2026-04-20T12:45:22.080Z

Allgemeines

Einbruch nach der Pause

KSV gibt Führung in Fulda aus der Hand

von Jan Gundlach · Gestern, 23:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Claus G. Stoll

Der KSV Hessen Kassel hat das Hessenduell bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz trotz Führung verloren. Vor 1620 Zuschauern in der Johannisau brachte Jan Dahlke die Nordhessen früh in Front, ehe Fulda die Partie nach der Pause innerhalb weniger Minuten drehte.

Dabei hatte der Abend für die Mannschaft von René Klingbeil zunächst ordentlich begonnen. Kassel übernahm in der Anfangsphase etwas mehr Ballbesitz und nutzte in der 16. Minute den ersten klaren Moment konsequent: Adrian Bravo-Sanchez spielte stark in die Tiefe auf Phinees Bonianga, dessen Hereingabe Jan Dahlke im Fallen zum 1:0 verwertete.

Vier entscheidende Minuten

In der Folge aber fand Fulda zunehmend besser in die Partie. Der KSV leistete sich im Aufbau einige Ungenauigkeiten und geriet mehr und mehr unter Druck. Die Gastgeber kamen zu ersten guten Möglichkeiten, doch Jonas Weyand und die Kasseler Defensive hielten die Führung zunächst fest. Kurz vor der Pause bot sich den Löwen dann sogar die große Chance zum zweiten Treffer: Samuel Angel Zapico Lopez parierte stark gegen Bonianga und anschließend auch gegen Dahlke, sodass Kassel mit einem knappen Vorsprung in die Kabine ging.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen, ehe sie innerhalb von vier Minuten kippte. In der 61. Minute traf der kurz zuvor eingewechselte Moritz Reinhard zum Ausgleich, als er eine Hereingabe von rechts entscheidend abfälschte. Nur drei Minuten später folgte der nächste Nackenschlag für den KSV: Nach einer Ecke köpfte Roko Ivankovic den Ball artistisch zum 2:1 in die Maschen.

Am Ende zu wenig

Diese Doppelschläge trafen Kassel in einer Phase, in der die Partie zu kippen begann. Fulda agierte nun mit deutlich mehr Wucht, gewann viele zweite Bälle und kam in der Schlussphase sogar den dritten Treffer näher als der KSV dem Ausgleich. Ein Kopfball von Tobias Göbel landete an der Latte, Leon Pomnitz traf zudem den Querbalken. Kassel konnte sich zwar zwischenzeitlich wieder etwas sammeln, entwickelte in der Schlussphase aber zu wenig Durchschlagskraft, um die Gastgeber noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

So blieb aus Kasseler Sicht eine Niederlage, die vor allem deshalb schmerzt, weil der KSV nach guter Anfangsphase und eigener Führung die Kontrolle verlor. Was zunächst nach einem abgeklärten Derby-Auftritt ausgesehen hatte, wurde nach der Pause zu einem Spiel, in dem Fulda entschlossener, gefährlicher und letztlich verdienter wirkte. Für die Löwen war es damit ein Abend, an dem eine ordentliche Ausgangslage binnen weniger Minuten kippte.