2025-12-17T10:26:01.779Z

Ligabericht
Schlußlicht SC Schwarzenbach (in Blau-Schwarz) und der SV 08 Auerbach II (in Weiß-Blau) sind zwei Teams des Quartetts, welches in einem nervenaufreibenden Abstiegskampf um Rang 11 - dem ersten Platz am rettenden Ufer - buhlt.
Schlußlicht SC Schwarzenbach (in Blau-Schwarz) und der SV 08 Auerbach II (in Weiß-Blau) sind zwei Teams des Quartetts, welches in einem nervenaufreibenden Abstiegskampf um Rang 11 - dem ersten Platz am rettenden Ufer - buhlt. – Foto: Dagmar Nachtigall

Ein Kellerquartett buhlt um den ersten Nichtabstiegsplatz

Rückblick Kreisklasse West - Teil 5: Mit knappem Vorsprung vor dem Schlusslicht SC Schwarzenbach rangiert das punktgleiche Trio aus Auerbach, Königstein und Pressath, alle wollen am Ende über dem Strich stehen

Im letzten Teil unseres Rückblicks auf den bisher absolvierten Saisonabschnitt in der Kreisklasse West schauen wir auf die vier Mannschaften, die schon etwas abgeschlagen zu den beiden punktgleichen Teams auf den Rängen 9 und 10 aus Immenreuth und Wildenreuth ums nackte Überleben kämpfen. Sollte nichts überraschendes passieren - beispielsweise eines der Sorgenkinder zur Aufholjagd ansetzen - dann werden der TSV Pressath, der TSV Königstein II und der SV 08 Auerbach II (alle 11 Zähler auf der Habenseite) neben dem Träger der "Roten Laterne" SC Schwarzenbach bis zum letzten Spieltag darum kämpfen, am Ende den Platz "über dem Strich", also auf Rang 11 zu stehen. Klar ist, dass die "Sorgenkinder" ab März 2026 ein jedes Wochenende quasi vor einem Endspiel stehen.

TSV Pressath (11. Platz, 11 Punkte, 3/2/11, 31:43 Tore)

Nach einem guten sechsten Platz in der vergangenen Saison mit immerhin 39 Zählern auf der Habenseite, hatten die Verantwortlichen im Sommer des letzten Jahres bei der Formulierung des Saisonziels den Wunsch gehegt, in der neuen Spielzeit weniger Aufs und Abs wie zuletzt zu erleben, mehr Punkte einzufahren und damit automatisch nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, sondern im vorderen Tabellendrittel dabei zu sein. "Konstanz statt Zittern" lautete die Devise.

Ja und zunächst schien sich die Mannschaft die Vorstellungen der Verantwortungsträger zu Herzen zu nehmen, nach einer Auftaktniederlage gegen Immenreuth gewann der TSV in Auerbach und "fieselte" den Aufsteiger aus Wildenreuth zuhause mit 5:0 ab. Das folgende 1:3 in Riglasreuth sollte dann aber zu Tage kommen lassen, dass es zwischen Trainer Markus Berft (49) und der Mannschaft irgendwie plötzlich "knirscht". Das folgende 5:5 zuhause gegen den TSV Königstein II veranlasste nun die Vereinsführung, zu handeln, da die Mannschaft vorstellig wurde mit dem Wunsch, einen neuen Mann auf der Trainerposition zu bekommen. Die Trennung eines davon überraschten Markus Berft folgte, bis ein Nachfolger gefunden war, sprang Juniorentrainer Uwe Hautmann in die Bresche. Schließlich wurde Tobias Forster (44) Ende September dann als neuer Coach vorgestellt in der Hoffnung, dass Konstanz einkehrt, die Ergebnisse blieben - trotz einer erkennbaren Leistungssteigerung - allerdings aus. Letztlich überwintert der TSV wohl auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, allerdings wird der mit Beginn der Restrückrunde heftig umkämpft sein, denn auch die Mitstreiter wollen die Chance beim Schopf packen, dem Abstieg noch von der "Schippe" zu springen.

Bevor Tobias Forster nun seinen Freundschaftsdienst, als Trainer einzuspringen, beendet hat - wie berichtet heißt der neue Mann nach dem Jahreswechsel Daniel Käß - hat er noch ein Statement für FuPa gegeben und gibt sich dabei sehr optimistisch, dass der TSV das Team des Kellerquartetts sein wird, welches den direkten Ligaerhalt schafft: "Mit der bisherigen Saison können wir grundsätzlich zufrieden sein. Wir haben immer wieder gezeigt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt und uns in vielen Bereichen weiterentwickelt. Natürlich wissen wir auch, dass noch Luft nach oben ist. Aber gerade das motiviert uns zusätzlich, weiter hart zu arbeiten und konstanter zu werden. Für die Restrückrunde sind die Jungs voll motiviert und heiß darauf, alles zu geben. Wir wollen an unsere guten Leistungen anknüpfen, jedes Spiel mit maximaler Energie angehen und als Team noch enger zusammenrücken. Ein wichtiges Ziel ist es, den Klassenerhalt möglichst frühzeitig zu sichern, damit wir mit Selbstvertrauen und Ruhe weiterarbeiten können. Jeder einzelne brennt darauf, die kommenden Aufgaben mit Leidenschaft und Einsatz anzugehen und zu zeigen, was wirklich in uns steckt."


