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Eintracht Braunschweig baut die Abwehr um

Koutsidis kommt, Breunig muss gehen

von red · 02.09.2026, 15:18 Uhr · 0 Leser
– Foto: IMAGO / Zink

Kurz vor Schließung des Transferfensters verändert Eintracht Braunschweig noch einmal seine Innenverteidigung. Mit Isidoros Koutsidis kommt ein 1,95 Meter großer Grieche mit Vertrag bis 2029. Gleichzeitig verlässt Louis Breunig die Löwen vorübergehend und soll bei den Würzburger Kickers die Spielpraxis sammeln, die ihm in Braunschweig derzeit fehlt.

Am letzten Tag des Transferfensters hat Eintracht Braunschweig noch einmal Bewegung in seinen Kader gebracht. Die Löwen verpflichten Isidoros Koutsidis von Olympiakos Piräus und binden den 21 Jahre alten Innenverteidiger langfristig bis zum 30. Juni 2029. Gleichzeitig wird Louis Breunig für den Rest der Saison an den FC Würzburger Kickers verliehen. Eine Kaufoption wurde für den 22-Jährigen nicht vereinbart.

Mit Koutsidis setzt Sport-Geschäftsführer Benjamin Kessel auf einen jungen Abwehrspieler, der mit seinen 1,95 Metern bereits körperlich auffällt und seine fußballerische Ausbildung bei einem der größten Klubs Griechenlands erhalten hat. Im Alter von 16 Jahren wechselte er zu Olympiakos Piräus, lediglich für ein halbes Jahr spielte er auf Leihbasis für den Volos FC. Erfahrungen im Herrenfußball sammelte der Defensivspieler bislang hauptsächlich in der zweiten griechischen Liga.

Seine größten Erfolge feierte Koutsidis bislang allerdings auf internationaler Nachwuchsebene. Mit der U19 von Olympiakos gewann er neben der griechischen Meisterschaft auch die UEFA Youth League. Darüber hinaus lief er einmal für die griechische U21-Nationalmannschaft auf.

Kessel sieht Qualität und Ruhe am Ball

Die Braunschweiger Verantwortlichen trauen ihrem Neuzugang zu, den Konkurrenzkampf im Abwehrzentrum unmittelbar zu verschärfen. „Mit Isidoros verpflichten wir einen sehr talentierten und großgewachsenen Innenverteidiger“, erklärte Kessel.

Neben den bereits gesammelten Erfahrungen hebt der Sport-Geschäftsführer vor allem die fußballerischen Eigenschaften des Griechen hervor. „Er verfügt über eine gute Zweikampfführung, eine hohe Spielintelligenz und Ruhe am Ball.“ Kessel ist deshalb überzeugt: „Er wird die Qualität in der Positionsgruppe erhöhen.“

Für Koutsidis selbst bedeutet der Transfer einen erheblichen Einschnitt. Erstmals verlässt der 21-Jährige für eine Vereinsstation sein Heimatland. „Der Wechsel zur Eintracht ist für mich der erste Schritt weg aus meiner Heimat“, sagte der neue Braunschweiger, der künftig mit der Rückennummer 23 auflaufen wird.

Die Entscheidung für Deutschland traf er bewusst. „Der deutsche Fußball und die 2. Bundesliga sind für mich eine super attraktive Adresse – mit tollen Stadien und vielen Fans“, erklärte Koutsidis. Deshalb sei es sein „klares Ziel“ gewesen, diesen Schritt jetzt zu machen.

Auch seine Erwartungen formuliert der Innenverteidiger selbstbewusst: „Ich bin überzeugt, dass ich meinen Teil zu einer erfolgreichen Saison beitragen kann.“ Nach den Gesprächen mit den Verantwortlichen sei die Vorfreude groß: „Ich brenne darauf, die Mannschaft, die Fans und den gesamten Verein kennenzulernen.“

Breunig soll in Würzburg Spielpraxis sammeln

Während Koutsidis den Konkurrenzkampf in der Braunschweiger Defensive erhöht, zieht der Verein bei Louis Breunig die Konsequenz aus dessen derzeitigen Aussichten auf Einsatzzeit. Der 22-Jährige wird für die Saison 2026/27 an Drittligist FC Würzburger Kickers verliehen. Sein Vertrag bei der Eintracht läuft weiterhin bis zum 30. Juni 2028.

Kessel machte keinen Hehl daraus, warum die vorübergehende Trennung für beide Seiten sinnvoll erscheint. „Louis benötigt die Spielpraxis, die wir ihm aktuell nicht bieten können“, sagte der Sport-Geschäftsführer. Deshalb sei die Leihe „der richtige und sinnvolle Schritt“.

In Würzburg soll Breunig regelmäßig auf dem Platz stehen und anschließend nach Braunschweig zurückkehren. Eine Kaufoption ist ausdrücklich nicht Bestandteil des Geschäfts. „Wir hoffen, dass Louis in Würzburg zahlreiche Einsätze in der 3. Liga sammeln und gestärkt zu uns zurückkehren wird“, erklärte Kessel.

Aus den Augen verlieren werden die Löwen ihren Innenverteidiger während der Leihe nicht. Seine Leistungen werde man „aufmerksam verfolgen“, kündigte Kessel an.

Damit hat Braunschweig am letzten Transfertag seine Hierarchie im Abwehrzentrum noch einmal verändert: Koutsidis erhält die langfristige Chance bei der Eintracht, Breunig dagegen vorerst die Möglichkeit, sich eine Liga tiefer mit regelmäßigen Einsätzen für seine Rückkehr zu empfehlen.