
Waldramer Stürmer Luca Faganello hat sich beim Torschuss in der Kreisligapartie gegen den MTV Berg die Kniescheibe gebrochen.
Eine schwere und im Fußball seltene Verletzung überschattete am vergangenen Wochenende den 5:2-Sieg der DJK Waldram gegen den MTV Berg. Keine zehn Minuten nach seiner Einwechslung in der 59. Minute wurde Luca Faganello vom Platz getragen: Beim Torschuss hatte sich der Angreifer ohne Gegnereinwirkung die rechte Kniescheibe gebrochen. Auf den heftigen Schock folgt ein paar Tage später Zuversicht. „Das ist nicht das Ende meiner Karriere“, verspricht der Waldramer Torjäger und Co-Trainer (28) im Interview mit Sportreporter Rudi Stallein.
Herr Faganello, wie geht es Ihnen?
Mir geht es gut, den Umständen entsprechend. Ich bin am Dienstag operiert worden. Die OP ist gut verlaufen – jetzt braucht es seine Zeit.
Erinnern Sie sich daran, wie es genau passiert ist? Es war ja kein Gegenspieler involviert ...
Es war für mich eine ganze normale Schussbewegung. Ich habe ausgeholt, mit dem linken Fuß geschossen, der rechte war mein Standbein. Als der Ball ziemlich weit weg war, die Schussbewegung vollendet war, hat es sich plötzlich angefühlt, wie wenn man Karton zerreißt. Dann habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass da etwas nicht mehr so ist, wie es sein sollte. An meinem Oberschenkel habe ich einen Gegenstand gefühlt, der da nicht hingehörte. Komisch ist: Es war kaum schmerzhaft für diese Diagnose …
Gibt es eine Prognose, wie langwierig der Heilungsprozess bei so einer Verletzung ist?
Laut Arzt sind es ab der Operation drei bis vier Monate, bis man langsam wieder anfangen kann. Aber sie sagen: Man soll selber ein bisschen auf den Körper hören. So, wie es bei mir beim letzten Mal mit der Innenbandverletzung ja auch war. Da waren es auch drei Monate, es ging damals relativ früh wieder, deshalb will ich keine genaue Diagnose stellen. Ich halte mich an das, was die Ärzte sagen. Es ist ja jetzt die zweite schwerere Verletzung im rechten Knie.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Verletzungen?
Nein, das hat nichts miteinander zu tun. Es sind dieses Mal auch keine Bänder in Mitleidenschaft gezogen worden. Kreuzband, Innenband, Außenband, Meniskus – das ist alles in Ordnung. Es ist „nur“ die Kniescheibe, die auseinandergebrochen ist.
Sie sind seit dieser Saison in Waldram auch spielender Co-Trainer, aber das klingt jetzt nicht, als würden sie sich nun ganz auf den Trainerjob zurückziehen wollen?
Nein, nein, ich werde schon schauen, dass ich irgendwann wieder auf dem Fußballplatz stehe. Das soll jetzt nicht das Ende meiner Karriere sein. Ich möchte schon selber sagen: Okay, jetzt langt’s. Das soll nicht mein Körper vor mir sagen.