TSV Königstein II (12. Platz, 11 Punkte, 3/2/12, 25:50 Tore)

Donnerstag, 15. Mai 2025, "Tatort" Sportanlage des SV Hahnbach: Mit einem 1:0-Sieg im Relegationsspiel gegen den SV Etzenricht II schrieb der "Vize" der A-Klasse Süd TSV Königstein II Geschichte, erstmalig gelang damit der Sprung eine Etage höher. Mit acht Neuzugängen, davon sieben aus dem eigenen "Stall" startete die Elf von Aufstiegstrainer Bernd Schmidt ins "Abenteuer Kreisklasse", dass als vorrangiges Ziel der Ligaerhalt genannt wurde ("besser als Platz 12"), war keineswegs überraschend.

Die Frühphase der Saison zeigte dann sofort, dass das "Schiff TSV" in der rauen See Kreisklasse erhebliche Probleme hatte, auf Kurs zu bleiben. Nach sieben Partien hatte man gerade einmal einen "winzigen" Punkt auf der Habenseite, auch wenn man das ein oder andere Mal nahe an einem Punktgewinn war. Der erste Dreier datierte vom achten Spieltag, als man die SG Seugast/Schlicht II mit 3:1 niederhalten und damit den Knoten zum Platzen bringen konnte. Wohl ging das folgende Match verloren, dann allerdings schienen zwei volle Erträge nacheinander den Eindruck zu erwecken, der Turnaround wäre geschafft. Doch weit gefehlt, aus den sechs Partien bis zur Winterpause fiel nur ein Punkt ab, so dass die Schmidt-Elf den Jahreswechsel auf einem "Schleudersitz" begehen musste.

Coach Bernd Schmidt (42) führt in seinem Statement die Gründe auf, die ein besseres Abschneiden bislang verhindert haben. Auf der anderen Seite gibt es sich optimistisch, am Ende den rettenden 11. Platz ergattern zu können: "Unsere erste Saison in der Kreisklasse gestaltete sich bislang - wie erwartet - ziemlich schwer für uns. Es fehlten immer wieder Kleinigkeiten, um Spiele für uns zu entscheiden. Teilweise machen wir noch zu viele individuelle Fehler, die in dieser Klasse sofort bestraft werden. Für uns war es auch ein Erlebnis, komplett neue Vereine und Sportanlagen kennenzulernen, besonders hervorheben möchte ich dabei die Gastfreundlichkeit des SV Riglasreuth. Mit dem Tabellenplatz an sich sind wir nicht unbedingt zufrieden, aber wir haben die Chance auf den rettetenden 11. Platz und das ist unser Ziel für die Rückrunde. Das Entscheidende wird sein, dass die Mannschaft weiterhin bei Niederlagen zusammenhält und weiter an sich arbeitet."


SV 08 Auerbach II (13. Platz, 11 Punkte, 3/2/12, 21:50 Tore)

Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die Kreisklasse belegte die Kreisligareserve einen auf den ersten Blick guten Tabellenplatz 8, doch erst am vorletzten Spieltag bedeutete das 4:3 gegen den TSV Pressath die endgültige Rettung. Am Ende trennte den Sportverein ein einziger Punkt vom Relegationsplatz 12. Mit Andreas Trenz, einem neuen Mann auf der Kommandobrücke als Nachfolger von Patrick Schmidt, ging es im Juni in die Vorbereitung auf die aktuell pausierende Spielzeit, die sportliche Weiterentwicklung und der sichere Klassenerhalt waren die klar definierten Ziele, die die Verantwortlichen vorgaben.

Schon der Start in die neue Saison gab einen Hinweis darauf, dass sich das Vorhaben, ein weiteres Mal die Liga zu halten, als schwierig gestalten sollte. Nur ein Punkt stand nach vier Partien zu Buche, ehe in Seugast beim 2:1 endlich der Bock umgestossen wurde. War das der erhoffte Umschwung? Leider nicht, denn ein 0:4 auf eigenem Terrain gegen Mantel folgte. Beeindruckend dann allerdings die Reaktion der Bergstädter auf die Heimpleite, in Immenreuth nahm man beim 4:1 den vollen Ertrag mit. Erneut hoffte man, dass es endlich aufwärts gehen würde, was folgte, war eine mit einem 1:9-Debakel gegen den SV Hahnbach II beginnende ernüchternde Serie, in der die Bergstädter in acht Matches nur einen einzigen Punkt ergatterten. Mit dem 3:0 gegen den SC Schwarzenbach am vorletzten Spieltag des Jahres verhinderte der SV zumindest, nicht die "Rote Laterne" an den Christbaum hängen zu müssen.

