
Führungswechsel in der Bayernliga Süd: Der TSV Landsberg hat nach dem 4:2-Erfolg beim SV Heimstetten die Tabellenspitze erklommen - dank der Schützenhilfte des TSV Nördlingen. Die Rieser hatten zuvor bei 1860 München II einen echten Überraschungscoup gelandet und auf dem Giesinger Kunstrasen mit 3:2 gewonnen.
Da ist dem TSV Nördlingen eine echte Überraschung gelungen. Trotz widriger äußerer Umstände (ungewohnter Kunstrasen, Regen und starker Wind) gewannen die Rieser mit 3:2 bei 1860 München II.
„Die erste Halbzeit war entscheidend, da haben wir viele Torchancen vergeben“, meinte 1860-Coach Alper Kayabunar später. Dabei waren die Junglöwen sogar in Führung gegangen. Nach einer Ecke lenkte der Nördlinger Keeper Max Fuchs den Ball unter Bedrängnis ins eigene Netz. „Uns war vor dem Spiel bewusst, dass Sechzig einfach aufgrund der Spielanlage und individuellen Klasse zu Torchancen kommen wird. Wir wollten uns nicht verstecken und unsere Offensivstärke ausspielen. Dies ist uns mit einem sehr guten Spiel absolut gelungen“, meinte Nördlingens Trainer Daniel Kerscher später. Diese Qualität spielte sein Team schon kurz nach dem Rückstand erstmals aus. Nach der Ecke von Manuel Meyer ließ Jens Schüler den Ball über seinen Scheitel streifen – 1:1.
Zwar blieben die Junglöwen im Vorwärtsgang, ließen jedoch ihre Chancen liegen. Beim 1:2 war wieder eine Ecke der Ausgangspunkt. Zwar wurde der Ball zunächst abgewehrt, doch Jens Schüler brachte ihn erneut vors Tor und Simon Gruber drückte ihn per Kopf über die Linie. Die spielfreudigen Rieser legten sofort nach: Grubers Flanke nahm 1860-Routinier Alexander Benede Aquayo mit der Brust an, ließ das Leder aber etwas zu weit vom Körper - Jan Reicherzer kam aus seinem Rücken und schloss zum 1:3 ab. Trotzdem war es noch keine Vorentscheidung, denn wenig später gelang Lucas Grancay der Anschlusstreffer. Doch Nördlingen brachte in der Folge die knappe Führung über die Zeit. (jais, red) Lokalsport RN
Tore: 1:0 Max Fuchs (14./Eigentor), 1:1 Jens Schüler (18.), 1:2 Simon Gruber (77.), 1:3 Jan Reicherzer (81.), 2:3 Lucas Grancay (82.)
Den zweiten Heimsieg in Folge feierte der TSV Kottern und hat nach dem 3:1 gegen den FC Ismaning den Anschluss ans Tabellenmittelfeld hergestellt. „Es war ein Spiel des Willens“, meinte TSV-Coach Andreas Maier, der in der zweiten Halbzeit um den Erfolg zittern musste. Doch sein Keeper Antonio Mormone war da nicht mehr zu überwinden.
„Wir haben einen super Start mit zwei frühen Toren hingelegt“, wusste der Coach. Kapitän Matthias Jocham hatte eine Flanke von Achim Speiser per Kopf verwertet. Nur acht Minuten später war der Vorlagengeber der Torschütze: Nach dem Freistoß von Marco Schad bugsierte Speiser den Ball ebenfalls per Kopf ins Tor – 2:0. Kottern war am Drücker, aber ein Distanzschuss von Altin Maxhuni wurde unhaltbar abgefälscht und bescherte Ismaning den Anschlusstreffer.
„Das Tor war für uns sehr unglücklich“, so Maier. Seine Schützlinge waren in der Folge richtig gefordert. „Die zweite Hälfte war ein reiner Kampf, nachdem der Platz immer schwerer zu bespielen war. Ismaning hatte einige gute Chancen, da waren wir etwas unaufmerksam, aber mit seinem Treffer hat Marco Schad alles klar gemacht. Wir haben einen wichtigen Schritt gemacht“, freute sich Maier über den Erfolg. (beß, red)
Schiedsrichter: Dr. Quirin Demlehner (Eggenfelden) - Zuschauer: 220
Tore: 1:0 Matthias Jocham (11.), 2:0 Achim Speiser (19.), 2:1 Altin Maxhuni (24.), 3:1 Marco Schad (89.)
