
Es war eine Partie, in der die SG Niedernjesa vieles unter Kontrolle hatte und am Ende doch mit leeren Händen dastand. Gegen die 1. SC Göttingen 05 II unterlag Niedernjesa am Sonntag mit 0:1. Ruben Tristan Ewert erzielte erst in der 86. Minute den entscheidenden Treffer. Für Niedernjesas Trainer Christian Nitsche war es deshalb ein besonders bitterer Ausgang: „Eine verschenkte Gelegenheit, da war definitiv mehr drin!“
Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz und Spielanteile, ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und kontrollierten den Gegner.
„Wir konnten die spielerische Überlegenheit, die Ballbesitz- und Spielanteile heute nicht in etwas Zählbares ummünzen“, sagte Christian Nitsche. Entsprechend groß war die Enttäuschung über das Ergebnis, auch wenn der Trainer die Leistung seiner Mannschaft insbesondere im ersten Durchgang positiv bewertete: „Obwohl enttäuscht über das Ergebnis, haben wir vor allem in Durchgang eins den Gegner kontrolliert und den Ball gut in den eigenen Reihen laufen gelassen.“
Das Problem lag aus Sicht des Trainers vor allem in der letzten Konsequenz. Niedernjesa kam immer wieder in Situationen, aus denen mehr hätte entstehen können. Doch im entscheidenden Moment fehlte die Zielstrebigkeit. „Manche Angriffe hätten wir einfacher und vor allem zielstrebiger, mit der Entschlossenheit und dem Willen, das Ding dann einfach auch machen zu wollen, zu Ende spielen können.“
Genau dort sieht Christian Nitsche derzeit noch Nachholbedarf. „Aktuell fehlen uns hier noch Automatismen und kreative Ideen im Abschlussdrittel.“ Die spielerische Kontrolle allein reichte nicht, um die Partie zu entscheiden.
Die Entscheidung fiel schließlich zu einem Zeitpunkt, als das Spiel so gut wie durch war. „Der Treffer fällt in einer Phase, in der sich beide Mannschaften wohl schon mit einem Remis angefreundet haben.“
In der 86. Minute schlug die 1. SC Göttingen 05 II nach einer Ecke zu. Ruben Tristan Ewert erzielte das 1:0 und besiegelte damit den späten Auswärtssieg. Für Niedernjesa war es umso schmerzhafter, weil Christian Nitsche den Treffer als Ergebnis einer bekannten Schwäche einordnete: „Wie so oft entscheidet am Ende der Partie eine Standardsituation.“
Aus Sicht des SG-Trainers hatte Göttingen zuvor nur äußerst selten wirklich Gefahr entwickelt. „Ich glaube, es war bis zur 86. Minute, abseits eines direkten Freistoßes im ersten Durchgang, der erste klare ‚Abschluss‘ der Gäste.“ Umso bitterer war es, dass ausgerechnet dieser späte Moment die Partie entschied.
Damit blieb Niedernjesa trotz der eigenen Spielkontrolle ohne Punkt. Die SG steht nach vier Spielen bei vier Punkten und auf Platz 13 der Bezirksliga Braunschweig Staffel 4. Göttingen 05 II kletterte durch den Sieg auf sieben Punkte und Rang fünf.
Für Niedernjesa wartet nun allerdings unmittelbar eine große Aufgabe. Am Sonntag, 6. September, um 15 Uhr empfängt die SG den Tabellenführer SV Rotenberg. Die 1. SC Göttingen 05 II ist bereits am Freitag, 4. September, um 18.15 Uhr bei SG Lenglern gefordert.