2026-05-29T11:52:36.002Z

Pokal

„Ein Finale zu spielen, ist nicht alltäglich“

Vor dem Mosel-Kreispokalfinale stehen die Trainer der SG Neumagen/Leiwen und der SG Laufeld/Buchholz Rede und Antwort.

von Lutz Schinköth · Heute, 16:31 Uhr · 0 Leser
Marc Lemmermeyers Neumagener und Oleg Tintors Laufelder begegnen sich im Kreispokalfinale als Ligakonkurrenten.
Marc Lemmermeyers Neumagener und Oleg Tintors Laufelder begegnen sich im Kreispokalfinale als Ligakonkurrenten. – Foto: FuPa/Verein (2)

Gesucht wird der Nachfolger der FV Hunsrückhöhe Morbach II: Vor rund einem Jahr schnappte sich die Rheinlandligareserve den Mosel-Kreispokal. Nun kämpfen die beiden A9-Ligakonkurrenten SG Neumagen/Leiwen und SG Laufeld/Buchholz um den Pott. Vor dem Finale, das am heutigen Freitagabend, 19.30 Uhr, in Veldenz angepfiffen wird, äußern sich die Trainer der beiden Mannschaften über ihre Erwartungen und taktischen Pläne.

Wie schätzen Sie die abgelaufene Saison aus Ihrer Sicht ein?

Marc Lemmermeyer Die Zielsetzungen vor der Saison waren das Erreichen der Top fünf in der Liga und uns über den Kreispokal für den Rheinlandpokal zu qualifizieren. Beides haben wir mit Platz drei und dem Pokalfinaleinzug bereits erreicht. Wir sind rundum zufrieden. Zumal wir mit einem 2:0-Sieg im letzten Punktspiel gegen die SG Bremm mit viel Selbstvertrauen ins Endspiel gehen.

Oleg Tintor Insgesamt können wir mit der Saison zufrieden sein. Wenn man bedenkt, dass wir viel mit Verletzungen zu tun hatten, können wir mit dem vierten Platz gut leben. Wir haben uns in einer starken A-Klasse in der Spitzengruppe etabliert.

Wie schätzen Sie den Endspielgegner ein?

Lemmermeyer Laufeld/Buchholz verfügt über sehr viel Erfahrung und hat in Oleg Tintor einen sehr guten Trainer, der dort bereits seit 2020 tätig ist. Laufeld agiert robust und besitzt mit Peter Borsch, Jonas Salzburger und Steven Koch Unterschiedsspieler. Sie kommen übers Kollektiv und ihre Physis.

Tintor Neumagen gehört zurecht zu den stärksten Mannschaften der Liga. Das haben die direkten Duelle gegen uns gezeigt. Das Hinspiel haben sie mit 3:0 gewonnen. Im Rückspiel konnten wir ein 1:1 erzielen. Sie besitzen viel Qualität, sind körperlich robust und sind sehr unangenehm zu bespielen. Mein Kollege Marc Lemmermeyer, den ich sehr schätze, hat eine homogene Truppe beisammen.

Wie groß sind die Chancen, den Pokal zu gewinnen?

Lemmermeyer Es ist ein 50:50-Spiel. Der Erfolg ist tagesformabhängig. Wollen wir den Cup gewinnen, sind taktische Disziplin, Kollektivgeist und Leidenschaft gefragt. Wir möchten es über Ballbesitzphasen, aber auch über schnelle Umschaltmomente schaffen, unser Konterspiel durchzuziehen, brauchen dafür aber auch eine sehr gute Boxbesetzung.

Tintor In einem Finale haben beide Mannschaften gleichermaßen ihre Chancen. Wir haben Respekt vor Neumagen, aber auch das Selbstvertrauen und vor allem Bock auf das Spiel. Wenn wir unsere Leistung bringen, als Team geschlossen auftreten und unsere Möglichkeiten konsequent nutzen, können wir den Pokal definitiv gewinnen.

Wie werden die Fans mobilisiert?

Lemmermeyer Wir sind eine große Spielgemeinschaft. Entsprechend erwarten wir viele Zuschauer aus unserem Lager. Es ist ein tolles Event. Wir reisen mit dem Bus und zusätzlich vielen weiteren Anhängern nach Veldenz.

Tintor Erst mal möchte ich unseren Fans ein Riesenlob aussprechen. Sie haben uns die komplette Saison über richtig geil unterstützt. Auch für das Finale werden sie ein wichtiger Faktor sein. Es wird ein Fanbus organisiert, und wir rechnen mit einer großen Anzahl. Die Mannschaft freut sich riesig auf die Kulisse. Die Jungs sollen es genießen und Spaß haben. Ein Finale zu spielen, ist nicht alltäglich.

Wie sieht‘s personell aus?

Lemmermeyer Bis auf Fionn Arns, der im April an der Schulter operiert wurde, kommen wir mit der vollen Kapelle.

Tintor Da sieht es seit ein paar Wochen wieder gut bei uns aus. Bis auf unseren verletzten Topstürmer Timo Berdi sowie die gesperrten Johannes Schiefer und Leon Horrell haben wir den kompletten Kader zusammen.

Wie sehen die Planungen für die neue Saison aus?

Lemmermeyer Ich werde die Mannschaft auch in der nächsten Saison alleinverantwortlich weiter coachen. Marco Steffes kommt von Mosella Schweich, Marco Unnerstall will mit 33 Jahren im Sommer nach fünf Jahren Pause noch mal angreifen. Es gibt Stand jetzt keine Abgänge.

Tintor Die Planungen für nächste Saison sind zum größten Teil erledigt. Gerrit Lehnert und ich bleiben als Trainerteam weiterhin an Bord. Bis auf Christoper Borsch nach Knieverletzung und Jakob Schouren, der oft mit Verletzungen zu kämpfen hatte, bleiben die Jungs zusammen. Aus der A-Jugend kommt Marvin Zeyen hinzu. Externe Neuzugänge wird es keine geben.

Interview: Lutz Schinköth