2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Ein Kunstsschuss entscheidet das Kreisliga-Derby

Kreisliga A, Düsseldorf: Sebastian Toputz trifft für Rot-Weiß Lintorf aus rund 20 Metern zum Sieg beim ASV Tiefenbroich. Die Gastgeber sind mitunter übereifrig und spielen so auch lange in Unterzahl. Eng bleibt es für beide Mannschaften.

von RP / Werner Möller · Gestern, 10:00 Uhr · 0 Leser
Rot-Weiß Lintorf gewinnt das Rivalen-Duell
Rot-Weiß Lintorf gewinnt das Rivalen-Duell – Foto: Michael Heinz Kelleners

Es verlief wie erwartet spannend, das Fußballderby der Kreisliga A zwischen den beiden abstiegsgefährdeten Uralt-Rivalen ASV Tiefenbroich und Rot-Weiß Lintorf. Die Lintorfer gewannen etwas glücklich mit 1:0 (0:0), es war der erste Auswärtssieg überhaupt, und nun darf an der Jahnstraße wieder ganz zart gehofft werden, dass man auch das zweite Jahr nach dem Wiederaufstieg übersteht. Aber noch heißt es tiefe Kellertraurigheit. Zudem kam dem SC RWL das eine Stunde andauernde Überzahlspiel entgegen, weil sich der Tiefenbroicher Kürsat Ceylan, ein A-Junior, die Rote Karte eingehandelt hatte. Im Übereifer trat er einen Lintorfer Spieler in Höhe der Mittellinie um.

Toputz entscheidet das Spiel mit einer Blitzidee

Theo Momm, Lintorfs Manager und Co-Trainer, schätzte den wertvollen Auswärtsdreier folgend ein: „Es war ein ganz glücklicher Sieg, denn die Tiefenbroicher vergaben eine Menge an Torchancen. Aber egal, unsere Mannschaft hat gezeigt, dass sie nicht absteigen will. Jetzt ist jedenfalls alles halbwegs offen.“

Seine Lintorfer hatten in Marcel Wallrich einen starken Keeper. Der 30-Jährige spielte schon in der Jugend für RWL, und nun in Tiefenbroich, das war sicherlich eines der besten Spiele in seiner längeren Laufbahn. Das Tor des Tages schoss der Winter-Neuzugang Sebastian Toputz. Der 33-Jährige, der vom VfB Langenfeld II kam (Kreisliga C), erkannte aus rund 20 Metern, dass Tiefenbroichs Keeper Tim Eckert zu weit vor seinem Kasten stand. Und so gelang dem Angreifer mit diesem Sonntagsschuss die Entscheidung.

Für den Aufsteiger aus Tiefenbroich wird es nun verflixt eng nach dieser sechsten Niederlage in Folge. Aber der Trainer Serafettin Kaja sieht es locker: „Wir haben keinen erfahrenen Spieler, der in brenzligen Lagen die Mannschaft steuern kann. Das sind alles junge Burschen, teils spielen sie sogar im Übereifer. Wie bei der Roten Karte. Wir müssen Geduld mit ihnen haben, und die haben wir. Wir waren auch in Unterzahl die bessere Mannschaft. Aber Lintorf hat das clever gemacht und aus dem Nichts heraus das 0:1 erzielt. Es wirft uns nicht um.“

Weiter geht es am nächsten Sonntag beim kriselnden Tus Gerresheim, die Lintorfer haben Heimrecht gegen den TSV Urdenbach.