2026-06-12T06:52:44.557Z

Allgemeines

„Ein großer Nackenschlag“: Später Ausgleich schockt Thalheim

In einer dramatischen Schlussphase sichert der FC Oberlausitz Neugersdorf beim abstiegsbedrohten SV Tanne Thalheim ein 1:1-Unentschieden. Während der FCO seinen fünften Tabellenplatz festigt, taumeln die Gastgeber dem Abstiegs-Showdown entgegen.

von red · Heute, 11:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Frau Pospischil

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Der FC Oberlausitz Neugersdorf hat sich auf seiner letzten Auswärtsfahrt der Sachsenliga-Saison einen Zähler erkämpft. Vor der beachtlichen Kulisse von 288 Zuschauern im Thalheimer Waldstadion trennte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Richter mit einem 1:1 (0:1) vom abstiegsbedrohten Aufsteiger SV Tanne Thalheim. Mit nun 57 Punkten rangieren die Oberlausitzer weiterhin stabil auf dem fünften Tabellenplatz, während die Thalheimer (24 Punkte) auf Schützenhilfe am letzten Spieltag angewiesen sind, um die Klasse zu halten.

Früher Rückstand und Neugersdorfer Abwehrnot

Die Partie begann für die Gäste denkbar ungünstig. Bereits in der 9. Spielminute brachte Pierre Kretzschmar die Hausherren in Führung. Neugersdorf fand in der Folge spielerisch zwar statt, tat sich jedoch gegen leidenschaftlich verteidigende Erzgebirgler schwer, zwingende Torchancen zu kreieren.

In der Schlussphase überschlugen sich schließlich die Ereignisse. Zunächst sah Neugersdorfs David Halbich in der 87. Minute die Gelb-Rote Karte. In Unterzahl schien die Niederlage für den FCO besiegelt, zumal Thalheim drängte. Dass die Richter-Elf im Spiel blieb, war auch dem jungen Torhüter Lennart Barth zu verdanken, der Ron Wochnik vertrat und die Mannschaft mit Paraden gegen Anton Wendler und Pascal Fabian Förster vor der Vorentscheidung bewahrte.

Der späte Ausgleich durch den Kapitän

In der 90. Minute war es schließlich Kapitän Karl Petrick selbst, der Verantwortung übernahm: Sein abgefälschter Schuss fand den Weg ins Tor zum umjubelten 1:1-Ausgleichstreffer.

Thalheims Trainer René Wendler zeigte sich nach dem späten Punktverlust tief getroffen, zollte dem FCO-Schlussmann aber Respekt: „Der Torhüter von Neugersdorf, der junge Kerl, hat zweimal überragend pariert gegen Wendler und Förster in der Schlussphase. Letztendlich war es ein großer Nackenschlag, dass wir in der 88. Minute den Ausgleich bekommen haben. Wir hätten uns den Sieg aufgrund unserer Einstellung, aufgrund der zahlreichen Chancen, die wir hatten, verdient.“ Das späte Gegentor analysierte Wendler fast schon fatalistisch: „Das Gegentor nach 88 Minuten, das war bezeichnend. Der Schuss, der normalerweise unser Torhüter hält, leider noch abgefälscht worden ist. Dann kriegst du so eine Gurke.“

Showdown am letzten Spieltag

Während der FCO am kommenden Wochenende befreit aufspielen kann, um eine starke Saison im vorderen Tabreiterfeld abzuschließen, geht es für Thalheim in Pirna um alles. Wendler blickt trotz des späten Dämpfers kämpferisch auf das Saisonfinale: „Trotzdem werden wir den Strohhalm fassen. Wir werden uns ordentlich darauf vorbereiten. Es wird kein Spaziergang, es wird mit Sicherheit um Nuancen gehen in Pirna für uns. Wenn wir es nicht schaffen sollten, haben wir es weit vorher verloren. Trotzdem ist die Hoffnung noch da.“

Für Neugersdorf endet die Spielzeit am kommenden Samstag vor heimischer Kulisse, wo man die Saison gebührend ausklingen lassen möchte.