
Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem FC Kirchweiler. Da waren zunächst die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen, die Ausrichtung der Kreispokalendspiele im vergangenen Juni, die Einweihung des Kunstrasen-Kleinspielfeldes mit Flutlicht und schließlich der Wiederaufstieg nach zwölf Spielzeiten in die Kreisliga B. Aktuell sieht es ebenfalls richtig gut aus für den FCK, der sich nach dem 5:0-Auswärtserfolg beim Schlusslicht SG Weinsheim II längst aller Abstiegssorgen entledigt hat.
„Mit den 28 Punkten aus 19 Spielen bin ich zufrieden. Klares Ziel war der Klassenerhalt, da kann eigentlich nichts mehr passieren. Der ist in trockenen Tüchern“, unterstreicht Trainer René Hochmann.
Eine besondere Herausforderung war vor der Saison, wie das Team den Abschied seiner beiden Torjäger Timo Klinkhammer und Christian Lenzen verkraften würde. „Timo und Christian hatten berufsbedingt beziehungsweise aus zeitlichen Gründen aufgehört. Sie haben allein in der Aufstiegssaison 40 Tore geschossen. Doch die Mannschaft hat das im Kollektiv gut kompensiert“, berichtet Hochmann, der im dritten Jahr beim FCK an der Seitenlinie steht. Drei Akteure hebt der 45-Jährige dennoch hervor: „Tom Thiesen als Abwehrchef, Fabian Görgen als Torwart sowie Dauerbrenner Matthias Kaspers sind schon auch überragende Spieler, die das gesamte Konstrukt zusammenhalten.“ Vor allem der 38-jährige Kaspers, einst gemeinsam mit Hubert Runge als langjähriger Spielertrainer im Einsatz, sei ein Vorbild für alle im Verein. „Auf Mätti ist stets Verlass. Noch immer trifft er regelmäßig, hat schon wieder 16 Tore erzielt und tritt als ausgebuffter Torjäger, der sich gut in den Räumen bewegt, in Erscheinung.“
Mit der Trainingsbeteiligung ist Hochmann zufrieden. Auch beim Thema Spielaufbau habe sich das Team verbessert. „Wir haben aber zu viele Gegentore kassiert, müssen Woche für Woche daran arbeiten, dass wir konstanter sind in unseren Leistungen und in jedem Spiel 100 Prozent abrufen“, weiß der Trainer um Aspekte, die man verbessern möchte. Mit Christian (28 Jahre), Sebastian (31) und Florian Theisen (20) stehen auch drei Brüder im Team des FC Kirchweiler. „Sie stammen aus Rengen, wohnen aber längst in Kirchweiler und haben nie woanders gespielt“, weiß der Trainer über das Trio. Sebastian fungiert als Kapitän und agiert auf der Sechs. Florian, der jüngste der drei, spielt in der Abwehr meist auf den Außenpositionen, und Christian ist auf der Acht, ab und an auch mal im Angriff, zu finden und hat bereits fünf Tore erzielt.
Hochmann äußert weitere Ziele für den restlichen Saisonverlauf: „Wir spielen noch gegen drei Teams, die über uns stehen, und gegen zwei, die unter uns platziert sind. Diese beiden Spiele wollen wir unbedingt gewinnen. Die Partien gegen Watzerath, Nohn und Müllenbach werden jedoch ungleich schwerer.“
Am Samstag ab 17 Uhr empfängt der FCK den Primus aus Watzerath, Pronsfeld und Lünebach. Die Chancen, den designierten Aufsteiger zumindest zu ärgern und eventuell einen Teilerfolg zu erzielen, sieht Hochmann durchaus: „Im Hinspiel haben wir durch einen Elfmeter in der 90. Minute dort 1:2 verloren. Sie sind so gut wie durch – warum sollten wir nicht die Ersten sein, die den Tabellenführer schlagen? Die Jungs sind auf jeden Fall extrem motiviert.“
Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen auf Hochtouren. „Wir sind in guten Gesprächen und stehen kurz vor dem Abschluss. Für mich kommt kein anderer Verein infrage, und ich kann mir gut vorstellen, noch eine Saison dranzuhängen“, so Hochmann. Das Gros bleibt zusammen, so der frühere Trainer der SG Laufeld. Mit potenziellen Neuzugängen sei man im Gespräch. Lediglich Felix Hoppe wird pausieren.
Für den Saisonendspurt muss der FC Kirchweiler auf Oskar Neuerburg verzichten. Dieser war unlängst im Training ohne gegnerische Einwirkung im Rasen hängen geblieben und hatte sich das Knie verdreht. „Wir hoffen, dass das Kreuzband nicht gerissen ist“, ahnt sein Trainer nichts Gutes.