Die Sportanlage des SV Otzenrath wird um ein Kleinfeld-Kunstrasenplatz erweitert.
Die Sportanlage des SV Otzenrath wird um ein Kleinfeld-Kunstrasenplatz erweitert. – Foto: David Dickmeiß

Ein neuer Platz für den SV Otzenrath

Der Fußballverein mit 300 Mitgliedern erhält bessere Spielbedingungen: Ein Kleinspielfeld mit Kunstgrün entsteht neben dem Naturrasen. Der SV trägt 20 Prozent der Kosten, für die Hälfte der Fläche haben sich schon Paten gefunden.

Es soll ein Meilenstein für den Spielverein 09 Otzenrath werden. Auf der Sportanlage an der Jahnstraße erhält der Fußballverein eine zweite Trainings- und Spielmöglichkeit: ein 63 mal 45 Meter großes Kleinspielfeld mit Kunstrasen. Im Mai, so hoffen die Verantwortlichen beim SV, soll die neue Anlage fertig sein. Zurzeit ist die Fläche hinter der Turnhalle säuberlich geebnet – und Wolfgang Huth vom Vorstand hofft, dass die Bauarbeiten bald weitergehen können. „Die Firma benötigt zwei bis drei Wochen Temperaturen von zehn bis zwölf Grad.“ Zurzeit ist es für den Platz-Bau eindeutig zu kalt, Geduld ist angesagt.

Bislang kicken die Fußballer auf einem Rasenplatz nebenan, und der wird auch bleiben. „Es gibt nichts Herrlicheres, als auf Naturrasen zu spielen“, sagt Huth. Doch im Winter muss das Grün geschont werden, ist der Platz nicht immer bespielbar. Das neue Kunstrasen-Feld soll deutlich mehr Flexibilität ermöglichen, „Wir können dort trainieren und bis zur D-Jugend auch Spiele austragen“, erläutert Huth und betont: „Das neue Spielfeld ist existentiell für den Verein.“ Vorstandskollege Markus Kortenhoff ergänzt, dass ein Kunstrasen ein großer Vorteil sei, um auch mehr Mitglieder zu gewinnen.

Die neue Spielfläche soll aber auch für andere im Dorf Bedeutung haben. „Wir planen Kooperationen mit der Grundschule und Kindergärten, um die Kinder an den Fußball heranzuführen“. erläutert Huth. Aber auch andere Sportarten seien auf dem Areal möglich. Auch die neue Frauengruppe „Sport im Gras“ könne den Platz nutzen.

Paten unterstützen den Verein

Im Sommer hatte der SV mit der Stadt Jüchen einen Kooperationsvertrag für das laut Verwaltung rund 900.000 teure Projekt auf der städtischen Anlage unterschrieben. 20 Prozent des Kostenvolumens trägt der Verein, der auf Fertigstellung bereits Ende 2022 gehofft hatte. im September war der Bau gestartet, wurde der Boden ausgehonen. Doch dann mussten die Arbeiten wegen Sondierungen des Kampfmittelräumdienstes pausieren. „Das hat sich über Monate hingezogen“, sagt Huth.

Wenn es nun dauerhaft wärmer wird, kann es weitergehen . Bis zur Fertigstellung ist noch Zeit, um noch mehr Geld für den Eigenanteil des Vereins zu sammeln. „Die Finanzierung steht“, betont Huth, „wir haben in den vergangenen Jahren sparsam gewirtschaftet.“

Zudem helfen Mitglieder, Unternehmen, Vereine und Bürger kräftig bei der Finanzierung mit. Der SV vergibt, wie zweiter Vorsitzender Simon Schrey erklärt, Patenschaften für die Spielfläche. Ein normaler Quadratmeter ist für 5,99 Euro zu haben, im Strafraum wird es mit 25 Euro schon teurer.

Markante Punkte wie der Anstoßpunkt (1000 Euro) und die Elfmeter-Punkte (500 Euro) sind bereits an Paten vergeben, doch für 48 Prozent des Grüns sind noch Patenschaften zu haben. Die evangelische Kirchengemeinde hat sich übrigens die Patenschaft für eine Fläche in Form eines Kreuzes gesichert. „Bislang sind 25.000 Euro von 80 Paten zusammengekommen“, sagt Simon Schrey. Das Ziel seien rund 30.000 Euro. Alle Paten sollen künftig auf einem großen Schild Erwähnung finden. Klar, dass die Fertigstellung des neuen, zusätzlichen Feldes mit Paten und vielen anderen gefeiert werden soll.

Aufrufe: 024.1.2023, 14:00 Uhr
NGZ / Carsten SommerfeldAutor