2026-04-16T10:11:10.190Z

Allgemeines

„Ein echtes Brett“

FC Sulingen empfängt VfR Evesen – Rosenthal sieht „Benchmarking“, für Buruk ist es das nächste „Finale“

von red · Heute, 20:14 Uhr · 0 Leser
– Foto: Sascha Drenth

Wenn der FC Sulingen am Sonntag den VfR Evesen empfängt, trifft ein formstarker Außenseiter auf einen Aufstiegsanwärter. Während die Gastgeber nach zuletzt zwei Siegen gefestigt wirken, reist der Tabellenzweite mit klaren Ambitionen an.

Für Sulingens Trainer Stefan Rosenthal ist die Partie vor allem ein Gradmesser: „Ja, VfR Evesen – ich glaube, das ist mal wieder ein Stück weit Benchmarking, also der Vergleich mit den Besten.“ Die jüngsten Ergebnisse ordnet er dabei klar ein: „Die waren fürs Punktekonto wichtig, damit wir nicht in Gefahr geraten, durch eine Negativspirale Richtung Relegationsplatz zu rutschen.“ Inzwischen habe sich die Situation stabilisiert: „Sodass wir jetzt mit 35 Punkten extrem gesichert dastehen.“

Entsprechend will Rosenthal die Partie ohne Druck angehen: „Ohne Druck heißt es im Spiel gegen Evesen, dass wir nichts zu verlieren haben.“ Gleichzeitig formuliert er einen klaren Anspruch: „Ich möchte, dass wir uns wehren und ein gutes Gesicht zeigen, sodass wir danach sagen können, wir haben alles rausgehauen.“

Das Hinspiel dient dabei als Referenz. „Im Hinspiel haben wir ein 0:0 ermauert, vielleicht gelingt uns das nochmal“, so Rosenthal, der zugleich eine aktivere Herangehensweise ankündigt: „An sich sollten wir aber etwas proaktiver sein als im Hinspiel, da haben wir wirklich den Bus vorm Tor geparkt.“

Die Qualität des Gegners ist für ihn unbestritten: „Uns erwartet ein echtes Brett, für mich ist das eine Landesliga-Mannschaft.“ Auch mit Blick auf die Tabelle – Evesen liegt mit 53 Punkten auf Rang zwei – sieht Rosenthal den Gegner im Vorteil: „Evesen schielt wieder Richtung Meisterschaft.“ Das jüngste 6:0 gegen den TV Stuhr wertet er als „klares Ausrufezeichen“.

Trotzdem bleibt die Zielsetzung für Sulingen klar umrissen: „Es geht darum, dass wir uns messen und sehen, wie weit wir von den Besten entfernt sind.“ Die personelle Lage gibt Anlass zur Zuversicht: „Wir haben nahezu den kompletten Kader zur Verfügung. Die Bank wird gut besetzt sein, sodass wir im Laufe des Spiels noch nachlegen können.“

Auch Evesens Trainer Burak Buruk erinnert sich an das Hinspiel, das torlos endete: „Wenn ich das Hinspiel reflektiere, haben die uns das Leben wirklich schwer gemacht.“ Besonders die Zweikampfführung des Gegners blieb ihm im Gedächtnis: „Sehr gut in den Zweikämpfen gewesen, waren richtig eklig.“

Trotz eigener Chancen – „kurz vor Ende haben wir noch einen Elfmeter verschossen“ – blieb es beim 0:0, einem seltenen Punktverlust für Evesen. „Das haben wir im Hinterkopf“, sagt Buruk.

Mit Blick auf die aktuelle Form zeigt sich der Evesener Trainer zuversichtlich: „Die Jungs haben voll Bock auf Fußball. Ich habe alle zur Verfügung, das freut mich.“ Entsprechend formuliert er seine Herangehensweise klar: „Wir werden auf jeden Fall Gas geben und wir werden auch dieses Spiel wie ein Finale wieder angehen.“