
Es gilt Nackenschläge zu verarbeiten. Die SG Kirchardt wie auch Türkspor Eppingen haben vergangenes Wochenende mit Niederlagen herbe Rückschläge im Abstiegskampf hinnehmen müssen. Aus Kirchardter Sicht ist das mit Blickrichtung diesen Sonntag sicher keine angenehme Voraussetzung, schließlich wartet beim FV Nußloch das nächste Sechs-Punkte-Spiel. Bei einer Niederlage würde die Schwager-Truppe auf den Relegationsplatz zurückfallen. Davon wieder ein Stückchen weiter entfernt ist Türkspor Eppingen nach dem 0:3 gegen den SC Rot-Weiß Rheinau. Nun führt den Sinsheimer Aufsteiger die Reise zum FV Brühl und dort ist im Normalfall nichts drin. Beide Partien beginnen am Sonntag um 15 Uhr.
Das hat sich Mehmet Öztürk ganz anders vorgestellt. „Wir haben uns alles selbst zuzuschreiben“, sagt der Türkspor-Trainer nach dem 0:3 gegen Rheinau, nachdem sich die Mannschaft aufgrund des vorangegangenen 3:0-Siegs gegen St.Leon viel mehr ausgerechnet hatte. Es gelang jedoch nicht mit der gleichen Vehemenz auch in das Kellerduell zu gehen. Der Coach konstatiert: "Wir haben vieles vermissen lassen, was uns eine Woche zuvor noch ausgezeichnet hat. Gegen St.Leon haben wir Gelbe Karten wegen Ball wegschlagen und Trikot ausziehen bekommen, gegen Rheinau haben wir in 90 Minuten dagegen keine einzige Verwarnung kassiert."
Was sich der 48-Jährige für die kommenden Aufgaben wünscht ist zwischen den Zeilen herauszulesen – es soll mehr gekämpft, einfach mehr Mentalität gezeigt werden. Am Sonntag in Brühl wird jedoch wohl kaum Zählbares drin sein. Öztürk meint: "Ich habe schon einmal gesagt, dass gegen die Top Vier der Liga unter normalen Umständen nichts drin ist. Alle anderen Teams sind meiner Meinung aber nach zu packen." Deshalb ist es mindestens genauso wichtig sich achtbar aus der Affäre zu ziehen, um sich keinen weiteren Dämpfer im Selbstbewusstsein einzufangen. Darauf folgen nämlich die machbaren Partien bei der SpVgg 06 Ketsch und das Sinsheimer Duell mit der SG Kirchardt.
Die Ausgangslage ist deshalb gar nicht mehr so sehr anders als vor Wochenfrist. "Wir benötigen trotzdem acht, neun Siege aus nun 14 Spielen. Wir geben die Hoffnung nicht auf", verspricht Öztürk weiterhin vollen Einsatz sowie den Glauben an das Wunder in Eppingen.