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Spielbericht

Eintracht dreht im Verfolgerduell

Was für ein Fußballnachmittag im Sportpark Hildburghausen!

von André Hofmann · 28.10.2025, 23:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: FSV 06 Eintracht Hildburghause

Nach einer schwachen Anfangsphase und frühem Rückstand zeigte die Eintracht große Moral und drehte das Spiel in Hälfte zwei – am Ende stand ein hart erkämpfter, aber verdienter 2:1-Heimsieg.

Die Gäste aus Ohratal erwischten den deutlich besseren Start. Schon nach wenigen Minuten setzte Kapitän Max Wildies mit einem Traumpass aus der eigenen Hälfte Connor Nagel in Szene. Dessen erster Versuch wurde noch geblockt, doch im zweiten Anlauf hämmerte er den Ball kompromisslos ins Netz – 0:1! Ohratal blieb am Drücker, störte früh, kombinierte gefällig und hatte das Spiel klar im Griff. Nur Torwart Julius Geyling hielt Hildburghausen mit mehreren Glanzparaden gegen Schuchardt und Kraiczi im Spiel. Dann kam der überraschende Wendepunkt: Der erste Eckball für die Eintracht brachte prompt den Ausgleich. Sandro Eichhorn schlug den Ball scharf vors Tor, und Innenverteidiger William Simon drückte ihn aus kurzer Distanz über die Linie – mehr gestochert als geschossen, aber drin! Mit dem 1:1 zur Pause war Hildburghausen wieder im Spiel.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Platzhirsche ein völlig anderes Gesicht – aggressiv, griffig und mit neuem Selbstvertrauen. In der 58. Minute nutzte Christoph Peters ein Missverständnis in der Ohrataler Abwehr eiskalt aus und vollendete zum 2:1. Nur wenige Minuten später hätte Peters selbst erhöhen können, wurde aber im letzten Moment gebremst. Kurz darauf scheiterte er erneut an Torwart Pascal Böhm, der Nachschuss von Maxi Schneider führte zu einem klaren Foul – Elfmeter! Doch diesmal blieb der Jubel aus: Sandro Eichhorn trat an, doch Böhm ahnte die Ecke und parierte stark. Die Schlussphase wurde zur Nervenschlacht. Ohratal warf alles nach vorn, auch Kapitän Wildies rückte in die Spitze. Ein Freistoß von Niklas Besse und ein Schuss von Eckhardt sorgten nochmals für Gefahr, doch Hildburghausen verteidigte mit Leidenschaft – und Julius Geyling blieb im Tor der Fels in der Brandung. Nach über sechs Minuten Nachspielzeit war der Jubel groß: Die Eintracht belohnt sich für eine kämpferisch überragende zweite Halbzeit mit drei Punkten und schiebt sich in der Tabelle an Ohratal vorbei – nur noch drei Zähler hinter Spitzenreiter Meiningen, bei einem Spiel weniger.