2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Ein Sahnetag von Wormatias Spielmacher

Mert Özkaya überragt bei Heimsieg des VfR Wormatia Worms gegen Hertha Wiesbach mit vier Torbeteiligungen

von Stefan Mannshausen · 21.09.2025, 18:00 Uhr · 0 Leser
Wormatia-Spielmacher Mert Özkaya (rotes Trikot) erwischte gegen den FC Hertha Wiesbach (hier mit Moritz Ruffing) einen Sahnetag und war an allen vier Toren direkt beteiligt.	Foto: Christine Dirigo/pakalski-press
Wormatia-Spielmacher Mert Özkaya (rotes Trikot) erwischte gegen den FC Hertha Wiesbach (hier mit Moritz Ruffing) einen Sahnetag und war an allen vier Toren direkt beteiligt. Foto: Christine Dirigo/pakalski-press

Worms. Die makellose „Saarland-Bilanz“ des Oberligisten VfR Wormatia Worms geht weiter. Nach dem FV Diefflen (4:1) und dem SV Auersmacher (3:0), besiegten die Nibelungenstädter mit dem FC Hertha Wiesbach auch den dritten Saarland-Vertreter in der heimischen EWR-Arena deutlich. Beim 4:1 (3:1)-Erfolg stellte die Mannschaft von Trainer Anouar Ddaou die Weichen schon in Durchgang eins auf Sieg.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.

„Am Ende souverän, aber wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn Wiesbach die erste Chance nutzt”, sagte Wormatias Sportlicher Leiter Aydin Ay unmittelbar nach dem Schlusspfiff mit Blick auf den Spielverlauf. Auf ihrer rechten Angriffsseite waren die Gäste durchgebrochen und hatten den Ball perfekt in den Sechzehner gepasst, wo Tom Keller den Ball direkt nahm – und ihn an den Pfosten knallte. Fünf Minuten waren zu dem Zeitpunkt erst gespielt, doch schon da zeigten die Saarländer ihre Stärken - und dass sie sich nicht verstecken wollten.

Die Wormatia in der Anfangsphase im Glück

Auch in der Folge hatten die Gäste immer wieder gute Umschaltaktionen und setzten offensive Akzente. Doch kaltschnäuzig präsentierten sich bei knapp 30 Grad an diesem Samstagnachmittag vor allem die Hausherren. Und in Gala-Form dabei: Spielmacher Mert Özkaya. „Ein Tor, drei Assists”, musste dieser nicht lange überlegen, als er nach dem Schlusspfiff auf seine Statistik-Ausbeute angesprochen wurde. „Für mich persönlich war es ein perfektes Spiel”, sagte der Spielmacher. „Aber egal ob ich Tore und Vorlagen gemacht habe: Am Ende zählt nur der Sieg der Mannschaft.” Und die siegte schlussendlich problemlos. Eben dank Mert Özkaya in Topform.

Beim Wormser Führungstreffer bediente der 23-jährige Spielmacher Nico Jäger per Steilpass, der Gäste-Keeper Julian Holz mustergültig umkurvte und auf 1:0 stellte (15.). Beim zweiten Treffer spielte Mert Özkaya den Ball von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr, wo Niklas Meyer angerauscht kam und den perfekt getimten Pass vollendete (34). Vor dem 3:1 tauchte Mert Özkaya selbst völlig frei vor dem Wiesbach-Tor auf, blieb ruhig und schlenzte den Ball unhaltbar ins rechte Toreck (42.). Und als Krönung behielt der „Man of the Match” trotz nachlassender Kräfte („Es war brutal heiß auf dem Spielfeld”) in der 79. Minute bei einer Überzahlsituation der Wormser die Übersicht, spielte den Ball nach links auf den eingewechselten David Schehl, der mit einem Haken und einem strammen Schuss aus 16 Metern für den 4:1-Endstand sorgte.

„Im Endeffekt war das Ganze souverän”, bilanzierte Mert Özkaya anschließend. Einen kleinen Schönheitsfehler fand er an diesem perfekten Nachmittag dann aber doch noch. „Hintenraus hätten wir noch ein zwei Tore mehr machen können. Weil so, hatte man das Gefühl, dass Wiesbach es mit einem Tor in der zweiten Halbzeit nochmal spannend machen kann.” Die Saarländer, die sich bis in die Schlussminuten nicht aufgaben und marschierten, waren in Sachen Effizienz mit den Wormaten jedoch nicht auf Augenhöhe. Nur einmal, in der 38. Minute, schlossen die Wiesbacher einen schönen Angriff in Person von Yannik Haupts erfolgreich ab. Auch VfR-Torwart Tobias Edinger, der weitere Gästetreffer mit starken Paraden verhinderte, war in diesem Moment machtlos.

Die Wormser, die auf ihre Stammkräfte Leo Klein, Marc Nauth (beide angeschlagen) und Thomas Roetynck (Gelb-Rot-Sperre) verzichten mussten, hatten durch Laurenz Graf (13. und 29.), Meyer (74.), Schehl (82) und Lukas Sundin (89) weitere aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten.

Apropos Laurenz Graf. Der Mittelfeldspieler gab gegen Wiesbach völlig überraschend den Mittelstürmer („Das war für mich das erste Mal überhaupt”) und hatte bei den Toren von Jäger (Premierentreffer in der Liga für die Wormser) und Mert Özkaya direkt seine Füße im Spiel. Beim 1:0 setzte er am Mittelkreis energisch nach und spitzelte den Ball zu Mert Özkaya, sodass dieser Jäger auf die Reise schicken konnte. Beim dritten Wormatia-Treffer machte er den Ball fest und bereitete den Treffer selbst vor.