2024-07-12T13:30:11.727Z

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In Sulzburg feiern die Hügelheimer Jungs den Aufsteig in die Kreisliga A.
In Sulzburg feiern die Hügelheimer Jungs den Aufsteig in die Kreisliga A. – Foto: Daniel Thoma

"Ein Team, ein Ziel" – SF Hügelheim sind ihren Weg zu Ende gegangen

Aufsteiger im Porträt: Die SF Hügelheim

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Die Sportfreunde Hügelheim haben es geschafft. Die Meisterkicker steigen in die Fußball-Kreisliga A auf. Das erfolgreiche Abschneiden hatte sich schon in der Hinrunde abgezeichnet.

In einer Serie porträtieren wir Aufsteiger im Amateursport. Heute: die Sportfreunde Hügelheim. Beim drittletzten Saisonspiel steht es fest: die Sportfreunde Hügelheim steigen in die Fußball-Kreisliga A auf. Mit 9:2 haben die Hügelheimer den SV Sulzburg vom Platz gefegt. Das Ziel, Meister zu werden und aufzusteigen, stand fest, war sogar ein Versprechen an Vereinsikone Otto Herrmann. Kapitän Manuel Pleuler ist mit anderen ehemaligen Hügelheimer Eigengewächsen zum Heimatverein zurückgekehrt. Im Interview erinnert er sich an den schönsten Moment der Saison und verrät, warum Meistertrainer Andreas Duttlinger nicht unfehlbar ist.

BZ: Welcher Satz fasst die Saison am besten zusammen?
Pleuler: Ein Team, ein Ziel.

BZ: Mannschaftliche Geschlossenheit vorausgesetzt – was war darüber hinaus ein wichtiger Erfolgsfaktor?
Pleuler: Ganz wichtig war, dass wir wenig Verletzte und wenig Ausfälle hatten. Außerdem haben alle durchgezogen. Wir haben einen breiten Kader. Die Mannschaft konnte also viel wechseln, ohne dass sie sich verschlechtert hätte.

BZ: Die beste Anekdote der Saison?
Pleuler: Da gibt es mehrere, aber klar ist, dass jedes Spiel erst einmal gespielt werden muss, bevor man die Punkte bekommt. Das hat uns Sulzburg beim Hinspiel gezeigt, als wir erst in der letzten Minute den Sieg sichern konnten.

BZ: Welchen Moment der Saison werden Sie in besonderer Erinnerung behalten?
Pleuler: Ein paar alte Spieler, die nicht mehr in Hügelheim gespielt haben, wollten es noch einmal wissen. Siegfried Tetzlaf und Sergej Durban haben einige von denen zusammengetrommelt und gesagt, wenn wir nochmal etwas reißen wollen, dann mit Hügelheim. In dem Zuge bin ich auch wieder nach Hügelheim. Als wir dann in dieser Besetzung zusammensaßen, war das ein sehr besonderer Moment. Und dann natürlich als es vollbracht war, als klar wurde, dass wir Meister werden.

BZ: Welcher Saisonerfolg war der vielleicht wichtigste?
Pleuler: Die Derbys gegen unsere direkten Konkurrenten. Gegen Müllheim war es besonders hart.

BZ: Wen aus der Aufstiegsmannschaft sollte Julian Nagelsmann mit zur EM nehmen und warum?
Pleuler: Da könnte ich wirklich alle nennen. Da bräuchte Nagelsmann einen komplett neuen Kader. Aber wenn ich Namen nennen muss, dann Siegfried Tetzlaf, neben dran Nico Bromberger und auch Nick Weng.

BZ: Welcher Spieler musste die meisten Kisten zahlen?
Pleuler: Alex Hartung, unser Torwart-Trainer. Garantiert. Der hat bei jedem Spiel je einen Kasten für beide Teams geholt.

BZ: Gab es auch einen Strafenkatalog?
Pleuler: Den gab es, aber die Umsetzung hat gehakt. Wegen des neuen Teams war es nicht so einfach, aber er etabliert sich langsam.

BZ: Wer hat sich bei der Aufstiegsfeier als größtes Feierbiest entpuppt?
Pleuler: Kevin Marget. Aber das war klar. Der hat sich während der Saison zurückgehalten und hat dann richtig losgelegt.

BZ: Wer war der größte Fan Ihrer Mannschaft?
Pleuler: Da gibt es viele. Es ist schwierig, einen herauszustellen. Es hat sich bei uns eine große Fankurve von etwa 20 Leuten entwickelt, die bei jedem Spiel dabei war. Egal ob es Katzen hagelte. Aber unser Torwart-Trainer Alex Hartung ist der größte Fan, der war sehr eng bei der Mannschaft, immer vor Ort, auch bevor er Betreuer war.

BZ: Welcher Spieler aus dem Aufstiegsteam hätte die beste Wertung bei FIFA, und was sind seine Eigenschaften?
Pleuler: Nick Weng. Ein junger Spieler mit viel Potenzial. Ganz einfach: viele Tore, viele Assists. Höchste Wertung.

BZ: Welcher Song passt am besten zur Mannschaft?
Pleuler: "Geschichte" von RAF Camora. Der Song hat einen Sog, zieht einen in den Tunnel und alle haben Bock.

BZ: Welche Auswärtsfahrt werden Sie (nicht) vermissen?
Pleuler: Die nach Eschbach. Da haben wir verloren, darauf kann ich verzichten.

BZ: Wo steht der Verein in einem Jahr?
Pleuler: Wir werden alles dafür tun, um in der Kreisliga A zu sein. Mal schauen, wie wir uns hocharbeiten können, aber in einem Jahr werden wir auf keinen Fall auf einem der Abstiegsplätze sein.

BZ: Wo muss sich der Verein besser aufstellen?
Pleuler: In der Jugendabteilung sind wir hervorragend besetzt, leider fehlt uns eine A-Jugend, die sehr wichtig wäre für die Aktiven. Das Clubheim müssen wir unbedingt sanieren, es ist in die Jahre gekommen und ein kleiner Kunstrasenplatz würde uns natürlich auch gut tun.

BZ: Was macht den Aufstiegsstandort Sportfreunde Hügelheim so besonders?
Pleuler: Wir sind eine kleine Gemeinde, aber wir können uns gegen die Großen wie Mühlheim und Neuenburg wehren. Wir sind ein Team, ein Dorf und wir halten zusammen.

BZ: Spfr-Coach Andreas Duttlinger ist ein super Meistertrainer, aber …
Pleuler: … er kommt nicht mit nach Malle.

Manuel Pleuler lebte und kickte bis er 20 war in Hügelheim. Der 34-Jährige wohnt inzwischen in Müllheim und hat fünf Jahre für Grissheim gespielt. Zusammen mit einigen anderen alten Hasen ist er zurück in Hügelheim und trägt seitdem die Kapitänsbinde. Wenn seine Fuße nicht in Kickschuhen stecken, berät Pleuler als Finanzierungsberater Menschen auf dem Weg ins Eigenheim.
Aufrufe: 09.6.2024, 17:00 Uhr
David Pister (BZ)Autor