2025-12-03T05:51:34.672Z

Der Spieltag
Jost Rittner (links) leitete die Aufholjagd des TSV Rain ein. Er traf mit viel Einsatz zum 1:2 gegen den SC Oberweikertshofen.
Jost Rittner (links) leitete die Aufholjagd des TSV Rain ein. Er traf mit viel Einsatz zum 1:2 gegen den SC Oberweikertshofen. – Foto: Szilvia Izsó

Eine spektakuläre Aufholjagd des TSV Rain

Landesligist gewinnt in Unterzahl gegen Oberweikertshofen +++ Aindling lässt Cosmos Aystetten keine Chance +++ Memminger Zweite landet Befreiungsschlag

Die Karten für den TSV Rain standen schlecht. Mit 0:2 lag der Südwest-Landesligist gegen den SC Oberweikertshofen hinten, kassierte einen Platzverweis und durfte am Ende doch einen 3:2-Sieg bejubeln. So spannend machte es der TSV Aindling zum Abschluss der Vorrunde nicht, der den SV Cosmos Aystetten mit 6:0 bezwang. Ein Erfolgserlebnis feierte das Kellerkind FC Memmingen II.

Sensationell klingt das Ergebnis zwar nicht, trotzdem hat der 3:2-Sieg des TSV Rain gegen den SC Oberweikertshofen eine außergewöhnliche Geschichte. Die Blumenstädter lagen nämlich zur Pause mit 0:2 hinten, drehten die Partie trotz Unterzahl und bejubelten in einer an Spannung kaum zu überbietenden Partie einen Dreier.
Gerade vier Minuten gespielt, da unterlief Rains Spielertrainer Dominik Bobinger ein Foul im Strafraum - er erhielt dafür die Gelbe Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Maximilian Schuch zum 0:1. Der Treffer gab dem SCO Rückenwind, der Ex-Rainer Simon Schröttle köpfte gar zum 0:2 ein. Rains beste Gelegenheit hatte Fatlum Talla, der die Querlatte traf (20.).
Kurz nach der Pause gab es für die Blumenstädter den nächsten Rückschlag. Bobinger bekam den Ball im Mittelfeld an die Hand und sah dafür Gelb-Rot. Trotz Unterzahl legten die Rainer nun aber los: Fatlum Talla legte quer auf den eingewechselten Jost Rittner, der mitsamt Ball ins Tor rutschte - 1:2. Mit unbändigem Willen kämpfte sich der TSV in die Partie zurück und glich durch Torjäger Dennis Lechner aus. Beide Teams suchten die Entscheidung, spektakulär war die Rettungsaktion von Rains Paul Schmidt auf der Torlinie gegen Elias Eck (90.). Dann kam der Moment, den niemand so schnell vergessen wird: In der Nachspielzeit startete Dennis Lechner einen Konter, legte quer auf Robin Böhm, der den Ball an die Unterkante der Latte hämmerte. Der Ball sprang deutlich hinter der Linie wieder ins Feld. Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Mittelpunkt: 3:2 für Rain. Wenig später war Schluss und der Jubel beim TSV kannte keine Grenzen. (gj) Lokalsport DW
Schiedsrichter: Rico Spyra (Erding) - Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Maximilian Schuch (5./Foulelfmeter), 0:2 Simon Schröttle (15.), 1:2 Jost Rittner (53.), 2:2 Dennis Lechner (77.), 3:2 Robin Böhm (90.+1)
Gelb-Rot: Dominik Bobinger (49./TSV Rain/Lech)

