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Ein Zehn-Tore-Spektakel in Obersimonswald

TuS Königschaffhausen verlässt dank Auswärtssieg die Abstiegsplätze +++ Remis zwischen Denzlingen II und Ligaprimus Waltershofen

von Jürg Schmidt (BZ) · 12.05.2025, 17:00 Uhr · 0 Leser
Die SG Simonswald/Obersimonswald (blaues Trikot) im Vorwärtsgang: Zehn Bad Krozinger konnten den Sturmlauf des Favoriten nicht eindämmen.
Die SG Simonswald/Obersimonswald (blaues Trikot) im Vorwärtsgang: Zehn Bad Krozinger konnten den Sturmlauf des Favoriten nicht eindämmen. – Foto: Richard Weis

Die SG Simonswald/Obersimonswald ist mit dem 9:1-Heimsieg über Bad Krozingen nicht nur auf den zweiten Tabellenplatz zurückgekehrt, sondern hat auch die Abstiegssorgen der Kurstädter verschärft. Deren Konkurrenz schlief nicht: Au-Wittnau polierte die Heimbilanz mit dem 3:0 gegen Oberried weiter auf, Königschaffhausen entschied das Abstiegsduell beim SC Reute mit 2:1 für sich.

Knackpunkt Platzverweis

Jörg Klausmann, der im Sommer sein Engagement als Trainer der SG Simonswald/Obersimonswald beenden wird, brachte es auf den Punkt: „Das 9:1 gegen Bad Krozingen kann noch wichtig werden, weil das Torverhältnis eine Rolle spielen kann.“ Dies war am Wochenende bereits der Fall, denn dank des Resultats vermeldet die SG im Vergleich zum FC Emmendingen die größere Anzahl erzielter Tore und verdrängte so den FCE vom zweiten Platz. Weiteres Plus: „Der hohe Sieg gibt uns Auftrieb, nachdem es in den letzten zwei Wochen für uns nicht so gut lief.“ Knackpunkt der Partie war die Rote Karte gegen FCK-Verteidiger Sebastian Selinger, der in der 29. Minute die „Notbremse“ gegen den überragenden Lukas Fehrenbach gezogen hatte. Davor hätten die Kurstädter stark gespielt, wenngleich sie ihre Chancen nicht genutzt hatten. „Die zweite Halbzeit war dann eindeutig“, so Klausmann. „Wir haben unsere Konter gut ausgespielt, und auch die Einwechselspieler haben eingeschlagen.“

Joker Brengartner schnürt einen Doppelpack

„Ein superwichtiges Spiel, und wir haben drei Punkte geholt!“ Marc Lais vom Trainerteam des SV Au-Wittnau war mit dem 3:0 gegen die SF Oberried hochzufrieden. „Wir hatten in der ersten Halbzeit die besseren Spielanteile und sind verdient mit einer 1:0-Führung in die Pause gegangen“, fand Lais. „Nach der Pause haben wir etwas schwerer ins Spiel gefunden, da war der Gegner zunächst besser. Aber wir sind geduldig geblieben und haben uns wieder hineingekämpft. Mit dem 2:0 war das Spiel entschieden.“ Die Kaderbreite gab nach Lais’ Dafürhalten den Ausschlag: „Wenn man Spieler von der Bank bringen kann, die gleich Gas geben, ist das ein Vorteil.“ Damit zielte der Coach auf Joker Matthias Brengartner ab, der mit seinem Doppelpack den 3:0-Endstand herstellte. Einen bedeutenden Part am Erfolg sprach Lais zudem Torhüter Hannes Gutmann zu, der beim Stand von 1:0 starke Paraden auspackte. „Wenn das 1:1 fällt, kann so ein Spiel ganz anders laufen“, so Lais.

TuS Königschaffhausen mit starker Moral

„Moral“ ist ein Stichwort, das für Dominik Ruth, den Trainer des TuS Königschaffhausen, die Stärke seiner Mannschaft gut beschreibt. Der Coach erinnerte an das Montagsspiel gegen den Favoriten SG Simonswald/Obersimonswald, in dem seine Elf erst zurückgelegen hatte, sich aber am Ende mit einem Punkt (1:1) belohnte. In Reute war allen Beteiligten, auch dem Gegner, die Bedeutung der Partie bewusst. Der Nervosität im Abstiegsduell war wohl die mangelnde spielerische Qualität zuzuschreiben. Mit der ersten Chance der Gastgeber gerieten die Kaiserstühler in Rückstand. Nachdem Torwart Daniel Baumann mit einer Klasseparade das 0:2 verhindert hatte, konnte der Aufsteiger noch vor der Pause egalisieren. „In der zweiten Halbzeit war es immer noch kein schönes Spiel, aber wir haben mehr Biss entwickelt, wollten den Dreier etwas mehr“, sagte Ruth. Der engagierte Marius Hagenguth markierte mit einem satten Schuss in den Winkel das 2:1-Siegtor. „Ein harter, extrem zehrender Sieg“, befand Ruth. Der TuS kletterte damit auf den zwölften Tabellenplatz. Nun gelte es am kommenden Wochenende gegen den SV Biengen nachzulegen, so Ruth.

FC Denzlingen II ringt Ligaprimus Waltershofen ein 1:1 ab

Tobias Müller, der Trainer des Verbandsliga-Unterbaus des FC Denzlingen, sprach nach dem 1:1 von einer starken Bezirksliga-Partie gegen den Tabellenführer Waltershofen. Die taktische Ausrichtung und die gelungene Abwehrarbeit brachten seiner Mannschaft einen Punkt ein. „Es gab jede Menge Torchancen, und wir sind mit unserem ersten Angriff in Führung gegangen“, berichtete Müller. Die Gäste verloren den Ball in der Vorwärtsbewegung, der FCD schaltete blitzschnell um, und Nelio Lemminger traf zum 1:0. Kurz vor der Pause konnte Carlo Rösler aus sieben Metern ausgeleichen. Die Gastgeber notierten Tormöglichkeiten durch Tim Lettgen und Sebastian Andreescu. „In der zweiten Halbzeit hatte Waltershofen die klareren Chancen“, sagte Müller und präzisierte: „Einen Lattentreffer, ein Abseitstor.“ Mit der letzten Aktion des Spiels, nach einem Freistoß, hätte Tim Lettgen das 2:1 erzielen können, doch befand er sich im Abseits. So kam Müller zu dem Schluss: „Das 1:1 ist okay.“