
Am Sonnabend war der Name plötzlich wieder auf dem Spielberichtsbogen aufgetaucht. Yevgenii Zubeyko lief wieder für den SV Eintracht Emseloh auf - und trug sich beim 5:0-Erfolg über den MSV Eisleben prompt in die Torschützenliste ein. Der Einsatz des früheren Europa-League-Spielers wird allerdings eine Ausnahme bleiben.
Im Sommer 2022 war Zubeyko als großer Transfercoup nach Emseloh gekommen. Im Dress von Chornomorets Odessa hatte sich der Ukrainer im internationalen Wettbewerb einst mit internationalen Größen wie Dinamo Zagreb, PSV Eindhoven oder Olympique Lyon gemessen. Mit seiner reichlichen Erfahrung aus den beiden höchsten ukrainischen Ligen wurde Zubeyko schnell zu einem Führungsspieler in Emseloh. Doch im vergangenen Sommer trennten sich die Wege. Zum Spielerprofil:
"Er ist letztes Jahr Anfang Juni mit seiner Frau und seinem Kind nach Moldawien gezogen. Sie leben in der Nähe der ukrainischen Grenze, damit seine Frau immer zur Familie in die Ukraine kann und wieder zurück", erklärt Eintracht-Coach Christian Schlolaut aus dem Trainerteam mit Steffen Heyer zur Personalie Zubeyko. Wohl nur zu gerne hätten die beiden Übungsleiter die Qualitäten des Ex-Profis in der Rückrunde wieder in ihrem Team gehabt. "Aber nein, Yevgenii ist nicht wieder zurück", betont Schlolaut.
Stattdessen war der 36-Jährige für einige Tage zu Besuch in Mansfeld-Südharz - und hat in dieser Zeit noch einmal seine Schuhe für den Verbandsligisten geschnürt. "Da er bei uns noch angemeldet ist, hat er mittrainiert und in dem Testspiel ein paar Minuten mitgekickt", erklärt Schlolaut. Mehr aber auch nicht: "Er fährt wieder zurück."
Tatsächlich hat es im Kader des Verbandsliga-Aufsteigers im Winter keine Neuzugänge gegeben, sondern lediglich einen Abgang. Der erst im Sommer gekommene Rostislav Senft "hat uns wieder verlassen und will sich nun beim FC Oberlausitz Neugersdorf versuchen", erzählt Schlolaut. Für den 19-jährigen Tschechen ist der Weg nach Neugersdorf "natürlich kürzer von der Entfernung und er erhofft sich dort mehr Spielpraxis. Er konnte sich nicht durchsetzen in unserer Offensivabteilung und die Spielzeit war ihm zu wenig", verrät Schlolaut. Zum Spielerprofil:
Rein numerisch also werden die Emseloher "mit einem Spieler weniger im Kader in die Rückrunde" gehen. Doch zumindest gibt es einen gefühlten Neuzugang im Team. "Maikleint Petraj wird nach seiner längeren Verletzung in den nächsten Wochen wieder fit werden und damit offensiv eine neue alte Alternative für uns sein", berichtet Schlolaut. Mit drei Treffern in fünf Einsätzen hat der 30-jährige Angreifer auch in diesem Jahr wieder eine starke Torquote im Trikot der Eintracht. Zum Spielerprofil: