
Wenn am Dienstagabend der 28. Spieltag mit der Partie zwischen Alemannia Salzbergen und dem SV Vorwärts Nordhorn II eröffnet wird, treffen zwei Mannschaften aufeinander, die mit Rückenwind in die entscheidende Phase der Saison gehen. Salzbergen hat sich mit nur einer Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen eine stabile Ausgangsposition im Tabellenmittelfeld erarbeitet, während die Gäste aus Nordhorn zuletzt mit vier Siegen in Folge – allesamt gegen Spitzenteams – ein eindrucksvolles Statement gesetzt haben.
Die Ausgangslage ist klar umrissen: Salzbergen rangiert mit 30 Punkten auf Platz zwölf und hat sich durch den 4:3-Erfolg in Emslage am vergangenen Spieltag weiter Luft im Abstiegskampf verschafft. Vorwärts Nordhorn II steht mit 45 Zählern auf Rang sechs und zählt aktuell zu den formstärksten Teams der Liga. Der 3:1-Sieg gegen den Tabellenzweiten ASV Altenlingen am 27. Spieltag unterstrich die Ambitionen der Nordhorner eindrucksvoll.
Salzbergens Trainer Andre Meiners begegnet der Aufgabe mit Respekt – und Selbstbewusstsein. „Nach nur einer Niederlage aus den letzten sieben Spielen und zuletzt zwei Siegen in Folge wollen wir den Schwung auch gegen die formstarken Nordhorner mitnehmen, welche zuletzt vier Siege in Folge gegen die Top-Teams der Liga sammelten“, sagt Meiners. Seine Mannschaft habe sich „in den vergangenen Wochen eine gute Ausgangslage für den Saisonendspurt erarbeitet“, wisse aber auch, „dass man noch nicht durch sei und weitere Punkte sammeln müsse. Am besten bereits am Dienstag.“
Dass die Gäste spielerisch zur Spitze der Liga zählen, ist für Meiners unbestritten. „Für mich gehören die Gäste aus Nordhorn zu den spielstärksten Teams der Liga. Das bekamen wir auch bei der deutlichen 0:5-Niederlage im Hinspiel zu spüren.“ Entsprechend wachsam geht Salzbergen in die Partie – zumal man sich Schwankungen wie zuletzt nicht leisten will. „Eine Halbzeit wie am vergangenen Wochenende in Emslage dürfen wir uns am Dienstag nicht erlauben. Das wird kein zweites Mal gut gehen.“
Personell muss Salzbergen weiterhin improvisieren. Neben den Langzeitausfällen fehlen auch Jonas Grund und Henning Sprengel studien- beziehungsweise arbeitsbedingt, Lukas Niemeyer fällt verletzungsbedingt aus. Hoffnung gibt hingegen die Rückkehr von Timon Kaiser, der nach langer Verletzung erstmals wieder im Kader steht. Zudem ist Kapitän Tim Berger wieder einsatzbereit – ein Faktor, der in einem intensiven Duell gegen eines der formstärksten Teams der Liga Gewicht haben könnte.
Vier Spieltage vor Saisonende geht es für beide Mannschaften um wichtige Zähler – für Nordhorn um die Festigung des starken sechsten Platzes, für Salzbergen um die endgültige Absicherung nach unten. Die Rollen scheinen verteilt, doch die jüngste Serie der Hausherren deutet an, dass sie bereit sind, dem Favoriten Paroli zu bieten.