Überzeugte bei Türkgücü: Kilian Fischer, der in der neuen Saison für den 1. FC Nürnberg spielen wird.
Überzeugte bei Türkgücü: Kilian Fischer, der in der neuen Saison für den 1. FC Nürnberg spielen wird. – Foto: Imago Images

Türkgücü München setzt auf „Jugend forscht“ - kommt Martin Kobylanski?

Klarer Auftrag: Petr Ruman soll junge Spieler entwickeln

Der Weg des künftigen Nürnbergers Kilian Fischer soll bei Türkgücü München zum Modell werden. Der Verein beschäftigt sich außerdem mit Martin Kobylanski.

München – Garching, Memmingen oder auch Buchbach. Gegen diese Mannschaften spielte Kilian Fischer 2019, als er mit Türkgücü in der Regionalliga antrat. Nach zwei Spielzeiten bei den Münchnern wechselte Fischer nun zum 1. FC Nürnberg in die 2. Liga, trifft also in der kommenden Spielzeit auf prominente Vereine wie HSV, Bremen oder Schalke. „Wir haben in Kilian Fischer sofort das Potenzial gesehen. Er hat sich bei uns weiter entwickelt, ist im Profifußball voll angekommen und wird auch bei Nürnberg eine gute Rolle spielen“, sagt Geschäftsführer Max Kothny im Gespräch mit unserer Zeitung.

Fischer durchlief sämtliche Jugendmannschaften von 1860, war sieben Jahre Kapitän. Trotzdem setzen die Giesinger nicht auf den Außenverteidiger. Der Weg des 20-Jährigen soll bei Türkgücü nun zum Modell werden. Junge Talente erkennen, fördern und weiterverkaufen. Türkgücü wird häufig als Söldnertruppe verschrien. Mehr als 80 Zu- und Abgänge verzeichnet der Verein von Präsident Hasan Kivran seit 2017. Für jede neue Saison wurde der Kader „entrümpelt“, um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden.

Türkgücü München: Trainer Petr Ruman soll junge Spieler entwickeln

Aktuell folgt der nächste Umbruch. Allerdings gibt es erstmals ein Gerüst aus dem aktuellen Kader, auf das Türkgücü auch in der kommenden Spielzeit bauen will. Transfers wie Luis Jakobi (19, Greuther Fürth II) und Michael Wagner (20, Bayern II) stehen für den neuen Weg Türkgücüs – Jugend forscht. In den nächsten Wochen sollen weitere Talente folgen, der Name Eric Hottmann (21, Stuttgart II) steht im Raum. Auch Leihen wie in der Rückrunde von Maxime Awoudja oder auch Ex-Löwe Noel Niemann sind wieder angedacht.

„Der Weg von Fischer zeigt, dass wir Transfers mit Weitsicht tätigen. Die 3. Liga ist für junge Talente eine besondere Plattform, um sich zu beweisen“, sagt Kothny. Daher habe man auch explizit Petr Ruman als neuen Trainer verpflichtet, der in den vergangenen Jahren bewiesen hat, dass er junge Spieler fördert.

Türkgücü München: Omar Sijaric hat Angebote aus dem In- und Ausland

Ein weiteres Talent von Türkgücü soll ebenfalls vor dem Absprung stehen. Dem Vernehmen nach gibt es Interessenten aus der 2. Bundesliga* und der Schweiz für den 19-jährigen Omar Sijaric. Als potenzieller Neuzugang ist der 27-jährige Martin Kobylanski von Eintracht Braunschweig im Visier der Münchner, erste Gespräche gab es bereits. (NICO-MARIUS SCHMITZ) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Aufrufe: 02.6.2021, 06:26 Uhr
Nico-Marius SchmitzAutor

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