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Eine Ära geht zu Ende: Ivica Coric verlässt den VfB Forstinning nach neun Jahren

Nach dem Landesliga-Abstieg

von Christian Scharl · 02.06.2025, 09:17 Uhr · 0 Leser
Geht von Bord: Ivica Coric hört beim VfB auf.
Geht von Bord: Ivica Coric hört beim VfB auf. – Foto: SRO

Nach neun Jahren verlässt Chefcoach Ivica Coric den Landesliga-Absteiger VfB Forstinning. Coric spricht über den Abstieg und seine Beweggründe.

Mit dem Abstieg des VfB Forstinning aus der Landes- in die Bezirksliga geht auch unbestritten eine Ära zu Ende. Forstinnings Langzeittrainer Ivica Coric beendet seine Tätigkeit bei dem Landkreisverein – diese Entscheidung teilte Abteilungsleiter Thomas Herndl auf der gemeinsamen Abschlussfeier aller drei Herrenmannschaften am Samstagabend im vereinseigenen Sportheim mit.

Wunschkandidaten für den Nachfolger gebe es

Bei der Verpflichtung eines Nachfolgers befindet sich der Fußballchef in aussichtsreichen Gesprächen mit einem Wunschkandidaten. Nach seinem Abschied befragte die Ebersberger Zeitung Ivica Coric über den Abstieg des VfB Forstinning, nach seinen Beweggründen, aber auch Zukunftsplänen.

Nach insgesamt neun Jahren sowie 229 Punktspielen mit zwei Aufstiegen, einem Abstieg, einem Totopokal- und Landkreispokalsieg verlassen Sie den VfB Forstinning. Wie kam es dazu?
Ivica Coric: Es war meine eigene, nicht einfache Entscheidung. Vor einigen Wochen kam Thomas (Herndl, Anm.d.Red.) auf mich zu und teilte mir seinen und den Wunsch des Vereins mit, weiter mit mir arbeiten zu wollen. Jetzt nach dem Abstieg ist es aber wohl besser, mit einem neuen Trainer neue Ideen und frischen Wind rein zu bringen. Nachdem ich 2023 aus privaten Gründen beim VfB aufgehört hatte, blieb ich ständig im Austausch mit Thomas und auch einigen Spielern. Mit diesen bin ich im Laufe der Jahre auch freundschaftlich verbunden gewesen und werde es auch weiterhin sein.
Deshalb bin ich auch im Sommer 2024 dann wieder zum VfB zurückgekehrt. Und insgesamt sehe ich die Epoche in Forstinning trotz des nun erfolgten Abstiegs sehr positiv. Als ich vor über zehn Jahren das erste Mal mit Thomas zusammen getroffen bin, hatte der Verein den Traum von der Bezirksliga. Diesen haben wir dann recht schnell geschafft. Und Forstinning ist auch weiterhin eine gute Adresse.
Was waren Ihrer Meinung nach die Hauptgründe für den Abstieg?
Es war das ganze Jahr nicht einfach. Unser Kader war insgesamt nicht breit genug, vor allem in der Rückrunde. Dann sind uns einige wichtige Spieler weggebrochen. Matthias Hirt hat sich schwer verletzt, Korbinian Hollerieth fiel einige Wochen aus und auch Nico Weismor und Dimitar Kirchev haben einige Wochen gefehlt. Dann war auch noch Mohamad Awata in den letzten Wochen noch verletzt.
Das konnten wir am Ende nicht mehr kompensieren. Ich konnte dann bei den Ausfällen auch keine Reizpunkte mehr innerhalb des Kaders setzen. Vielleicht hat auch die Mischung nicht gestimmt und uns haben ein, zwei Spielerpersönlichkeiten wie Korbi (Hollerieth, Anm.d.Red.) gefehlt. Und am Ende haben wir in den entscheidenden Heimspielen gegen Freilassing und Unterföhring nicht gewonnen, obwohl dies möglich war.
Wie sieht ihre persönliche Zukunftsplanung aus?
Ich werde erst einmal Pause machen und die Zeit genießen. Dazu jetzt erst einmal länger Urlaub mit meiner Frau machen. Und ich bin ja nach wie vor Stützpunkttrainer des DFB in Dornach für Jugendspieler, die nicht in den Nachwuchsleistungszentren der großen Vereine spielen. Ich kann mir aber auch vorstellen, irgendwann in der Zukunft als Sportlicher Leiter eines Vereins mit meiner langjährigen Erfahrung als Trainer tätig zu sein.