Die Premiere von Roman Langer beim FC Pipinsried ist geglückt. Unter der Woche hatte der Trainer die Nachfolge von Sepp Steinberger angetreten und durfte sich bei der ersten Bewährungsprobe über einen 3:1-Erfolg gegen Türksport Augsburg freuen. Wobei das Kellerkind zumindest bis zu Beginn der Nachspielzeit noch auf den Klassenerhalt hoffen durfte. Dann ließ Valdrin Konjuhi alle Träume vom 2:2 platzen und machte mit dem 3:1 alles klar.
Für Türkspor, das seit sieben Spielen sieglos ist, begann die Partie äußerst ungünstig. Schon nach 300 Sekunden lag der Ball zum ersten Mal im Netz von Keeper Michael Loroff. Kubilay Celik hatte für Pipinsried getroffen. Und als Nico Karger das 2:0 folgen ließ, schien die Partie zu einer klaren Angelegenheit für Langers Schützlinge zu werden, der sich freute, dass die Mansnchaft "die Impulse aus der Trainingswoche" schnell umgesetzt hatte. Doch schon kurz nach dem 2:0 sorgte Ibrahim Capar für den Anschlusstreffer und neue Spannung. Tobias Ullmann (62.) und Dominik Krachtus (70.) hätten durchaus das zweite Türkspor-Tor erzielen können. So aber sackte der im zweiten Abschnitt wenig überzeugende FCP die drei Punkte ein.
Schiedsrichter: Xaver Fabisch (München) - Zuschauer: 181
Tore: 1:0 Kubilay Celik (4.), 2:0 Nico Karger (35.), 2:1 Ibrahim Capar (38.), 3:1 Valdrin Konjuhi (90.+1)
Für den Augenblick „ist es eine schöne Momentaufnahme“, meinte Trainer Christoph Rech nach dem 4:2-Erfolg beim SV Heimstetten, der seinem TSV Landsberg die Tabellenführung bescherte. Der Start in die Partie hätte für den TSV kaum besser sein, können, denn schon nach wenigen Sekunden traf Maximilian Seemüller zur Führung. „Wir wollten hoch pressen und es hat perfekt funktioniert“, freute sich Rech.
Doch Heimstetten steckte den Rückschlag weg und drehte die Partie. Erst glich Dominique Girtler aus, dann brachte Dennis Polat den SVH sogar in Front. „Danach brauchten meine Jungs ein paar Minuten, um sich wieder zu fangen“, erkannte Rech und war froh, dass Jeton Abazi noch vor der Pause das 2:2 gelang.
Auch im zweiten Abschnitt erwischte Landsberg einen Blitzstart. Seemüller und Maximilian Berwein hebelten mit einem Doppelpass die Abwehr aus, Berwein versenkte den Ball aus rund 16 Metern im Netz. Heimstetten verzeichnete in der Folge zwar etwas mehr Ballbesitz, aber „nur in Bereichen, in denen sie uns nicht gefährlich werden konnten“, wie Rech erklärte. Schließlich war es wieder ein Umschaltmoment, der für die Entscheidung sorgte. SVH-Schlussmann Fabian Scherger konnte den Schuss von Berwein zunächst abwehren, im Nachsetzen war der Stürmer dann aber zum 2:4 erfolgreich. (mm, red) Lokalsport LT
Schiedsrichter: Alexander Schuster (Hohenau) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Maximilian Seemüller (1.), 1:1 Dominique Girtler (19.), 2:1 Dennis Polat (27.), 2:2 Jeton Abazi (36.), 2:3 Maximilian Berwein (49.), 2:4 Maximilian Berwein (86.)
Der FC Gundelfingen hat ein Rasenproblem. Auf knapp 100 Quadratmeter wurde vergangenen Juni der Rasen im Schwabenstadion saniert und Unebenheiten ausgeglichen, dabei wurde allerdings der Untergrund zu sehr verdichtet. Weil dort die Feuchtigkeit nur ganz langsam versickert, ist die Fläche schon nach geringen Regenfällen schnell durchnässt und wird schwammig. Alle bisherigen Maßnahmen haben die Situation nicht nachhaltig verbessert - und weil weder am Nebenspielfeld noch am Kunstrasenplatz die vom BFV für die Bayernliga vorgeschriebene Spielfeldumrandung fehlt, war ein Ausweichen nicht möglich. Das Heimspiel gegen den SV Kirchanschöring wurde deshalb abgesagt. "Wir setzen alles daran, um die vor der Winterpause noch ausstehenden Heimspiele gegen den TSV Nördlingen und 1860 München II durchzuziehen", kündigt Gundelfingens Sportlicher Leiter Stefan Kerle an.