
Der Mittelrheinpokal 2026 geht in seine entscheidende Phase – und die Auslosung der Viertelfinalspiele hat einige hochattraktive Paarungen hervorgebracht. Während die beiden Drittligisten Viktoria Köln und Alemannia Aachen ihrer Favoritenrolle bislang gerecht wurden, treffen sie nun auf ambitionierte Herausforderer. Gespielt wird die Runde der letzten Acht Ende Februar.
Noch ist der Mittelrheinpokal in dieser Saison kein Stolperstein für die großen Namen. Viktoria Köln und Alemannia Aachen qualifizierten sich souverän für das Viertelfinale und prägten auch in den vergangenen Jahren den Wettbewerb. In den letzten fünf Spielzeiten machten die beiden Drittligisten den Titel unter sich aus: Viermal triumphierte die Viktoria, im Jahr 2024 durfte die Alemannia jubeln.
Als ernsthafte Titelkandidaten gelten zudem Fortuna Köln, Tabellenführer der Regionalliga West, sowie der Bonner SC. Bonn stand 2024 im Finale, unterlag dort jedoch Alemannia Aachen mit 2:4. Fortuna Köln erreichte in den vergangenen zehn Jahren viermal das Endspiel – verlor jedoch jedes Mal.
Hinter den Favoriten lauern mehrere Mannschaften, die vom großen Coup träumen. Die beiden Mittelrheinligisten Siegburger SV und Eintracht Hohkeppel setzten sich im Achtelfinale jeweils gegen Ligakonkurrenten durch und stehen verdient unter den letzten Acht. Als klarer Außenseiter gilt dagegen der SSV Jan Wellem, der als einziger verbliebener Bezirksligist im Wettbewerb für Aufsehen sorgt. Der Klub aus Bergisch Gladbach ist in dieser Saison in der heimischen Centershop Arena noch ungeschlagen – ein Faktor, der im Pokal nicht zu unterschätzen ist.
SSV Jan Wellem 05 (Bezirksliga 1) – SV Eintracht Hohkeppel (Mittelrheinliga)
Als einziger Bezirksligist genießt Jan Wellem Heimrecht gegen den Regionalliga-Absteiger und aktuellen Tabellenzweiten der Mittelrheinliga. Im Achtelfinale setzte sich der SSV mit 2:1 gegen den SC Elsdorf durch, Hohkeppel gewann 3:1 gegen die SpVg Frechen 20. Es ist zugleich ein Derby zweier Vereine aus dem Fußballkreis Berg.
Siegburger SV (Mittelrheinliga) – Viktoria Köln (3. Liga)
Der Siegburger SV, derzeit Dritter der Mittelrheinliga, empfängt den Drittligisten Viktoria Köln. Siegburg überzeugte im Achtelfinale mit einem 6:1 gegen den FC Pesch, während Viktoria beim 8:0 beim Wahlscheider SV keine Probleme hatte.
Siegburgs Trainer Alexander Otto ordnet das Los ein: „Wir haben mit diesem Los ein echtes Traumlos erwischt. In einem offiziellen Pokalspiel gegen einen Drittligisten antreten zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Die Jungs haben sich dieses Spiel durch ihre harte Arbeit und ihre Leistungen absolut verdient. Wir haben nichts zu verlieren, können befreit aufspielen und wollen die Chance nutzen, uns bestmöglich zu präsentieren.“
SC Borussia Lindenthal-Hohenlind (Landesliga 1) – Bonner SC (Regionalliga West)
Der Landesligist aus Köln, aktuell Dritter der Staffel 1, trifft auf den Regionalliga-Aufsteiger Bonner SC. Lindenthal-Hohenlind erreichte das Viertelfinale durch ein 3:1 gegen den SV Eilendorf, der BSC setzte sich 4:1 beim FC Hennef durch.
Bonn-Trainer Björn Mehnert blickt sachlich auf die Aufgabe. „Schade, dass es ein Auswärtsspiel ist. Auch wenn es im Viertelfinale keine leichten Gegner gibt, sehe ich eine sportliche Chance weiterzukommen. Wir werden uns in den nächsten Wochen näher mit Lindenthal befassen“, wird der 49-Jährige auf der Vereinshomepage zitiert.
SC Fortuna Köln (Regionalliga West) – Alemannia Aachen (3. Liga)
Der unbestrittene Höhepunkt der Runde steigt im Kölner Südstadion. Regionalliga-Tabellenführer Fortuna Köln empfängt den Vorjahresfinalisten Alemannia Aachen. Bereits in der vergangenen Saison trafen beide Klubs im Pokal aufeinander: Im Halbfinale setzte sich Aachen nach Verlängerung und in Unterzahl mit 1:0 durch. Nun kommt es zur Neuauflage dieses brisanten Duells.
Die Viertelfinalspiele sind für den Zeitraum 24. bis 26. Februar angesetzt. Das Halbfinale folgt einen Monat später, ehe am 23. Mai 2026 im Sportpark Höhenberg das Endspiel steigt. Neben dem Pokalsieg winkt dem Gewinner auch das begehrte Ticket für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals im Rahmen des Finaltags der Amateure.