Wie die Partie wohl gelaufen wäre, hätte Julian Hollinger den FC Ehekirchen bereits nach einer Minute in Führung gebracht? Er konnte die Chance jedoch nicht nutzen und am Ende hatte der SV Manching das Derby mit 4:0 für sich entschieden.
Statt einer möglichen Führung mussten die Ehekirchener nach einer Viertelstunde einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Emanuel Gstettner reagierte am schnellsten und hatte zum 1:0 abgestaubt. Fünf Minuten danach fuhren die Manchinger einen Konter über Rainer Meisinger, dessen Zuspiel Sebastian Graßl verwertete. Erst nach und nach erholten sich die Ehekircher von diesem Doppelschlag und erarbeiteten sich durchaus Chancen. Doch während der FCE diese nicht nutzen konnte, präsentierten sich die Manchinger deutlich kaltschnäuziger. Nach einer Flanke von Luca Bienek erhöhte erneut Graßl per Kopf auf 3:0. Als dann auch noch Fabian Neumayer zum 4:0 traf, war die Partie endgültig entschieden. (mb/az) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Noah Parusel (Weiden) - Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Emanuel Gstettner (11.), 2:0 Sebastian Graßl (16.), 3:0 Sebastian Graßl (65.), 4:0 Fabian Neumayer (80.)

Der TSV Hollenbach kassierte beim FSV Pfaffenhofen eine weitere Niederlage, die mit 1:5 sehr deutlich ausfiel – und die sich schon früh andeutete. Denn der FSV kam gleich beim ersten Angriff zum Führungstor durch den Kopfball von Gabriel Hasenbichler. Hollenbach versteckte sich nicht, hatte beim Pfostentreffer von Maximilian Zeyer Pech (5.) – und fing sich noch vor der Pause das 2:0. Im Anschluss an den Freistoß von Michael Senger reagierte Maurice Untersänger am schnellsten und vollstreckte.
Nach der Pause wurde es für die Hollenbacher richtig bitter. Hasenbichler stellte gleich nach Wiederanpfiff auf 3:0 und selbst der eher verunglückte Torschuss von Michael Senger führte zu einem weiteren Treffer. Elias Ruisinger beendete nach einer Ecke von Raoul Leser per Abstauber immerhin die fünf Spiele anhaltende Torflaute. Auf der anderen Seite kassierten die Hollenbacher noch das 5:1 durch Thomas Rausch. Trotz des klaren Ergebnisses stellte sich TSV-Spielertrainer Daniel Zweckbronner vor seine Mannschaft: „Die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft, keiner lässt sich hängen. Wir müssen zusammenhalten, um aus dieser Phase herauszukommen - und das macht die Mannschaft auch.“ (ff) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Felix Haggenmüller (Kempten) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Gabriel Hasenbichler (2.), 2:0 Maurice Untersänger (35.), 3:0 Gabriel Hasenbichler (54.), 4:0 Michael Senger (63.), 4:1 Elias Ruisinger (65.), 5:1 Thomas Rausch (84.)

Der 1. FC Sonthofen hat den fünften Sieg in Serie eingefahren. Gegen den TSV Jetzendorf setzten sich die Oberallgäuer mi 1:0 durch. Nachdem FCS-Torwart Marco Zettler in der Anfangsphase einen Freistoß von Frederic Rist aus dem Winkel gefischt hatte, ließen die Sonthofer so gut wie nichts mehr zu. Die Jetzendorfer hatten zwar mehr Ballbesitz, der FCS war aber die weitaus gefährlichere Mannschaft. Armin Bechter schloss nach einer halben Stunde eine Musterkombination zum 1:0 ab.
In der Folge hielt TSV-Keeper Jeremy Manhard sein Team im Spiel und parierte gegen Maurice Jaumann, Stefan Sucur, Sebastian Streit und Marc Lorenz. Ab der 73. Minute läuteten die Gäste ihre Schlussoffensive ein. Der FCS verteidigte jedoch alles weg und hatte durch Johnny Martin und Phillip Simon kurz vor dem Ende noch zwei gute Konterchancen. Sonthofens Spielertrainer Andreas Hindelang sprach von einem verdienten Sieg: „Was das Verteidigen betrifft haben wir einen Riesenschritt gemacht. Die Mannschaft wächst immer mehr zusammen.“ (dl)
Schiedsrichter: Fridolin Hiefner (Finning) - Zuschauer: 194
Tor: 1:0 Armin Bechter (30.)
Gelb-Rot: Andreas Hindelang (nach Auswechslung/1. FC Sonthofen)

