2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

„Ein Spiel ohne Abwehr“

Altwarmbüchen verliert spektakuläres 5:7 – Trainer Schmidt hadert mit der Defensive

von red · Heute, 19:08 Uhr · 0 Leser
– Foto: Wojciech Banaszkiewicz

Zwölf Tore, viele Wendungen – und ein Trainer, der vor allem die Abwehr vermisst.

Der TSV Bemerode hat sich in einem außergewöhnlichen Spiel beim TuS Altwarmbüchen mit 7:5 durchgesetzt und damit drei Punkte aus dem Tabellenkeller entführt. Für Sebastian Schmidt jedoch bleibt vor allem ein Eindruck: „Zusammengefasst war es ein Spiel von beiden Mannschaften ohne Abwehr.“

Die Partie begann mit einem frühen Doppelschlag der Gäste: Perrin Willmann (6.) und David Jonathan Oduneye (16.) brachten Bemerode mit 2:0 in Führung. Altwarmbüchen tat sich zunächst schwer, auch personell bedingt. „Wir mussten in der ersten Halbzeit mit einer Mannschaft spielen, die so in dieser Saison noch nicht einmal zusammengespielt hat“, erklärte Sebastian Schmidt und verwies auf die frühe Anstoßzeit, „wodurch vier oder fünf Spieler nicht rechtzeitig da sein konnten.“

Erst im Laufe der ersten Hälfte fand der Gastgeber besser ins Spiel. „Wir sind dadurch leider erst im Laufe des Spiels richtig reingekommen“, sagte Sebastian Schmidt. Der Anschlusstreffer fiel noch vor der Pause, „glücklicherweise hat uns der Gegner einen Elfmeter ermöglicht“.

Mit personellen Umstellungen zur Halbzeit kippte die Partie zunächst: „In der Halbzeit haben wir dann viermal gewechselt, sodass die potenziellen Stammspieler ins Spiel kamen. Das hat man sofort gesehen: deutlich mehr Zug nach vorne.“ Altwarmbüchen glich aus und ging kurz darauf sogar in Führung. „Wir haben dann auch direkt mit der ersten Aktion verdient den Ausgleich gemacht. Mit der nächsten Aktion kommt eine schöne Flanke von außen, und in der Mitte steigt unser Mittelstürmer am höchsten und köpft zum 3:2 ein.“

Doch die Führung hielt nicht lange. „Allerdings haben wir uns danach von unseren Emotionen anstecken lassen. Wir wollten schnell das 4:2 nachlegen“, so Sebastian Schmidt. Stattdessen fiel wenig später der Ausgleich zum 3:3.

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit wechselnden Treffern, in dem Bemerode letztlich die Oberhand behielt. „Danach hatten wir einen kurzen Hänger. Der Gegner erzielt dann das 4:3 und das 5:3. Wir kommen noch einmal auf 5:4 heran, und so ging es hin und her“, beschrieb Sebastian Schmidt den Verlauf.

Die Einordnung fällt entsprechend kritisch aus: „Von den Chancen her wäre ein Unentschieden verdient gewesen. Aufgrund unserer schlechten Verteidigung – und damit ist nicht nur die Viererkette gemeint, sondern die gesamte Mannschaft – müssen wir die Niederlage aber akzeptieren. Wir haben schlichtweg gar nicht verteidigt.“

Besonders die Anzahl der Gegentore überraschte den Trainer: „Das war das erste Spiel, in dem wir so viele Gegentore bekommen haben, was mich schon überrascht hat.“ Offensiv jedoch sah er Fortschritte: „Wenn man selbst fünf Tore schießt, muss man so ein Spiel normalerweise gewinnen.“

Trotz der Niederlage versucht Sebastian Schmidt, den Blick nach vorn zu richten: „Für uns heißt es jetzt, den Kopf oben zu behalten, in den nächsten Spielen positive Erlebnisse zu schaffen und dann zu sehen, was dabei herauskommt. Rechnerisch ist noch alles möglich, auch wenn es faktisch schwierig ist.“

TuS Altwarmbüchen – TSV Bemerode 5:7
TuS Altwarmbüchen: Maximilian Nikolaus, Tom Luis Herzog, Marco Faulborn (46. Timo Rowold), Lennart Mokijewski, David Arnold (46. Nawras Sulaiman Kheder), Daniel Hector Patino Mosquera, Mirko Blech, Devin Dollmann, Yannik Gruhn, Nikolaos Aggelides (46. Bukurim Ukaj), Steve Schumann (16. Mohamed Ali Ouni) - Trainer: Sebastian Schmidt
TSV Bemerode: Luke Stebbe, Jorden Stoppa, Leonard Bült, Philipp Kreye (75. Mika-Tim Thomas), Niklas Mauer, Josef Flink, Malte-Jonas Oberbeck (64. Elias-David-Ben Jaksch), Jasper Kernchen, Paul Götting, David Jonathan Oduneye, Perrin Willmann (87. Luca-Elias Wild) - Trainer: Ramy-Nabil Hundt - Trainer: Daniel Spies
Schiedsrichter: Fabian Benje
Tore: 0:1 Perrin Willmann (6.), 0:2 David Jonathan Oduneye (16.), 1:2 Mirko Blech (41.), 2:2 Devin Dollmann (47.), 3:2 Devin Dollmann (49.), 3:3 Paul Götting (50.), 3:4 Leonard Bült (60.), 3:5 Paul Götting (63.), 4:5 Devin Dollmann (68.), 4:6 Perrin Willmann (80.), 4:7 Perrin Willmann (87.), 5:7 Bukurim Ukaj (90.)