2026-04-23T13:43:33.969Z

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Ein umstrittener Elfmeter bringt Forstern in Ruderting um den Punktgewinn

Frauenfußball: Strittiger Strafstoß

von Franziska Kugler · Heute, 04:00 Uhr · 0 Leser

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Nach dem Ausgleich war der Tabellenführer von der Rolle. Dann entschied ein fragwürdiger Strafstoßpfiff das Spitzenspiel doch noch.

Nach der 0:4-Klatsche in der Hinrunde durften die Forsternerinnen im Spitzenspiel beim FC Ruderting diesmal lange auf einen Punkt hoffen. Denn letztlich brachte erst ein aus ihrer Sicht überaus fragwürdiger Elfmeterpfiff die Entscheidung. Der 2:1-Sieg für den Ligaprimus gehe aus Sicht von FCF-Trainer Jan Strehlow allerdings in Ordnung. Immerhin sei das Chancenübergewicht klar auf Seiten des FCR gelegen.

„Sie sind aber zu inkonsequent gewesen und haben spielerisch erstaunlich wenig aus ihrer athletischen Überlegenheit gemacht“, wundert sich der 37-Jährige, der bereits in der achten Minute tief durchatmen musste. Ein scharfer Abschluss aus 13 Metern konnte gerade noch geblockt werden. Mitte der ersten Hälfte war dann allerdings auch FCF-Torfrau Lily Koch gefordert, als sie einen Distanzschuss der Gastgeberinnen von der Linie kratzte. So führte erst ein eigener Abspielfehler im Strafraum zum 1:0 für Ruderting: Nach einem überraschenden Ballgewinn und dem darauffolgenden Querpass musste Franziska Haider lediglich noch einschieben (45.).

Als „unfertig“ bezeichnete Strehlow derweil die Angriffe seiner Elf, die das Leder ebenso wie der Tabellenführer zu häufig lang nach vorn schlug. Folglich stellte sich ein „Kullerball“ von Veronika Auer aus knapp 30 Metern als die beste Möglichkeit seiner Mannschaft in Halbzeit eins heraus. Und auch mit Wiederanpfiff blieben klare Torchancen aus. Doch manchmal braucht es nicht unbedingt eine gelungene Offensivaktion, um einen Treffer zu erzielen: In der 76. Minute nutzte Neuzugang Helena Hakala nämlich einen Patzer einer FCR-Innenverteidigerin aus und schob im Eins-gegen-Eins zum Ausgleich ein. „Und ab da war Ruderting komplett von der Rolle“, erinnert sich Strehlow.

Umso ärgerlicher sei daher der späte Pfiff des Schiedsrichters gewesen, der sich laut dem FCF-Coach aus großer Entfernung für einen Foulelfmeter entschieden hatte. Dabei sei die gegnerische Angreiferin ohne die Möglichkeit, den Ball zu kontrollieren, wohl „wie ein nasser Sack“ an einer Forsterner Verteidigerin zusammengefallen. Entsprechend erklärt der Übungsleiter: „Wir geben jedem, der es gerne selbst beurteilen möchte, das Video.“ Zumindest spiegle das Ergebnis – Franziska Schwaiberger verwandelte den Strafstoß zum 2:1 (88.) – so aber den Spielverlauf wider.