbfinale 1

Im Gegensatz zu einigen Gruppenspielen begann das Spiel verhaltener, war mehr von der Taktik geprägt. Kein Wunder, schließlich wollten beide Teams den ersten Fehler vermeiden. DIe Zweikämpfe wurden hart geführt, ab und an kam es zu kleineren Nickligkeiten. Nach einem schönen Spielzug wurde Eintracht Kapitän Noah Fenyö auf rechts freigespielt. Der ungarische U-Nationalspieler zog mit rechts ab und jagte den Ball trocken ins lange Eck zur Führung für die Adler. Die SGE verteidigte fortan mit allem, was sie hatte, die Führung gegen immer stärker aufkommende Tschechen. Doch selbst eine zwischenzeitliche zweiminütige Unterzahl nach Zeitstrafe konnten die Prager nicht mehr zum Ausgleich nutzen.

Halbfinale 2

Die Nullfünfer gingen früh durch Maxim Dal in Führung. Doch Rapid drehte auf, vor allem Daris Drezic: Der Zehner der Grün-Weißen war gleich dreimal zur Stelle und drehte das Spiel quasi im Alleingang. Es waren Turniertreffer acht bis zehn für den jungen Techniker. Und auch der andere Ausnahmespieler der Wiener hatte noch seinen Auftritt: Jovan Zivkovic traf doppelt zum 4:1 und 5:1.

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Aufrufe: 022.1.2023, 16:00 Uhr
Philipp DurilloAutor