
Denn nicht der Gastgeber bestimmte in dieser Zeit das Match, sondern der Aufsteiger aus der Sachsenliga dominierte die Begegnung. Er kam zu einigen Freistößen und gefährlichen Ecken.
BERICHT von H. Gerlach / FC Einheit Rudolstadt
Erst danach gab es die erste Annäherung an das Tor der Gäste, doch Manfred Starke kam an einen Pass von Emilio Heß nicht heran (14.).
Nun pendelte sich die Begegnung als eine ein, in der beide Mannschaften gleichwertig waren, wobei Max Bresemann im Kasten der Einheit gleich zwei Mal sein ganzes Können aufbieten musste, um „Einschläge“ zu verhindern (30., 43.). Auf der Gegenseite war es zwei Mal Heß, der einem Torerfolg nahe war (31., 40.). Einige Eingaben waren allerdings zu ungenau und konnten von der Deckung der Empor-Elf noch geklärt werden. Der FC-Trainer ärgerte sich, dass der große Aufwand nicht mit einem Tor belohnt wurde. Das sei mit mehr Kaltschnäuzigkeit und Übersicht durchaus möglich gewesen, meinte er.
Doch nach dem Wechsel, in dem Rudolstadt für den mit gelb vorbelasteten Marwan Kpoton mit Max Zerrenner einen neuen Spieler brachte, folgten neun Minuten (48., 54., 57.), in dem der VfB alles klar machte.
Jähnisch war „bedient“ und brachte das hinterher auch deutlich zum Ausdruck: „Wir wollten nach der Pause das Spiel für uns entscheiden. Aber was dann passiert ist, ist in der Häufigkeit und Klarheit schon zu oft geschehen. Da denke ich an Grimma oder Freital, wo wir Spiele kurz nach der Halbzeit weggeben haben. Hier fehlten mir einfach ein Stück weit die Körpersprache und Bereitschaft auf dem Platz, dabei zu bleiben und das Spiel für sich zu entscheiden. Damit meine ich Mut, Laufintensität, aber als wichtigstes die Bereitschaft, das gemeinsam zu tun. Da hat uns der Gegner auf eine sehr einfache Art und Weise und bei den Toren auch mit unserem Zutun, wo wir zu passiv und inaktiv waren, die Treffer eingeschenkt.“
Gegenüber Nico Quade freute sich natürlich über den Zwischenspurt seiner Mannschaft: „In der 1. Halbzeit haben wir noch zu viele Chancen liegen gelassen und leichtsinnig einige Abspielfehler gemacht. Doch das haben wir nach der Pause geändert. Wir haben schärfer und geradliniger gespielt. Und wir waren spritzig und wendig. Natürlich haben wir auch schnelle Spieler, die das nutzen können.“
Nach den drei Gegentoren, die alle durch Akteure erzielt wurden, die entweder als Zugänge oder, wie bei allen Oberligisten, als Spieler aus Nachwuchsleistungszentren verpflichtet wurden, hatte es Glauchau relativ leicht, das Spiel auch ohne Gegentreffer über die Runden zu bringen. Ganz im Gegenteil. Die Sachsen kamen immer wieder aus guten Positionen zu gefährlichen Abschlüssen, die oft ganz dicht am Bresemann-Kasten vorbei zischten. Hier war nach übereinstimmenden Auffassungen beider Trainer auch ein noch deutlicherer Sieg möglich.
Auch in der Bewertung des Ergebnisses waren sich Nico Quade und Holger Jähnisch einig: „Es war ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg.“