In seinem kurzen Statement bringt Coach Andreas Trenz (49) die Hoffnung zum Ausdruck, dass seine Mannschaft ihre ohne Zweifel vorhandene Qualität endlich konstanter auf den Platz bringt: "An der Tabellensituation sieht man, dass wir mit dem Gezeigten nicht zufrieden sein können, vor allem weil viel mehr Potential in der Mannschaft steckt. In der Rückrunde wollen wir natürlich so viele Punkte wie möglich sammeln."


SC Schwarzenbach (14. Platz, 9 Punkte, 1/6/10, 17:42 Tore)

Platz 10 nach dem Aufstieg in die Kreisklasse 2023, in der vergangenen Spielzeit auf einem guten siebten Rang in der Endabrechnung, absolviert der SC Schwarzenbach aktuell die wohl schwierigste Saison seit seinem Abstieg in die A-Klasse 2019. Sorgenbepackt auf dem einzigen Direktabstiegsplatz mussten die Männer um Kapitän Lukas Siegler das Weihnachtsfest feiern, die Lage zwei Punkte hinter einem punktgleichen Trio lässt dem SC allerdings sogar die Möglichkeit noch offen, nach dem Saisonfinale gegen die SG Seugast am 9. Mai den Klassenerhalt ohne Umwege zu erreichen.

FuPa hat nun Sportlichem Leiter Uwe Salfer (48), seit Ende August wieder einmal als Interimscoach fungierend, in einem ausführlichen Rückblick überlassen, den bislang absolvierten Saisonabschnitt Revue passieren zu lassen: "Nach einer erfolgreichen letzten Saison, war mir klar, dass es heuer definitiv schwerer werden sollte. Mit den beiden Abgängen Romario Markovic - er ging nach Grafenwöhr - und Fabian Waldmann - er nahm sich eine Auszeit - wurde die Qualität des Kaders im offensiven Bereich geschwächt, hinzu kam auch noch der kurzfristige Wechsel von Florian Träger nach Trabitz, wodurch es uns dann auch noch an der Stabilität in der Defensive fehlte. Schon in der Sommervorbereitung fehlte uns durch Verletzungen, Urlaub und Arbeit die Hälfte der Mannschaft, was sich natürlich sofort in den Ergebnissen wiederspiegelte. Nach einer schwachen Vorbereitung und einem wenig erfreulichen Start in die neue Saison mit nur zwei Punkten nach vier Spielen trennten wir uns einvernehmlich von unserem Trainer Christian Malek. Die Hiobsbotschaften nahmen kein Ende, mit der Rückkehr von Derick Atta Opuku in die USA fehlte uns ein weiterer wichtiger Baustein in der Offensive. Betrachtet man nun den bisherigen Saisonverlauf, dann hatten wir einige knappe Ergebnisse, bei denen das jeweilige Spiel auch zu unseren Gunsten hätte ausgehen können - aber leider war das Glück nicht immer auf unserer Seite. Am Ende sind wir nun als Tabellenletzter der Kreisklasse Weiden West in die Winterpause gegangen.

Was wir uns nun für die Restrunde vorgenommen haben, ist klar: Wir wollen in den letzten neun Spielen alles in die Waagschale werfen, um zumindest den Direktabstiegsplatz zu verlassen. Es wird definitiv eine Veränderung geben in Form eines neuen Trainers, ob als Spielertrainer oder Linientrainer wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Mit Neuzugängen für einen Wechsel im Winter sind wir in regem Austausch, sie sollen uns sowohl im defensiven, als auch im offensiven Bereich die nötige Stabilität im Team geben. Wir werden uns nur wenig ausruhen, es geht Anfang des neuen Jahres gleich ins Eingemachte, nur mit Fleiß und Willen können wir die Klasse halten", so Uwe Salfer.

Salfers Dienste als Interimscoach waren ja zunächst bis zur Winterpause geplant. In dieser hoffte man, einen neuen Trainer zu finden. Am 27. Dezember meldete der SC in FuPa nun "Vollzug" und kündigte an, dass Sebastian Urban (31) mit Wirkung des 1. Januar 2026 das Amt des Spielertrainers übernehmen werde. Urban, ein Mann mit Erfahrung schon in Bezirks- und Landesliga, verbrachte die letzten zehn Jahre beim SC Luhe-Wildenau, in der vergangenen Spielzeit führte er die Zweite der Oberwildenauer als Spielercoach in die Kreisliga. Der Auftrag für den neuen Hoffnungsträger ist klar, der SC soll auch in der kommenden Spielzeit der Kreisklasse angehören.

Aufrufe: 04.1.2026, 11:00 Uhr
Werner SchaupertAutor