2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
– Foto: 1. FC Hohenacker

"Einige haben kein Bett gesehen und sind immer noch am Feiern"

Dem 1. FC Hohenacker gelingt als Vizemeister der Kreisliga B1 Rems/Murr/Hall über die Relegation der Aufstieg in die Kreisliga A.

Die Fußball-Saison 2024/2025 biegt auf die Zielgerade ein. Demzufolge fallen viele Entscheidungen. Besonders groß ist der Jubel bei den Teams, die Meister sind oder den Aufstieg geschafft haben oder sich Pokalsieger nennen dürfen. Und genau diese Mannschaften möchten FuPa Württemberg würdigen. Wenn dein Team auch dabei sein möchte, dann schreibe uns per E-Mail an h.schmidt@fupa.net

Die Kreisliga B1 Rems/Murr/Hall hat ihren zweiten Aufsteiger gefunden: Der Vizemeister 1. FC Hohenacker hat den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga A1 über die Relegation geschafft – ein Erfolg, der für Verein, Team und Umfeld eine besondere Bedeutung hat.

Unvergessliche Nacht nach dem Abpfiff

"Natürlich haben wir gefeiert. Bereits nach dem Schlusspfiff in Rudersberg ging es los. Später haben wir auf dem Fest in Hohenacker die gesamte Nacht gefeiert. Ich glaube, einige haben kein Bett gesehen und sind immer noch am Feiern", beschreibt Trainer Alexander Jänel die ausgelassene Freude nach dem letzten Schritt in Richtung Kreisliga A.

Wiedergutmachung als Triebfeder

Das Ziel war klar gesetzt. "Wir sind ja in der letzten Saison unglücklich aus der Kreisliga A abgestiegen. In den Spielen dort waren wir spielerisch schon auf Augenhöhe, haben jedoch zu viele individuelle Fehler gemacht. Wir haben es dann geschafft, unseren Kader zusammen zu halten. Das war ein großer Faktor, und so haben wir auch intern vom ersten Trainingstag an auf dieses Ziel hingearbeitet. Wir wollten unbedingt den sofortigen Wiederaufstieg."

Fit gemacht für den entscheidenden Moment

Dass es in die Relegation ging, tat dem Aufstiegswillen keinen Abbruch – im Gegenteil. "Eigentlich wollten wir nicht in die Relegation, sondern direkt aufsteigen. Hier hat Kosova Kernen - Glückwunsch dazu nochmal an dieser Stelle - einfach weniger Punkte liegen gelassen. Doch als es letztlich feststand, dass es in die Relegation geht, hat der gesamte Verein von Vorstand über unsere zweite Mannschaft bis hin zur Jugend und unseren Fans alles dafür gegeben, dass wir top vorbereitet und mit großem Beistand in die beiden Finals gehen konnten. Dieser Umstand hat alle nochmal zusammengeschweißt, das war in den letzten Wochen herausragend."

Der Lohn: Zwei Spiele, gekrönt vom Aufstieg. "Die Jungs haben die Situation angenommen und haben weitere drei Wochen hart – und da waren auch unangenehme Ausdauereinheiten dabei – trainiert, um das Ziel zu erreichen. Diese körperliche und geistige Fitness nach so einer langen Saison hat man in beiden Spielen gesehen und ist für mich ausschlaggebend gewesen."

Mischung mit Zukunft

Im Rückblick hebt Alexander Jänel eine der größten Stärken seiner Mannschaft hervor: "Wir haben eine gesunde Mischung zwischen jungen und älteren Spielern. Gemeinsam zeichnet sie aus, dass sie ehrgeizig und erfolgshungrig sind."

Mallorca statt Mannschaftsreise

Eine große gemeinsame Abschlussfahrt sei nicht geplant, so Jänel. "Einige fliegen aber noch nach Malle – denke, dass sie dann dort nochmal ausgiebig feiern."

Veränderung an der Seitenlinie

Jänel selbst wird in der kommenden Saison nicht mehr als Trainer an der Linie stehen. Deshalb hält er sich mit Details zur Kaderplanung zurück: "Da ich selbst in der kommenden Saison nicht mehr an der Linie stehe, habe ich in die aktuellen Spielergespräche keinen Einblick. Wir hatten jedoch einige Probespieler zu Gast, und ich bin mir sicher, dass mit dem Aufstieg einige neue Gesichter sich uns anschließen. Die Basis dafür ist jedoch der aktuelle Kader – und da bleiben alle."

Demütig in eine neue Herausforderung

Für die kommende Saison gibt Jänel einen Rat mit auf den Weg: "Ich bin wie bereits erwähnt nicht der richtige Ansprechpartner für die Formulierung eines Ziels, da gibt es nun andere. Doch ich rate allen, die richtigen Lehren aus dem ersten Abstieg zu ziehen und mit großer Demut an diese Saison zu gehen, sich gut vorzubereiten, hoffentlich von Verletzungen verschont zu bleiben und immer einen Kader zu haben, der nicht durch Urlaub oder Ähnliches geschwächt in Spiele gehen muss. Dann kann der Klassenerhalt gelingen."

Der 1. FC Hohenacker ist zurück – mit einer Mannschaft, die nicht nur gefeiert hat, sondern sich den Aufstieg mit harter Arbeit, Zusammenhalt und Wille verdient hat.

Aufrufe: 022.6.2025, 12:30 Uhr
redAutor