2026-05-15T09:36:57.455Z

Relegation

Ein Relegationsspiel, das nach Abpfiff nichtig sein könnte

Unabhängig davon, ob womöglich beide Releganten künftig in der Kreisliga starten können, duellieren sich Eschenbach und und Ensdorf im finalen Match einer langen Serie von Entscheidungsspielen

von Werner Schaupert · Heute, 12:30 Uhr · 0 Leser
Kann die DJK Ensdorf (rechts) eine tolle Kreisklassen-Saison mit dem Aufstieg krönen?
Kann die DJK Ensdorf (rechts) eine tolle Kreisklassen-Saison mit dem Aufstieg krönen? – Foto: Jonas Löffler

Sie wollen auf „Nummer sicher“ gehen: Dass mit dem Relegationsspiel am Donnerstagabend im Aicher Stadion zu Rosenberg sowohl für den SC Eschenbach (Rangdreizehnter der Kreisliga Nord), als auch für die DJK Ensdorf (Zweiter der Kreisklasse Süd) die – bei großer Hitze erst recht kräftezehrende – Serie von Entscheidungsmatches endgültig zu Ende gehen wird, das ist schon vor dem Anpfiff sicher. Und dass der Sieger dieser Partie eine lange Saison entweder mit dem Klassenerhalt (SCE) oder mit dem Aufstieg (DJK) positiv beenden wird, ist ebenfalls klar.

Ob auch der Verlierer dieses um 18.30 Uhr angepfiffenen Duells am Ende feiern darf, hängt davon ab, ob der SV Inter Bergsteig Amberg das zur gleichen Zeit ausgetragene Duell um den Bezirksliga-Verbleib gegen die DJK Arnschwang erfolgreich absolviert. Sollten die Vilsstädter die Oberhand behalten, gehören sowohl Eschenbach als auch Ensdorf ab Juli zum Starterfeld der Kreisliga im Spielkreis Amberg/Weiden.


Nach einem ereignisreichen und dramatischen Zweitrunden-Duell gegen den SC Luhe-Wildenau II, welches der SCE nach früher 2:0-Führung und später 3:2-Führung in der „Overtime“ doch noch mit 3:5 verlor, überwog natürlich die Enttäuschung, weil man sich für 120 Minuten aufopferungsvollem Kampf nicht belohnen konnte. Doch schon kurz nach Spielende zeigte sich Spielertrainer Benjamin Scheidler entschlossen („Mund abputzen, dann eben am Donnerstag alles klar machen“), die letzte Chance zu nutzen, um das Ticket für die kommende Kreisliga-Saison zu lösen. Wie er in seinem FuPa gegebenen Statement erklärt, sind die Seinen fest gewillt, alles auf das grüne Geläuf zu bringen, was sich noch im schon stark geleerten Tank befindet:

Mit der DJK Ensdorf wartet ein Gegner auf uns, der offensiv enorme Qualität hat und spielerisch richtig stark ist. Wir wissen, was auf uns zukommt und wir wissen auch, dass wir an unsere Grenzen gehen müssen. Aber genau dafür steht diese Mannschaft. Die Jungs haben in den vergangenen Wochen unglaublichen Charakter gezeigt, Rückschläge weggesteckt und immer wieder füreinander gekämpft. Jeder Einzelne ist jetzt bereit, im entscheidenden Moment nochmal alles auf dem Platz zu lassen. Es wird ein Kraftakt und es wird hintenraus nochmals richtig weh tun. Jeder muss noch einmal über sich hinauswachsen. Die Mannschaft ist auf jeden Fall bereit, sich ein letztes Mal komplett aufzuopfern – füreinander, für den Verein und für alle, die uns die ganze Saison unterstützt haben. Jetzt zählt kein Tabellenstand mehr, keine Statistik und keine Vergangenheit. Jetzt zählen nur noch Wille, Leidenschaft und Herz. Und ich kann versprechen: Meine Mannschaft wird bis zur letzten Minute alles geben, um den Klassenerhalt doch noch zu erreichen!“, verspricht Scheidler.

Nach dem 3:1 in Runde eins gegen den SC Kirchenthumbach musste sich die DJK Ensdorf im Duell der Kreisklassen-Vizemeister dem TSV Pleystein knapp mit 2:3 geschlagen geben. Über weite Strecken der Partie rief die Elf aus dem Vilstal dabei ihre wahre Leistungsfähigkeit nicht ab, leistete sich ungewohnt viele Fehler. Als man in der „Crunchtime“ des Matches endlich jene Eckl-Elf sah, die man die gesamte Saison über gewohnt war, fehlten Zeit und Glück, um das Blatt womöglich noch zu wenden. Gegen die Elf aus der Rußweiherstadt will man nun vom Anpfiff weg sein ohne Zweifel großes Potenzial zur Schau stellen und sich – auch wenn es personell noch Fragezeichen gibt – für eine herausragende Spielzeit doch noch mit dem Aufstieg belohnen.

DJK-Chefanweiser Oliver Eckl versprüht Optimismus, mit seinen Männern nach zwei Jahren wieder in die Kreisliga zurückkehren zu können: „Gegen Hahnbach hatte Eschenbach noch klar mit 5:0 gewonnen, um unglücklich gegen Luhe-Wildenau II knapp in der Verlängerung mit 3:5 zu verlieren. Dabei konnte man eine tiefstehende Mannschaft sehen, die auf Nadelstiche setzte. Auch bei Standards konnte sie erfolgreich sein. Hier sind wir gewarnt. Trotzdem versuchen wir selbst unser Spiel zu machen und auf die eigene Stärke zu bauen. Leider müssen wir mittlerweile auf einen stark reduzierten Kader zurückgreifen, beklagen wir doch viele Verletzte und angeschlagene Spieler. Trotzdem wird jeder, der am Platz steht, alles reinwerfen. Davon bin ich überzeugt. Nachdem das letzte Spiel nicht so glücklich ablief, sollten meine Spieler wissen, dass wir – egal wie dieses Spiel endet – auf eine super tolle Saison blicken können. Wenn wir die Spielfreude und das Spielglück auf den Platz bringen, dann kann man diese auch krönen. Danke nochmal an alle Zuschauer, die uns so toll dabei begleiten.“