Der FV Illertissen II konnte nicht nachlegen. Egegen den VfB Durach gab es eine 0:2-Heimniederlage. Zunächst konnte sich keine Mannschaften einen Vorteil verschaffen, somit blieb es bis zur Pause bei einem torlosen Unentschieden. Gleich nach dem Wiederanpfiff traf Durachs Manuel Schäffler zum 0:1. Schäffler war es auch, der nur fünf Minuten später mit seinem 0:2 für das Endergebnis verantwortlich zeichnete. Beide Tore ähnelten sich in ihrer Entstehung stark, beide Male war Schäffler im Anschluss an einen Eckball von Gregor Mürkl per Kopf zur Stelle. Die beste Illertisser Möglichkeit, zumindest zum Anschluss zu kommen, hatte der eingewechselte Max Merkel. Seinen Schuss konnte ein Duracher Abwehrspieler allerdings gerade noch klären (62.). (jürs) Lokalsport IZ
Schiedsrichter: Philipp Rank (München) - Zuschauer: 30
Tore: 0:1 Manuel Schäffler (47.), 0:2 Manuel Schäffler (51.)

Paul Iffarth(Mitte)  war der gefeierte Stätzlinger beim Sieg gegen Niedersonthofen.
Paul Iffarth(Mitte) war der gefeierte Stätzlinger beim Sieg gegen Niedersonthofen. – Foto: Reinhold Rummel

Einen letztlich glücklichen 2:1-Sieg landete der FC Stätzling im Aufsteigerduell gegen die SG Niedersonthofen/Martinszell. Abteilungsleiter Manfred Endraß war die Begeisterung über den achten Sieg der Saison deutlich anzumerken: „Einfach super, wie unsere Jungs immer wieder bis zum Abpfiff an sich glauben und die PS auf den Rasen bringen.“
Es lief bereits die Nachspielzeit, als die Stätzlinger noch einmal einen Freistoß zugesprochen bekamen. Das Spielgerät segelte hoch in den Strafraum. SG-Schlussmann Lukas Frasch eilte entgegen, brachte den Ball an der Strafraumgrenze aber nicht komplett unter Kontrolle. Edin Ganibegovic versuchte, nach einer kurzen Drehung den Ball ins leere Tor zu schieben, wurde aber im Gewühl unfair gebremst. Der Unparteiische pfiff Strafstoß. Stätzlings Angreifer Paul Iffarth schnappte sich den Ball und verwandelte zum 2:1-Endstand.
Bis dahin hatten es die Niso-Boys gut verstanden, die Stätzlinger weitestgehend vom Strafraum fernzuhalten. Nur Paul Iffarth hatte die Oberallgäuer in der ersten Halbzeit geknackt, auf der Gegenseite gelang Simon Frasch das 1:1. Dazwischen war es ein Abnutzungskampf auf hohen Niveau bei sehr widrigen Bedingungen. (rr) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Leon Löffler (Medlingen) - Zuschauer: 80
Tore: 1:0 Paul Iffarth (29.), 1:1 Simon Frasch (81.), 2:1 Paul Iffarth (90.+3/Foulelfmeter)

Die U21 des FC Memmingen hat mit dem 3:1 gegen den ebenfalls gefährdeten TSV 1865 Dachau ganz wichtige Punkte gesammelt. Personell hatte FCM-Trainer Esad Kahric alles in die wegweisende Partie geworfen, was möglich war. So stand aus dem Regionalliga-Kader Michael Bergmann auf dem Platz, dazu die Reservisten Kenan Bajramovic, Oktay Leyla und der gerade durchstartende A-Junior Luan Fusaro. Für Kahric war es ein am Ende verdienter Sieg, weil die nie aufsteckenden Dachauer vor allem in der zweiten Hälfte nicht in der Lage waren, ihre optische Überlegenheit in Tore umzumünzen und die eigenen Kontergelegenheiten genutzt werden konnten.
Nachdem Kenan Bajramovic kurz vor der Pause mit einem sehenswerten Treffer von der Strafraumgrenze die Memminger in Führung geschossen hatte, bereite der Stürmer auch schnell nach Wiederbeginn den zweiten Treffer vor und legte für den agilen Youngster Fusaro auf. Auch als erneut Bajramovic das 3:0 besorgte, steckte Dachau noch nicht auf und konnte durch Torjäger John Haist zumindest noch zum verkürzen. (ass)
Schiedsrichter: Philipp Ettenreich (Zusamaltheim) - Zuschauer: 70
Tore: 1:0 Kenan Bajramovic (43.), 2:0 Luan Fusaro (49.), 3:0 Kenan Bajramovic (82.), 3:1 John Haist (86.)

