
Unglücklicher geht es kaum noch: Nach der Regenschlacht der DJK Rasensport Brand mit dem TuS Chlodwig Zülpich standen die Gastgeber ziemlich bedröppelt da. Der Aachener Fußball-Landesligist hatte den favorisierten Tabellendritten schon im „Schwitzkasten“, aber das reichte nicht, um den TuS auf die Bretter zu schicken. Zu Beginn der Rückrunde verlor das Team von Trainer Daniel Formberg mit 0:1.
Schnell wurde bei Dauerregen klar, dass der TuS eine schnelle Entscheidung suchte. Ebenso deutlich wurde aber auch, dass die Heimmannschaft nicht gewillt war, der hochgelobten Truppe aus Zülpich das Feld zu überlassen. Oder anders: Die Rasensportler versteckten sich ganz und gar nicht.
Nach den ersten drei Ecken, die an Zülpich gingen, beorderte Daniel Formberg seine Leute lautstark nach vorne. Und das taten Alan Graf, Leo Kleiber, Delany Arigbe oder Albert Korotaev dann auch. Die Folge daraus war eine Serie an Ecken, die aber von den sehr groß gewachsenen Zülpicher Abwehrspielern immer wieder bereinigt wurden.
Trotz mehr Ballbesitz hatten die Gäste kaum Vorteile. Denn Raspo „klebte“ am Mann und ließ erst in der 20. Minute eine gute Chance der Gäste zu. Devin Nikisch, „Zehner“ im Gästeteam, schoss aus kurzer Distanz nur knapp am Brander Tor vorbei.
In der 26. Minute folgte allerdings auch der entscheidende Treffer. Nur einmal hatte die Defensive der Hausherren nicht aufgepasst, da schob Marvin Iskra das Leder aus fünf Metern Entfernung ins Raspo-Tor zum 0:1. Torwart Finn Albrecht hatte zwar noch die Finger am Ball, aber den harten Schuss bekam er nicht mehr abgewehrt. „Ein unnötiger Ballverlust hat uns in diese Situation gebracht“, monierte Formberg.
Etwa 70 Zuschauer sahen danach, wie die Rasensportler erneut alles nach vorne warfen. Nun wurde eine zweite Serie an Ecken herausgeholt, aber Torschüsse oder –kopfbälle wurden erneut durch den robust spielenden TuS abgewehrt. Kurz nach dem Seitenwechsel – der Gast hatte sich nun mehr aufs Kontern verlagert – vergab Nikisch die zweite Möglichkeit, den zweiten Treffer zu erzielen. Finn Albrecht lenkte das Leder zur Ecke.
Gegen die zunehmend ruppiger einsteigenden Gäste verpassten Albert Korotaev (71.) und auch Delany Arigbe (80.) den möglichen (und eigentlich überfälligen) Ausgleich. „Wir haben heute unsere Angriffe nicht konsequent ausgespielt“, haderte Trainer Formberg.
Er trauerte, weil seine Mannschaft einen möglichen Punktgewinn gegen ein Topteam der Klasse nicht realisiert hatte. „Unglücklicher geht es kaum noch“, meinte der Coach. Schließlich wäre ein Punkt leistungsgerecht gewesen. Den (oder mehr) will man nun in Helpenstein am kommenden Wochenende erkämpfen.
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