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»Einige schlaflose Nächte«: Bruck-Trainer Daschner tritt zurück

Nur ein Punkt aus sieben Spielen: Daschner zieht beim FSV Erlangen-Bruck die Konsequenzen +++ Rücktritt vor Highlight-Spiel gegen U19 des FC Bayern München

von Boris Manz · 25.08.2026, 13:24 Uhr · 0 Leser
– Foto: Sportfoto Zink / J.Tenner

Nackenschläge, Abgänge und bittere Pleiten: Die Saison beim FSV Erlangen-Bruck läuft bislang alles andere als nach Plan. Nach sieben Spielen zieht Trainer Kim Daschner nun die Reißleine: Der 29-Jährige tritt zurück.

„Wenn man auf die Tabelle schaut, ist das einfach zu wenig“, begründet Daschner gegenüber FuPa seine Entscheidung. „Es ist noch früh in der Saison. Der Klassenerhalt ist für die Jungs nach wie vor in greifbarer Nähe und ich will dem Verein die Möglichkeit geben, den Turnaround zu schaffen. Ein neuer Trainer kann neue Impulse setzen, anderes Training anbieten und der Mannschaft vielleicht noch einmal neuen Schwung mitgeben.“

Erlangen-Bruck steht aktuell mit nur einem Zähler aus sieben Spielen am Tabellenende der Landesliga Nordost. Trotz der mageren Ausbeute zeigte der FSV teils gute Vorstellungen: In den ersten 45 Minuten lag das Team in dieser Saison noch nie zurück, führte phasenweise sogar gegen die Spitzenteams.

Auch gegen den ASV Weisendorf sah es lange nach einem Remis aus, doch in der Schlussphase sorgte Dustin Lunz mit einem Doppelschlag für die nächste Brucker Pleite (85.,90.). Nach dem Schlusspfiff reifte bei Daschner der Entschluss, den sportlichen Verantwortlichen seinen Rücktritt mitzuteilen. Kurz darauf informierte er auch die Mannschaft per WhatsApp-Nachricht. Daschners bisherige Co-Trainer Dimitrios Nakou, Simon Kreisel und Djellon Bajqinovci übernehmen vorübergehend das Ruder.

„Ich kann der Mannschaft wirklich keinen Vorwurf machen. Die Belastung ist extrem hoch und einige Spieler kehren gerade erst aus langen Fußballpausen zurück“, so Daschner. Neben den ausbleibenden Ergebnissen trafen auch zwei Transfers die Mannschaft. Der Blitz-Abgang von Kapitän Joel Teukam Noumessi (SC 04 Schwabach) und der Doppeltransfer Arnes Faljic (kam aus Feucht, ging zum TSV Kornburg) hätten Lücken beim FSV gelassen, so Daschner: „Es kamen viele Dinge zusammen, die eine Mannschaft nicht so einfach runterschlucken kann. Das hat mich auch persönlich mitgenommen. Ich hatte einige schlaflose Nächte.“

Gerüchte über einen kolportierten direkten Wechsel in die Kreisliga weist Daschner indes zurück. „Das stimmt nicht. Ich muss jetzt erstmal durchschnaufen und das Ganze sacken lassen. Zu gegebener Zeit höre ich mir dann wieder Angebote an.“ Stattdessen verspricht der junge Chefanweiser, dem FSV auch in Zukunft die Daumen drücken zu wollen. „Ich bin dem FSV, den Spielern und dem Vorstand sehr dankbar. Trotz des schlechten Starts wollte der Verein an mir festhalten und auch von den Spielern kam gutes Feedback. Ich gehe hier nicht im Bösen und werde sicher als Fan vorbeischauen.“

Bereits am morgigen Mittwoch wartet auf den FSV Erlangen-Bruck nun ein absolutes Highlight-Spiel: Um 18 Uhr gastiert der FC Bayern München an der Tennenloher Straße. Statt des Regionalliga-Teams schickt der Rekordmeister seine U19-Auswahl – für Daschner eine gute Chance für sein Ex-Team, um auf andere Gedanken zu kommen. Tags darauf möchte sich der 29-Jährige noch einmal persönlich bei der Mannschaft verabschieden.