2024-05-29T06:38:12.186Z

Ligabericht
– Foto: Horst-Dieter Koch

Ein Zweikampf im Norden und ein Dreikampf im Süden

Die beiden Oberligen aus dem NOFV-Bereich biegen auf die Zielgeraden ein. Im Blickfeld steht der Aufstiegskampf in den jeweiligen Ligen.

In beiden Ligen der NOFV-Oberliga gibt es nur noch wenige Teams, die sich im Kampf um den Aufstieg befinden. Wir haben uns beide Staffeln angeschaut und analysiert, sowie einen kleinen Ausblick auf das Restprogramm der jeweiligen Teams gegeben.

Zweikampf in der Oberliga Nord

Die Situation in der Nordstaffel hat sich durch den Rückzug vom Charlottenburger FC Hertha 06 geändert. Der Verein hatte sich in der laufenden Saison vom Spielbetrieb zurückgezogen. Alle absolvierten Spiele wurden aus der Wertung genommen. So haben die anderen Mannschaften nach 23 Spieltagen nur 21 bzw. 22 Spieltage absolviert. Der drittplatzierte Sparta Lichtenberg (41 Punkte) ist bereits aus dem Titelkampf ausgeschieden, da der Rückstand zum Tabellenersten SV Lichtenberg (55 Punkte) 14 Zähler beträgt. So läuft es auf einen Zweikampf zwischen Lichtenberg 47 und Hertha 03 Zehlendorf (54 Punkte) hinaus. Hertha hat einen Zähler weniger als der SVL. Und die bessere Tordifferenz spricht auch für Hertha.

Beide Kontrahenten spielen nicht mehr gegeneinander. Das Hinspiel konnte Hertha 03 mit 2:1 für sich entscheiden. Das Rückspiel endete 1:1. Dazu hat Hertha ein relativ machbares Restprogramm. Die meisten ihrer Gegner sind so gut wie durch. Nur bei der SG Dynamo Schwerin geht es noch um wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Lichtenberg 47 spielt als nächstes gegen den RSV Eintracht und anschließend beim Rostocker FC 1865. Beide Teams spielen noch gegen den Abstieg.

Dreikampf in der Oberliga Süd?

Die Frage in der Südstaffel scheint auf den ersten Blick noch etwas offen zu sein. VfB Germania Halbnerstadt nimmt Platz 3 (47 Punkte) in der Tabelle ein. Bischofswerda (55 Punkte) und Plauen (56 Punkte) scheinen schon zu weit davongezogen zu sein. Allerdings ließen die beiden Aufstiegsanwärter am vergangenen Spieltag wichtige Punkte liegen. Der BFV erreichte im Heimspiel nur ein 0:0 gegen Budissa Bautzen. Plauen kam beim FC Grimma nicht über ein 0:0 hinaus. Halberstadt machte seine Hausaufgaben und gewann sein Heimspiel gegen den Ludwigsfelder FC mit 2:0.

Allerdings erwartet Halberstadt ein schweres Restprogramm. Mit Rudolstadt, Marienberg und dem VfL Halle spielen sie noch gegen Teams, die gegen den Abstieg spielen. Der BFV muss ebenfalls noch gegen diese Mannschaften im Tabellenkeller ran. Ansonsten spielen sie noch gegen Teams aus dem oberen Mittelfeld. Plauen spielt aus dem Tabellenkeller noch gegen Arnstadt und Rudolstadt. Bei den anderen Gegnern wie dem VfB Krieschow oder der Reserve vom 1. FC Magdeburg geht es um nichts mehr.

Es ist schwer zu sagen, wer das Rennen am Ende machen wird. Halberstadt hat realistisch gesehen wirklich nur noch Außenseiterchancen, so dass man sich wohl auf einen Zweikampf zwischen Plauen und Bischofswerda einstellen kann. Das Hinspiel zwischen beiden Kontrahenten endete 1:1. Im Rückspiel entführte der BFV mit einem 1:0-Erfolg alle drei Punkte aus Plauen. Es werden also vielleicht Kleinigkeiten sein, die letztendlich den Aufstiegskampf entscheiden werden.

Aufrufe: 016.4.2024, 20:23 Uhr
René KubaschAutor