
Er spielte an der Seite von Werner Lorant, Sepp Weikl, Peter Biesenkamp oder Hardy Helmreich und bildete eine Fahrgemeinschaft mit Wolfgang Funkel – keine Frage, Konrad Eickels blickt auf eine stolze Karriere zurück. Am Donnerstag wurde „Conny“ Eickels, wie er in Fußballerkreisen genannt wird, 70 Jahre alt.
Ein Datum, das man sich sicher auch bei der Fortuna notiert hat. Schließlich zählt Eickels dort noch immer zu den rot-weißen Helden. Seinen Platz in den Geschichtsbüchern des Klubs sicherte sich der gebürtige Neusser in der Saison 1976/77, als er Fortunas Amateure mit 32 Toren zur deutschen Amateurmeisterschaft schoss. Im Finale gegen den SV Sandhausen gelang dem aufstrebenden Stürmer zwar kein Treffer. Obmann Benno Beiroth attestierte dem Offensivmann damals dennoch eine vorbildiche Leistung.
Der große Erfolg bildete für ihn zugleich den Grundstein für eine bemerkenswerte Laufbahn, die ihn bis in die Bundesliga führte. Noch im selben Jahr feierte der Torjäger im Dress des Aufsteigers 1.FC Saarbrücken gegen Eintracht Frankfurt sein Debüt im Oberhaus. Legendär waren auch die folgenden Auftritte im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München vor 30.000 Zuschauern und der 2:1-Sieg in der Liga über den Hamburger SV, der damals zur absoluten Spitze zählte.
Sein erstes Bundesliga-Tor erzielte der Angreifer gegen den SV Werder Bremen. Seine Profikarriere ließ Eickels 1988 bei Rot-Weiss Oberhausen ausklingen, dem geliebten Fußball blieb er derweil bis heute treu. Bis vor kurzem war der dreifache Vater noch für Fortunas Traditionsmannschaft aktiv am Ball. Seine Erfahrung gibt Eickels zudem immer noch als Trainer der D-Junioren von Turu 80 weiter.
Die Liebe zum Sport färbte natürlich auch auf den Rest der Familie ab. Seine Ehefrau Angelika lernte er während seiner Zeit bei der Fortuna im Klubhaus kennen. Beide sind seit 43 Jahren verheiratet. Sie ist noch heute im Jugendvorstand der Turu tätig. Auch die beiden Söhne Sascha und Jan-Niklas jagten dem runden Leder hinterher.
Der dritte Sohn Dominik hatte sich der DEG und dem Eishockey verschrieben. Er wurde im vorletzten Jahr viel zu früh aus dem Leben gerissen. Der Tod des Sprösslings riss tiefe Wunden. Dabei geholfen, diese zumindest ein Stück weit zu heilen, haben die beiden Enkelkinder Mila-Emia (9 Jahre) und Noel (5). Sie sind heute der ganze Stolz von Opa „Conny“ und werden am Donnerstag auch sicher zu den ersten Gratulanten gezählt haben.