Obwohl beim TSV Schwabmünchen einige Spieler fehlten oder angeschlagen waren, feierte der Spitzenreiter auch gegen den FC Kempten einen letztlich ungefährdeten 3:0-Sieg. Dabei traten die Kemptener nicht wie ein Team auf, das im Abstiegskampf steckt. Die Oberallgäuer zeigten „eine richtig gute Spielanlage“, wie TSV -Coach Emanuel Baum nach der Partie bilanzierte.
Auf Vorlage von Simon Ammann brachte Maik Uhde den Primus in Führung. Als dann Maximilian Aschner aus gut 20 Metern ab und den Ball versenkte, stand es 2:0. Nach dem Seitenwechsel bekam der FCK Oberwasser, doch die Schwabmünchner Abwehrkette ließ nur wenig zu. Und wenn doch, war Torhüter Fabio Zeche zur Stelle. Knapp zehn Minuten vor dem Ende fiel dann die endgültige Entscheidung. Ein von Maximilian Högg getretener Freistoß landete bei Tim Uhde, der zum 3:0 abschloss. (krup) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Mustafa Kücük (Bruckmühl) - Zuschauer: 162
Tore: 1:0 Maik Uhde (16.), 2:0 Maximilian Aschner (31.), 3:0 Tim Uhde (81.)

War schon alleine zu viel für die Defensive von Cosmos Aystetten: Aindlings Laurin Völlmerk traf dreifach.
War schon alleine zu viel für die Defensive von Cosmos Aystetten: Aindlings Laurin Völlmerk traf dreifach. – Foto: Oliver Reiser

Seit der 0:3-Niederlage gegen den TSV Rain läuft es beim TSV Aindling. Gegen den SV Cosmos Aystetten gelang der dritte Sieg in Folge, der mit 6:0 noch dazu sehr deutlich ausfiel. Es waren Tore zu notieren, die das Prädikat sehenswert verdienten. Los ging‘s mit dem 1:0. Eine Maßflanke von Jonas Müller beförderte Laurin Völlmerk mit dem Kopf ins lange Eck. TSV-Trainer Florian Fischer erlebte einen Abend ohne große Aufregung. „Es war von Anfang an ein gutes Spiel von uns. Der Spielfluss war da, wir sind zufrieden. Die Jungs haben ein Superspiel hingelegt, es gab keine Leichtsinnsfehler.“
Aystetten blieb im Flutlichtspiel offensiv harmlos und kassierte hinten zum zweiten Mal in Folge sechs Gegentreffer. Wobei die Hälfte davon auf Völlmerk geht. Zwischendurch durften allerdings auch mal andere ran. So steuerten Jonas Müller das 2:0 und Ibrahim Neziri das 3:0 bei. Den Schlusspunkt setzte Moritz Wagner. Aystetten, das auf den verletzten Fabian Krug und den verhinderten Maximilian Heckel in der Innenverteidigung verzichten musste, war chancenlos. (jeb, red) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Gürkan Günebakan (München) - Zuschauer: 202
Tore: 1:0 Laurin Völlmerk (19.), 2:0 Jonas Müller (34.), 3:0 Ibrahim Neziri (46.), 4:0 Laurin Völlmerk (57.), 5:0 Laurin Völlmerk (71.), 6:0 Moritz Wagner (83.)

Aufrufe: 026.10.2025, 20:09 Uhr
Walter BruggerAutor